Nach seinem erfolgreichen 24h-Rennen im GT4 von Black Falcon am Nürburgring gönnt sich der Schweizer Yannick Mettler keine Ruhe. An diesem Wochenende greift er im VW Golf GTI TCR der Schweizer Mannschaft Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing ins Lenkrad. Wir sprachen mit Ihm nach dem gestrigen Qualifying.

Yannick, wie verlief der heutige Tag aus Deiner Sicht?

Der Tag ist gut gelaufen. Wir sind auf dem zweiten Rang der TCR Klasse. Das ist nicht perfekt aber es geht mal wieder verdammt eng zu in der 24h-Series. Ich hatte ein cooles Battle mit einem Audi über lange Zeit und lag vorne jedoch am Ende hatten sie die Nase vorne. Das muss man so hinnehmen, denn der Audi ist auf der Geraden doch etwas schneller, aber das wussten wir schon vorher. Ich habe das Maximum herausgeholt und bin somit zufrieden. Als Rennfahrer möchte man halt immer gerne ganz vorne stehen. Auf der anderen Seite spielt für ein 24h-Rennen die Startposition nicht eine so wichtige Rolle.

Bisher bist Du in Portimao nur in Fahrzeugen mit Heckantrieb unterwegs gewesen, nun mit dem Fronttriebler TCR. Inwiefern macht sich das andere Fahrzeugkonzept hier in Portimao bemerkbar?

Das war schon eine Umgewöhnung. Die Strecke bin ich bisher nur einmal mit einem Heckantrieb GT3 Auto gefahren, also etwas völlig anderes. Fahrlinie und Bremspunkte muss man dann doch stark anpassen und sich erarbeiten. Aber ich denke, dass ich schnell den „Groove“ gefunden habe – wie man so schön sagt. Im Qualifying hat es gut funktioniert und bin gespannt wie es im Rennen wird. Wir sind gut aufgestellt und gut vorbereitet. Somit kann das Rennen kommen.

Foto: O. Selzer

Wie sieht Eure Zielsetzung für das Rennen aus?

Kurz und knapp: Gewinnen! Auch wenn das nicht einfach wird. Es gibt an diesem Wochenende wieder viele starke Fahrerpaarungen. Man wird sehen wer am Ende die Nase vorne hat. Natürlich werden wir unser Bestes geben und unser Können umzusetzen. Fehlerfrei durch zu fahren ist wie immer das Wichtigste.

Wie plant Ihr das Nacht-Qualifying?

Da ist natürlich wichtig schnell im Dunkeln zurecht zu kommen. Jeder Fahrer hat da drei oder vier Runden um sich einzugewöhnen. Die wirklich schnellen Runden in der Nacht kommen dann im Rennen selbst wenn man sich an die Sichtverhältnisse gewöhnt hat und man sich auf die Bedingungen einstellen konnte. Auch weil es dann kühler ist und dadurch die Reifen länger halten.

Yannick, vielen Dank und viel Glück für das Rennen!

Foto: O. Selzer

Das 24 Stunden Rennen in Portimao im Rahmen der Creventic 24h-Series powered by Hankook startet heute, 06. Juli 2019 um 12:00 Uhr. Am Livestream und mit dem Live-Timing verpasst Ihr keine Minute.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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