Zum 54. ZEWOTHERM ADAC Barbarossapreis, dem siebten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag, den 8. Oktober 2022 lud die herbstliche Eifel wieder ein. DRUCKREGELT&WAPPLER by Mertens Motorsport kam als Tabellenführer in der Klasse mit dem WWS-Hyundai i30 N #491 an den Nürburgring und konnte das Rennen auf dem ersten Platz der VT2-FWD beenden, wurde jedoch aufgrund einer Zeitstrafe auf den dritten Rang zurückversetzt. Kurt Strube bekam nach einem Fehler im Rennen, denn der Pilot aus Wietmarschen übersah eine Code-60 Zone, eine Sperre für zwei Rennen.

Foto: L. Rodrigues

Eine herzliche und symbolträchtige Geste am Freitagmittag war die Übergabe eines besonderen Geschenks von Sascha Hürter an den Teamchef. Daniel durfte den „legendären Tüddeldraht“ entgegennehmen, der dem Team schon so manches Rennen bei schnellen Reparaturen gerettet hat. Die einzige Bedingung: Er darf ihn nur behalten, wenn er am Saisonende als Klassensieger hervorgeht.

Die Mannschaft aus Müllenbach am Nürburgring begrüßte zum Nachmittag dann wieder Taxigäste. Leider stellte das Team bereits nach wenigen Umläufen fest, dass der Bremskraftverstärker des WWS-Hyundai defekt war. Es folgte eine lange Nacht in der der Teamchef zusammen mit Sascha Hürter und Krzysztof Sprycha den Motor ausbauen musste, um das fehlerhafte Teil zu ersetzen. Doch dank dieser starken Teamleistung bis in die frühen Morgenstunden war der frontgetriebene 2-Liter-Turbobolide zum Zeittraining am Samstagmorgen wieder perfekt einsatzbereit.

Foto: L. Rodrigues

Der WWS-Hyundai #491 konnte sich unter schwierigen Bedingungen für die Pole-Position qualifizieren. Mertens übernahm den Start des Rennens von der Spitze des Feldes und führte in seinen Stint souverän die Klasse an. Strube stieg dann ins Cockpit und setzte diese Leistung weiter fort, wo ihm ein Fehler unterlief. Er übersah im Eifer des Gefechts eine Code-60 Zone und durchfuhr diese mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Sportkommissare gaben dem Team eine Zeitstrafe und Kurt Strube bekommt eine Sperre für die letzten beiden Rennen.

Foto: L. Rodrigues

Unbeirrt von diesen Umständen fuhr Daniel Mertens in der Schlussphase der vier Stunden nochmals hervorragend und der WWS-Hyundai #491 überquerte als Klassenerster die Ziellinie. Aufgrund der Zeitstrafe freute sich das familiäre Team letztendlich über Platz drei in der hartumkämpften VT2-FWD, nach einem anstrengenden und emotionalen Wochenende in der Grünen Hölle.

Foto: L. Rodrigues

Der Teamchef sagte nach dem Rennen: „Nur dank meiner fleißigen und motivierten Mannschaft konnten wir am Samstag das Qualifying und somit das Rennen aufnehmen. Hier kann ich nicht genug Lob und Anerkennung an alle aussprechen! Auch während des Rennens klappten alle Boxenstopps reibungslos, ich darf stolz auf die Crew sein, Danke!“

Mertens führt weiter aus: „Das wir schlussendlich den dritten Platz noch erzielen konnten und wir somit weiterhin die Klasse anführen freut mich sehr, nun suche ich dringend einen entsprechenden Piloten, der an meiner Seite bis zum Saisonende um den Klassensieg für das Team kämpfen möchte. Wer sich dieser Herausforderung stellen möchte, um mit mir zu Saisonende den Klassensieg zu feiern kann sich zeitnah melden!“

Abschließend betont der Teamchef: „Wir haben Kurt als konstanten und schnellen Fahrer in diesem Jahr kennengelernt. Er ist immer besonnen am Steuer, brachte den WWS-Hyundai immer ohne Kratzer ins Ziel und schlug nie über die Stränge. Leider ist ihm dieses Mal ein Fehler unterlaufen, der sicherlich nicht beabsichtigt war. Er hat auch in Zukunft mein volles Vertrauen und ich würde mich sehr freuen, wenn wir die so erfolgreiche und freundschaftliche Kooperation in der nächsten Saison fortführen dürfen.“

Foto: L. Rodrigues

Kurt Strube: „Nach der Pole-Position und einem hervorragenden Start von Dany lief das Rennen sehr gut und ich konnte seine Führung verteidigen bis ich einen Fehler gemacht hab. Diesen Verstoß sehe ich ein und bitte um Entschuldigung. Die Sicherheit der anderen Teilnehmer und besonders der Helfer an und auf der Strecke in einer Code-60 Zone hat höchste Priorität. Es tut mir sehr leid, dass ich hier gegen die Regeln verstoßen habe. Unser WWS Hyundai kam als Erster ins Ziel und wegen der Zeitstrafe fielen wir auf Platz drei zurück. Sehr schade für das Team, das einmal mehr in einer Nachtschicht unglaubliches geleistet hat! Leider kann ich Mertens Motorsport bis zum Saisonende nun nicht mehr aktiv unterstützen.“

Foto: L. Rodrigues

Er betont abschließend: „Ich wurde von Mertens Motorsport so herzlich aufgenommen, Daniel hat ein starkes und loyales Team aufgestellt und wir durften in dieser Saison, trotz Rückschlägen schon einige Erfolge feiern. Er hat mir in dieser Zeit wertvolles Wissen vermittelt und ich konnte mich kontinuierlich verbessern. Sollte ich wirklich 2022 nicht mehr fahren dürfen, so hoffe ich, dass er schnell einen guten Partner für die letzten zwei Läufe findet, damit er und das Team am Ende den wohlverdienten Sieg in der VT2-FWD feiern kann.“

Foto: L. Rodrigues

Mit dem achten Saisonlauf, dem PAGID Racing 46. DMV Münsterlandpokal am Samstag, den 22. Oktober sollte die NLS 2022 ursprünglich enden. Doch nachdem der zweite Lauf Anfang April aufgrund des Wetters abgesagt wurde, stehen die finalen Platzierungen erst am 5. November nach dem 46. NIMEX DMV 4h-Rennen fest.

Quelle: Pressemitteilung WWS Strube GmbH / Mertens Motorsport

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