„You win and you lose as a team“ – dieser Satz ist aktuell für die Mannschaft des IDENTICA Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon so zutreffend wie kaum zuvor. Der Grund: Die Fahrt zu einem weiteren Klassensieg beim VLN 6-Stunden-Rennen bekommt 30 Minuten vor der schwarz-weiss karierten Flagge eine unerwartete Wendung: Mettlers Teamkollege kollidiert mit einem überrundeten Fahrzeug und muss zur Reparatur an die Box. Endresultat: Position 4. Nach einer fünfeinhalbstündigen Dominanz an der Spitze ist dies nicht das Ergebnis, das sich Yannick Mettler und seine Teamkollegen Tim Scheerbarth, Tobias Müller und Tristan Viidas erhofft hatten.

Grenzwertige Bedingungen im Qualifying

Dass die Crew aus Meuspath ihren Piloten einmal mehr ein Top-Auto hingestellt hat, wird spätestens in der Qualifikation klar: Strahlende Gesichter in der Box der Startnummer 162 machen einen Blick auf die Zeitentabelle unnötig. Die Pole Position in der Klasse SP10 sorgt trotz widrigen Bedingungen für einen vielversprechenden Start. Eine freie Runde am Anfang des verregneten Samstagmorgens reicht aus, bevor die Nordschleife zum Ende der Session wortwörtlich unter Wasser steht. Weitere Verbesserungen werden unmöglich, und für viele, die es trotzdem noch versuchen, endet das Rennwochenende aufgrund von Aquaplaning noch vor dem eigentlichen Rennstart – die harte Normalität auf der Nürburgring Nordschleife.

Alles nach Plan

Um 12.00 Uhr schnellt der Pulk des Starterfeldes auf noch nassem, aber abtrocknendem Asphalt auf die erste Kurve zu. Wie immer wird es in dieser Haarnadel besonders eng, und beinahe gerät der Stuttgarter Bolide mit einem seiner engsten Konkurrenten bayerischen Fabrikats aneinander. Danach läuft für die Black-Falcon-Mannschaft alles wie am Schnürchen: Die Startposition wird behauptet, der Himmel klart auf, der Rhythmus stimmt – und der Vorsprung wächst. Daran ändern auch die Boxenstopps für Nachtanken und Fahrerwechsel nichts. Mettler übergibt den V8-Boliden knapp 90 Minuten vor Schluss auf Platz 1 liegend, nachdem er den bereits komfortablen Vorsprung weiter ausbauen konnte. Alles läuft gut – fast schon zu gut, um wahr zu sein.

Foto: L. Rodrigues

Schicksalhafte Begegnung am Adenauer Forst

30 Minuten vor dem gefühlt schon greifbaren Ziel kommt es dann doch anders: Eine Unstimmigkeit beim Überrunden resultiert in einer Kollision zwischen Mettlers Teamkollegen und einem Überrundeten. Die Folge: ein sofortiger Reifenschaden hinten links. Damit verpufft die Hoffnung auf den Sieg so schnell wie die Luft aus dem malträtierten Pneu. Glücklicherweise ist das Fahrzeug noch einigermassen fahrtüchtig, doch die restliche Nordschleifenrunde dauert eine gefühlte Ewigkeit an: über 17 Minuten, doppelt so lange wie sonst. Schliesslich erreicht der abgestumpfte Silberpfeil doch noch die Box und der Ausfall kann vermieden werden, auch wenn Sieg und Podium nun ausser Reichweite liegen.

„Motorsport ist ein Teamsport, und oft entscheiden Sekundenbruchteile über Sieg oder Niederlage. Das haben wir heute mal wieder am eigenen Leib erfahren. Natürlich ist es für alle Beteiligten ärgerlich, da wir das Rennen bis dahin dominiert hatten. Aber bei den vielen hitzigen Situationen, die wir auf der Rennstrecke erleben, kann es eben auch mal schief gehen“, so Mettler nach dem Rennen.

Fokus nach vorne

Nach elf Rennen in der ersten Saisonhälfte steht für Yannick Mettler nun erst mal eine Woche Erholung an. Danach geht es für den fünffachen 24h-Klassensieger bald wieder auf Achse für diverse Coachings, Test- und Trainingsfahrten. Die nächsten Renneinsätze warten im September, darunter zum Beispiel Spa-Francorchamps im GT3 Michelin Le Mans Cup.

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