Lange Zeit war Thomas D. Hetzer fester Bestandteil im Fahreraufgebot von Walkenhorst Motorsport. Der Geschäftsführer des Porsche Zentrum Bonn griff über Jahre ins Lenkrad des BMW M4 GT4 vom Rennstall aus Melle. Dann kam Corona und seine Prioritäten lagen schnell außerhalb des Rennsports. Zum ROWE ADAC 6h Ruhr-Pokal-Rennen am 11. September 2021 kehrt er nach fast zwei Jahren zurück in die Langstrecke auf der Nordschleife.

Foto: Porsche Zentrum Bonn

„Zwei Jahre Abstinenz ohne Rennsport war eine lange Zeit.“, beginnt Hetzer. Er führt weiter aus: „Aufgrund der Pandemie seit Anfang 2020 musste ich mich natürlich erstmal um die berufliche und private Verantwortung kümmern und mein geliebtes Hobby zurückstellen. Auch wenn die Veranstalter der NLS sich mit dem Konzept sehr viel Mühe gaben und den Rennsport weiter ermöglichten, war es dennoch nicht die Art von Rennsport die gerne betreibe. Ich liebe die Interaktion mit den Zuschauern und das einzigartige Flair mit ihnen rund um die Nordschleife. Jetzt wo ein Stück Normalität zurück kehrt, juckt der rechte Fuß gewaltig und ich freue mich sehr auf mein Comeback bei Walkenhorst und auf an den Nürburgring.“

Foto: L. Rodrigues

Hetzer wird im BMW M2 CS #888 mit Florian Weber und Davide Dehren ins Lenkrad greifen. Er sagte: „Da sich die Strecke nicht wirklich verändert hat werde ich schnell sehen, ob ich es noch kann. Der M2 ist für mich Neuland und ich hoffe, dass ich mich am Freitag bei einigen Trainingsrunden schnell mit dem BMW vertraut machen kann. Abgesehen vom identischen Motor gibt es zum M4 GT4 kaum Gemeinsamkeiten, jedoch bin ich zuversichtlich, dass ich den Renner schnell in den Griff bekomme.“

„Ich war überwältigt von den vielen durchweg positiven Reaktionen, nachdem ich meinen Start bekannt gegeben hatte. Das meine Sponsoren mir nach so langer Zeit die Treue halten freut mich ungemein und motiviert mich zusätzlich, vielen Dank dafür. Neben dem 6h-Rennen werde ich noch einen weiteren NLS-Lauf bestreiten, denn auf einem Bein kann man bekanntlich nicht stehen.“, sagt Hetzer freudig.

Bereits am Freitag, den 10. September haben die Teams die Gelegenheit den ganzen Tag auf der VLN-Variante des Nürburgrings zu trainieren. Am Samstag geht es dann um 8:30 Uhr ins 90-minütige Zeittraining, bei dem die Startpositionen bestimmt werden. Das 6h-Rennen beginnt dann um 12:00 Uhr. Zuschauer sind auf den Tribünen und an ausgewählten Plätzen rund um die Nordschleife unter Einhaltung des Hygienekonzepts zugelassen. Aktuell sagt die Vorhersage mit Regen wieder „eifeltypisches Wetter“, doch das sollte weder den Teilnehmern noch den Zuschauern die Freude am Jahreshöhepunkt der NLS verderben sondern für zusätzliche Action in der Grünen Hölle sorgen.

Unterstütze LSR-Freun.de

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Deinen Support.





In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
Kategorie: NewsTags:
Fehler melden Über LSR-Freun.de ethische Standards
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.