Emil Frey Jaguar Team hat das TOTAL 24h von Spa erfolgreich überstanden. Nach dem Doppelfinish vor zwei Jahren überquerte der GT3 Jaguar auch in diesem Jahr die Ziellinie beim Langstreckenklassiker in den Ardennen.

Zum fünften Mal nahm das Schweizer Team am größten GT3-Rennen der Welt teil und freut sich über das gute Endergebnis, unter Berücksichtigung der Motorenprobleme, mit denen das Team von Anfang an konfrontiert war. Der GT3 Jaguar, dessen bestes Ergebnis seit 2015 ein 28. Platz war, zeigte in den drei Qualifyings eine konstante Leistung, belegte den 23. Startplatz und die vierte Pole Position im Silberpokal.

Der Schweizer Alex Fontana startete am Samstag Nachmittag aus der zwölften Startreihe ins Rennen. Der GT3 Jaguar #54, der übrigens von Emil Frey Racing entwickelt wurde, verbesserte sich bis zum ersten Boxenstopp auf den 11. Gesamtplatz. Leider zeigten sich im zweiten Stint bereits erste Anzeichen von Motorenproblemen, mit Mikael Grenier am Steuer, was insbesondere auf den vielen langen Geraden zu einem Leistungsverlust führte. Trotz der verbleibenden Probleme fuhr das Jaguar-Team kontinuierlich innerhalb der Top-30 und wähnte sich auf einem Podestplatz im Silver Cup. Während der Nacht, als das Rennen aufgrund von Arbeiten an der Streckenbegrenzung im Bereich Eau Rouge / Raidillon für eine Stunde unterbrochen wurde, nutzte das Team den längeren, vom Reglement genehmigten, mechanischen Boxenstopp, um den Motor genauer zu betrachten, nachdem einer der acht Zylinder mit Arbeitsverweigerung den Dienst quitierte. Nach Austausch der Zündkerze und der Zündspule wurde das Problem gelöst und das Team kam voll motiviert wieder zurück auf die Strecke.

Jedoch startete man den Motor bereits, als sich das Fahrzeug noch in der Box befand. Das Reglement sieht an der Stelle einen Motorstart vor der Box vor, was dem Team von der Streckenaufsicht mit einer Drive-Through quittiert wurde. Dadurch landete der GT3 Jaguar letztendlich auf Gesamtposition 41 und im Silver Cup auf Platz fünf. Dank einer konsequenten Leistung der Fahrer Fontana, Grenier und Zaugg, sowie tadellosen Boxenstopps der Crew, sah der GT3 Jaguar zum dritten Mal bei der fünften Teilnahme die Zielflagge der Total 24 Hours von Spa.

Das Jaguar-Team sicherte sich so wichtige Punkte für die Silber-Cup-Meisterschaft mit einem 28. Gesamtplatz und Position vier im Silver-Cup. Mit 78 Punkten und 17 Punkten Rückstand auf Platz drei sieht sich die Mannschaft auf einer guten Ausgangsposition für einen Podiumsplatz am Ende der Saison mit dem Finale in Barcelona (Spanien), das vom 28. bis 30. September 2018 auf dem Circuit de Catalunya stattfindet. Nach Ende der Saison wird der Emil Frey Jaguar seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Reglementsbedingt läuft die Homologation für das Fahrzeug aus.

Stimmen des Teams zum Rennen

Lorenz Frey, Teamchef Emil Frey Racing: „Wir freuen uns über das Finish für unseren GT3 Jaguar in unserem letzten 24h-Rennen mit diesem Auto. Wir hatten in den letzten Jahren hier in Spa viele Höhen und Tiefen. Letztes Jahr mussten wir bereits in der Nacht einpacken. Die Ziellinie zu sehen ist eine großartige Erfahrung für das ganze Team und monatelange harte Arbeit und Vorbereitung. Alex (Fontana) zeigte in seinem ersten Stint, was mit dem GT3 Jaguar ohne Motorprobleme möglich gewesen wäre. Ohne die Probleme hätten wir weiter vorne landen und um den Silver-Cup-Sieg kämpfen können.“

Jürg Flach, Technischer Direktor Emil Frey Racing: „Es war unser Ziel, das Rennen ohne große Probleme zu fahren und nach sechs sowie zwölf Stunden Punkte für den Silbernen Cup zu sammeln. Leider hatten wir kurz nach dem Start Probleme mit dem Motor. In Kombination mit dem erforderlichen technischen Boxenstopp haben wir versucht, die Ursache zu finden und zu analysieren. Die Maßnahmen halfen jedoch nur kurz und die Probleme kehrten zurück! Neben der „Balance of Performance“ -Entscheidung hinderte dies das Team auch an einem besseren Ergebnis. Die Strategie war perfekt geplant und die Boxenstopps haben hervorragend funktioniert. Es war eine tadellose Teamleistung.“

Alex Fontana (CH), Pilot Emil Frey Jaguar #54: „Mein Start war in Ordnung, ich habe ein paar Positionen verloren. Wir hatten schon früh Probleme mit dem Motor und es war etwas Ähnliches, das wir schon beim Test hier erlebt hatten. Deshalb haben wir an Kraft verloren und konnten zu Beginn des Rennens nicht so viel angreifen wie wir wollten. Wir sind immer noch zufrieden mit den Ergebnissen, da wir viele Probleme hatten. Das Ergebnis ist gut und wir haben zum dritten Mal die Ziellinie der Total 24 Stunden von Spa gesehen – es ist ein schönes Ergebnis für das letzte 24-Stunden-Rennen des GT3 Jaguar.“

Mikael Grenier (CAN), Pilot Emil Frey Jaguar #54: „In der Nacht sieht man verhältnismäßig wenig. Eigentlich sind nur die Eau Rouge und die Fahrt zur Ecke mit der Party an der Seite etwas besser ausgeleuchtet. Wir hatten Pech in einem Boxenstopp, aber das Auto lief sehr gut am Abend und in der Nacht, als die kühleren Temperaturen uns in die Hände spielte. Aufgrund der fehlenden Geschwindigkeit auf den Geraden konnten wir leider nicht angreifen und überholen.“

Adrian Zaugg (CH), Pilot Emil Frey Jaguar #54 „Das Wichtigste ist, ohne Probleme oder einen Unfall durch die Nacht zu kommen. Am Ende muss man jedoch sein Bestes geben und das Auto nach Hause bringen. Egal in welcher Situation man auch im Dunkeln fährt. Die Balance des GT3 Jaguar war sehr gut, aber auch nach der Reparatur haben wir aufgrund der Motorprobleme auf den Geraden wieder verloren. Wir haben das Maximum bis zum Ende gegeben.“

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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