Träumen erlaubt: ROWE RACING gehört nach teilweise beeindruckenden Leistungen in den Vorbereitungsrennen zum Kreis der Favoriten bei der 50. Auflage der ADAC 24h Nürburgring. Die Mannschaft aus St. Ingbert geht am kommenden Wochenende (28./29. Mai) mit zwei neuen BMW M4 GT3 und acht hochkarätigen BMW M Werksfahrern in den „Eifel-Marathon“ und könnte nach dem Sieg 2020 und dem zweiten Platz im Vorjahr zum dritten Mal in Folge auf das Podium fahren. Zuletzt war dieses Kunststück vor zehn Jahren dem Phoenix-Team gelungen, was unterstreicht, wie anspruchsvoll das Traditionsrennen in der „Grünen Hölle“ für alle Teilnehmer ist.

N24h 2020 ROWE Racing
Foto: Gruppe C Photography

Nach der erfolgreichen Ära des BMW M6 GT3 setzt ROWE RACING in diesem Jahr zusammen mit BMW M Motorsport auf den neuen BMW M4 GT3, der sein großes Potenzial bei den Vorbereitungsrennen auf das große Saison-Highlight bereits mehrfach gezeigt hat. ROWE RACING holte mit dem brandneuen Fahrzeug beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken‑Serie (NLS) und bei den 24h Qualifiers schon zweimal die Pole Position, einen Sieg und einen zweiten Platz. Jetzt stellt sich der BMW M4 GT3 zum ersten Mal der ultimativen Dauerbelastung auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus der legendären Nordschleife und der Grand‑Prix‑Strecke, der für alle Fahrer und Experten schönsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt.

Foto: L. Rodrigues

Im Cockpit sitzen dabei erneut acht hochkarätige BMW M Werksfahrer, die gemeinsam auf bereits vier Siege und zehn Podiumsplätze beim „Eifel‑Marathon“ zurückblicken können. Erstmals für die Mannschaft aus St. Ingbert, für die neben den beiden Erfolgen in den letzten beiden Jahren noch ein zweiter Platz 2017 und zwei dritte Ränge 2013 und 2014 zu Buche stehen, ist dabei Augusto Farfus in Einsatz.

Der frühere DTM‑Pilot hat 2010 als erster Brasilianer auf dem Nürburgring triumphiert und zeigte zuletzt in der Vorbereitung mit den beiden Pole‑Runden sowie dem eiskalt verteidigten Sieg im dritten NLS‑Rennen seine Extra-Klasse. Er teilt sich den #99 BMW M4 GT3 mit dem Briten Nick Yelloly, der 2020 mit ROWE RACING in der Eifel gewann, Connor De Phillippi aus den USA, Sieger von 2017, und dem Österreicher Philipp Eng, der bereits 2016 mit ROWE RACING den Sieg bei den 24 Stunden von Spa gefeiert hat.

Foto: L. Rodrigues

Während Connor De Phillippi teamintern in die #99 gewechselt ist, gingen sein Landsmann John Edwards und der Niederländer Nick Catsburg, wie Namensvetter Nick Yelloly Teil der Sieger-Crew von 2020, den umgekehrten Weg in den #98 BMW M4 GT3. Dort treffen sie auf den zweimaligen deutschen DTM‑Champion Marco Wittmann und den Südafrikaner Sheldon van der Linde. Beide hatten 2021 mit nur 8,8 Sekunden Rückstand den zweiten Platz belegt und träumen jetzt vom letzten Schritt nach ganz oben.

Die Action bei der 50. Auflage der ADAC 24h Nürburgring beginnt am Donnerstagmittag (Christi Himmelfahrt, 26. Mai) mit dem 90‑minütigen 1. Qualifying von 12.30 bis 14.00 Uhr. Das dreistündige 2. Qualifying folgt am Abend von 20.30 bis 23.30 Uhr. Am Freitag (27. Mai) steht zunächst das 60-minütige 3. Qualifying von 14.10 bis 15.10 Uhr auf dem Programm. Um 17.50 Uhr beginnt im Einzelzeitfahren des Top Qualifyings mit zwei schnellen Runden die prestige-trächtige Jagd um die Pole Position und die dafür sei 2016 vergebene Glickenhaus‑Trophy, die im vorigen Jahr Nick Yelloly erstmals für ROWE RACING holte. Am Samstag (28. Mai) beginnt um 15.40 Uhr die Einführungsrunde, bevor das Rennen um 16.00 Uhr freigegeben wird. Das gesamte Rennen bis zur Zielankunft am Sonntag (29. Mai) gegen 16.00 Uhr wird live im Fernsehen bei NITRO und über den Livestream auf der Homepage des Veranstalters übertragen. Fans von ROWE RACING können zudem am gesamten Wochenende das Geschehen am Nürburgring auf den Social-Media-Kanälen des Teams – bei Facebook, Instagram, YouTube und Twitter – hautnah verfolgen.

Foto: L. Rodrigues

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Die 24 Stunden am Nürburgring am kommenden Wochenende sind für uns alle die aufregendsten und intensivsten des Jahres. Zum ersten Mal schicken wir unsere neuen BMW M4 GT3 auf diese Marathon-Distanz und träumen natürlich von unserem dritten Podium in Folge. Dass die Performance des BMW M4 GT3 stimmt, haben die letzten Rennen bereits gezeigt. Balance, Fahrbarkeit und Speed des neuen Autos sind beeindruckend und rücken uns folgerichtig in den engen Favoritenkreis. Allerdings haben wir in den letzten Wochen auch gesehen, dass bei diesem neuen Auto noch nicht alles aussortiert ist und es noch einige Kinderkrankheiten und Ausfälle gegeben hat. Uns fehlen da noch einige Rennkilometer. Wir arbeiten daran, die erforderliche Zuverlässigkeit für das anspruchsvollste Rennen der Welt zu erreichen, doch ohne Testmöglichkeiten ist das eine große Aufgabe. Absolute Spitze ist bereits unsere Fahrerbesetzung in beiden Fahrzeugen. Da hat BMW M Motorsport keine Kompromisse gemacht, und wir sehen das als großes Privileg. Wir werden alles daran setzen, dieses Vertrauen zu rechtfertigen und BMW M nach dem 20. Gesamtsieg vor zwei Jahren jetzt auch zum 50-jährigen Jubiläum einen Grund zum Feiern zu geben.“

Nürburgring (GER), 27th September 2020. BMW M Motorsport, 24h Nürburgring, Nordschleife, Winner #99 BMW M6 GT3, ROWE Racing, Nick Catsburg (NED)
Foto: BMW Group

Nick Catsburg (#98 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Dieses Jahr wird für uns ganz anders sein als die letzten Jahre, etwa bei unserem Sieg 2020. 2022 sind wir mit dem neuen Auto schon einige Rennen gefahren, aber wir sind definitiv noch nicht so weit wie mit dem BMW M6 GT3. Ich glaube, dass das neue Auto schon jetzt besser ist, aber ich denke auch, dass es noch einiges verstecktes Potenzial gibt. Wir müssen die Trainings noch nutzen, um das Auto genau dort hinzubekommen, wo wir es haben wollen. Und dann glaube ich, dass wir mit diesem Team, das in der Vergangenheit gezeigt hat, dass es große Rennen wie dieses gewinnen kann, natürlich eine Chance haben werden, um den Sieg zu kämpfen. Mit diesem Fahreraufgebot können wir definitiv mithalten. Wir müssen abwarten und schauen, was die Konkurrenz macht. Ich glaube, wir haben ihre wahre Leistung noch nicht gesehen, wir werden sehen. Ich kann dieses Rennen kaum erwarten, das Lieblingsrennen des Jahres mit vielen Zuschauern an der Strecke. Ehrlich gesagt freue ich mich schon sehr darauf. Hoffen wir, dass der Wettergott uns wohlgesonnen ist und wir ein schönes und sonniges Wochenende auf der Nordschleife haben werden.“

Foto: L. Rodrigues

Augusto Farfus (#99 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Ich denke, wir gehen gut vorbereitet in die 24 Stunden. Wir haben eine sehr gute Performance gezeigt. BMW hat gezeigt, dass alle Autos sehr stark sind. ROWE RACING hat eine Menge Erfahrung in diesem Rennen. Natürlich brauchen wir etwas Glück, wir brauchen Speed, und auch das Teamwork muss stimmen. Aber ich bin sicher, dass wir auf einem guten Weg sind. Nachdem ich gesehen habe, wie gut wir im letzten NLS‑Rennen und im ersten Rennen bei den 24h Qualifiers abgeschnitten haben, habe ich große Hoffnungen, dass wir bei den ADAC 24h Nürburgring auf jeden Fall sehr stark sein können.“

Quelle: Pressemitteilung ROWE Racing

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