In unserer neuen Reihe „Frauenpower“ stellen wir euch die Frauen im Motorsport vor. Heute liegt unser Fokus auf Carrie Schreiner.

Am 14.09.1998 erblickte im saarländischen Völklingen Carrie Schreiner das Licht der Welt. Im Jahr 2009 begann Schreiner Ihre Karriere im Kartsport und machte sich schnell den Ruf als erfolgreichstes Mädchen im nationalen Kartsport. Im Jahr 2015 machte sie schließlich den Schritt in den Formelsport und startete für zwei Jahre in der ADAC Formel 4 und absolvierte einige Gaststarts im englischen Pendant. Im Jahr 2017 machte die junge Frau schließlich den Schritt in den GT-Sport – in der Lamborghini Super Trofeo Middle East Series konnten sie gleich mit Podestplätzen überzeugen und wurde Vizemeisterin. Dazu fuhr Schreiner im vergangenen Jahr im asiatischen und europäischen Ableger der Lamborghini Super Trofeo. In diesem Jahr fährt Schreiner für Konrad Motorsport in der Lamborghini Super Trofeo Europe und in der Lamborghini Super Trofeo Middle East Series sowie  für HCB-Rutronik Racing mit einem Audi R8 LMS in der DMV GTC und der Dunlop60 – in diesem Jahr konnten sie bislang die beiden Dunlop60-Rennen sowie einen Lauf in der DMV GTC gewinnen. Ihr Ziel ist es Profirennfahrerin zu werden und im GT3-Sport Fuß zu fassen.

Doch wie kam Carrie Schreiner überhaupt zum Motorsport?
In Ihrer Jugend was es Ihren Eltern wichtig, dass Sie immer in Bewegung bleibt. Aus diesem Grund probierte Schreiner viele verschiedene Sportarten aus. Ballett, Tischtennis, Fußball, Tennis…, doch außer Tennis fand sie alles nach einer Zeit langweilig. Schließlich ist sie das erste Mal Kart gefahren und das wurde mit der Zeit immer mehr. Schlussendlich musste sich Carrie zwischen Tennis und dem Motorsport entscheiden und beim Motorsport war die Saarländerin einfach mit Leidenschaft dabei.

Mit nur 153 cm Körpergröße ist Schreiner eine der kleinsten Piloten im Motorsport, doch muss sie deshalb körperlich härter an sich arbeiten?

Foto: Carrie Schreiner

„Verhältnismäßig auf jeden Fall, ja!“, so die 19-jährige. Schreiner ist teilweise zweimal am Tag trainieren. Im GT-Sport ist es für sie allerdings etwas einfacher als im Formelsport – trotzdem muss man körperlich fit sein. „Aber ich möchte mich nicht beklagen 🙂 “

Was für Vor- und Nachteile haben Frauen im Motorsport?

Als Vorteil von Frauen im Motorsport sieht Carrie Schreiner auf jeden Fall, dass man viel Aufmerksamkeit von den Fans und den Medien bekommt, wenn man gute Leistungen abrufen kann. Dadurch fällt man dem einen oder anderen Team auf.
Als Nachteile gegenüber der männlichen Konkurrenz zählt die Saarländerin ein wenig den körperlichen Nachteil auf. Dazu wird man des Öfteren nicht  ernst genommen, doch man muss darüber stehen.

Foto: Carrie Schreiner

Die Spanierin Carmen Jorda wurde von der FIA in die Frauen-Kommission aufgenommen um Frauen im Motorsport zu fördern. Jorda fiel seitdem mit vielen gewagten Äußerungen auf, wie dass sich Frauen im Motorsport eher auf die Formel E als auf die Formel 1 konzentrieren sollen, da diese nicht so körperlich anspruchsvoll sind, doch wie sieht eine weibliche Rennfahrerin solche Aussagen?

Carrie Schreiner hält es völlig in Ordnung, dass Carmen Jorda das aus Ihrer Perspektive so sieht, denn jeder sollte zu seiner eigenen Meinung stehen sollen. Doch die 19-jährige findet es schlimm, dass jemand dann für alle Frauen spricht und eine wichtige Position bei der FIA bekommt. „Das geht meiner Meinung nach gar nicht“, so Schreiner.

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Als wandelndes Motorsportlexikon hat Jonas seine Nase überall drinstecken, wo Motorsport drauf steht. Neben seinem Interesse für GT-Fahrzeuge - hier ist sein eigenes Magazin GT-place.com zu empfehlen - hat Jonas vorallem ein Fabel für den Breitensport wie die VLN oder NES500, die WEC oder Tourenwagensport wie die Supercars.
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