Für Diskussionen in den sozialen Medien sorgte die Sperre der Zapfsäule 30/31 zum vierten Lauf der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring. Der Vorwurf der Manipulation stand schnell im Raum. Doch nun gibt es Entwarnung.

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Für Aufregung sorgte die Sperre der Zapfsäule 30/31 am Nürburgring zum vierten Lauf der VLN. Hintergrund dieser Sperre war das verletzte Siegel der Säule. Das Team Adrenalin Motorsport, welches die Säule intensiv nutzte, sah sich mit dem Vorwurf der Manipulation konfrontiert, was auf verschiedenste Arten und Weisen nachgewiesen werden sollte. Die wildesten Fakten wurden präsentiert. Diskutiert wurde nicht unter vier Augen. Die Argumentation rückte in die sozialen Medien, was der ganzen Situation eine gewisse Brisanz gab.

Matthias Unger, Teamchef von Adrenalin Motorsport, sah sich – trotz einer regulären Handlung der Verantwortlichen – gezwungen, hier mit den Verantwortlichen der Rennserie in Kontakt zu treten. Denn immerhin hat Unger, als Teamchef eines der größten Teams in der VLN, einen Ruf zu verlieren. Der Schaden wäre immens.

Da es sich jedoch um eine reguläre Situation handele, sah man sich bei der VLN nicht gezwungen, eine außerplanmäßige Prüfung der Zapfsäule vorzunehmen. Denn regulär werden die Säulen der Boxenanlage im Vorfeld des kommenden Laufes der Langstreckenmeisterschaft geprüft. Entsprechend gab die VLN in einer internen Teaminfo, die LSR-Freun.de vorliegt, Entwarnung. „Nachdem bei VLN4 an einer Zapfsäule ein äußeres Siegel durchtrennt war, gab es Diskussionen Diese sind überflüssig. Denn, dass die Zapfsäule deshalb nicht ordnungsgemäß funktionieren könnte, ist ins Reich der Fabel zu verweisen. Entscheidend ist ein zweites Siegel im Innenraum der Zapfsäule, das zunächst ohnehin durch ein Schloss gesichert ist. An der Pumpe bringt die externe Firma durch eine Zange eine Plombe mit eigener Signatur an. Erst wenn diese durchtrennt wäre gäbe es Gesprächsbedarf.“

Demnach bestätigt die VLN so auch die regelmäßige Überprüfung der Zapfsäulen vor jedem Rennwochenende. „Auch vor dem Saisonhighlight am kommenden Wochenende, dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, wurden am Donnerstag in gewohnter Art und Weise die Zapfsäulen des Nürburgrings von einer externen Firma kontrolliert. Das Resultat war erfreulich. Es gab nichts zu beanstanden.“

Gleichzeitig erklären die Verantwortlichen in dem Memo noch einmal grob den Prüfprozess: „Vor jedem VLN-Lauf wird diese Prozedur durch einen unabhängigen Dienstleister durchgeführt. Der Vorgang ist komplex. Es werden an jeder Säule 50 Liter getankt. Dabei wird die Zeit gemessen. Die Säule wird justiert und es erfolgt eine erneute Messung.“

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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