Der sogenannte „Doubleheader“ der Nürburgring Langstrecken-Serie mit zwei vierstündigen Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an zwei aufeinanderfolgenden Tagen forderte den Fahrern am vergangenen Wochenende alles ab. Florian Naumann ließ sich davon nicht beeindrucken und fuhr gemeinsam mit seinen Teamkollegen Hendrik von Danwitz und Noah Nagelsdiek auf die Plätze zehn und elf bei jeweils mehr als 120 gestarteten Fahrzeugen.

Der rund 550 PS starke Porsche 911 GT3 Cup MR vom BLACK FALCON Team IDENTICA lief in beiden Rennen ohne Probleme und holte jeweils den Klassensieg in der Klasse SP-Pro. Nicht nur das, es gelang dem Team obendrein auch noch, die Konkurrenzfähigkeit des Autos weiter zu verbessern. „Wir sind im Rennen schneller gefahren als je zuvor und auch am Sonntag noch einmal schneller als am Samstag. Mit dieser Leistung können wir wirklich zufrieden sein“, sagt Naumann.

Der einzige Moment in den beiden Rennen, der nicht nach Plan verlief, spielte sich am Samstag beim 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen in Naumanns Stint ab. Der amtierende Meister der GT4- Klasse (SP10) der Nürburgring Langstrecken-Serie geriet mit dem Boliden im Streckenabschnitt Brünnchen leicht über den Randstein hinaus und mit zwei Rädern ins Gras. Eine eigentlich harmlose Situation, die nahezu jedes Fahrzeug während eines Langstreckenrennens einmal erlebt.

Florian Naumann Black Falcon N24h 2021
Foto: L. Rodrigues

In diesem Fall setzte sich jedoch der Kühler mit Gras zu und Naumann musste unplanmäßig die Box aufsuchen. Das BLACK FALCON Team IDENTICA stellte spontan die Strategie um. Der obligatorische „kurze“ Boxenstopp, den der Porsche in jedem Rennen einlegen muss und bei dem nur die halbe Spritmenge in den Tank gefüllt wird, wurde kurzerhand vorgezogen. Er wurde nun in die Mitte des Rennens gelegt statt ans Ende. Um eine Überhitzung des Motors zu verhindern, schickte das Team Naumann wieder auf die Strecke, bevor die Mindeststandzeit an der Box abgelaufen war, die für alle Teams gilt. Die daraus resultierende Stop-&-Go-Strafe war das kleinere Übel, als den Motor in Gefahr zu bringen.

Trotz dieser Strafe gelang es dem Sieger des ADAC TOTAL 24h-Rennens auf dem Nürburgring 2020 auf Porsche, gemeinsam mit seinen Teamkollegen in die Top 10 der Gesamtwertung zu fahren. Ein großer Erfolg, schließlich ließ das Trio nicht weniger als vier der schnelleren Fahrzeuge aus der Klasse SP9 hinter sich.

Am Sonntag machten dann beim 44. RCM DMV Grenzlandrennen alle Beteiligten des Teams einen absolut fehlerfreien Job. Ohne jegliche Zwischenfälle fuhr der Porsche auf den elften Gesamtrang. Dass es diesmal nicht ganz für die Top 10 reichte, ist der Tatsache geschuldet, dass am Sonntag mehr Fahrzeuge in der Kategorie SP9 an den Start gingen. Trotzdem gelang es Naumann und seinen Teamkollegen, wiederum drei SP9-Boliden hinter sich zu halten.

Nach diesem erfolgreichen Doppelschlag begeben sich die Nürburgring Langstrecken-Serie und damit auch Florian Naumann in eine zweimonatige Sommerpause. Am 11. September geht es weiter mit dem Saisonhöhepunkt der Rennserie – dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Quelle: Pressemitteilung Florian Naumann

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