Das ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, der Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie, endete für das Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) mit einer Enttäuschung. Schon nach der ersten Runde des Rennens war der Ferrari 488 GT3 von Georg Weiss, Leonard Weiss und Jochen Krumbach infolge zweier Kollisionen ausgeschieden.

Krumbach hatte den Ferrari von „WTM powered by Phoenix“ im Qualifying bei abtrocknender Strecke auf die achte Position gestellt. Das Team war zuversichtlich, im Rennen ein Wörtchen weit vorne im Klassement mitreden zu können, denn der Bolide war von Phoenix Racing perfekt abgestimmt worden.

Doch schon beim Start wurden alle Pläne durchkreuzt. Krumbach wurde bereits in der ersten Kurve von einem Konkurrenten getroffen, was einen Reifenschaden nach sich zog. Er kam über eine „kurze“ Runde an die Box zurück. Der Reifen wurde gewechselt und Krumbach fuhr wieder raus. Er befand sich nun am Ende der zweiten Startgruppe, die gerade auf die Reise geschickt wurde.

Am Ende der ersten Runde gab es im Streckenabschnitt Galgenkopf eine schwer durchschaubare Szene. Krumbach befand sich in einem Zug aus mehreren Fahrzeugen, die auf eine „Code 60“ zufuhren. Diese wurde mit der grünen Flagge gerade aufgehoben, als das Fahrzeugpaket ankam. Allerdings wurden am nächsten Streckenposten wieder gelbe Flaggen gezeigt. Zusätzlich befanden sich noch einige vorausfahrende Fahrzeuge in der „Code 60“, die am Streckenposten vorbeigefahren waren, bevor die grüne Flagge geschwenkt wurde. So waren plötzlich Fahrzeuge an derselben Stelle auf der Strecke mit allen möglichen Geschwindigkeiten unterwegs. Einige bremsten, andere beschleunigten, manche fuhren noch mit 60 km/h.

Krumbach hatte keine Chance mehr, langsamen Fahrzeugen auszuweichen, weil er sie im Pulk nicht sehen konnte. Eine unglückliche Kollision mit einem Porsche Cayman zerstörte die Radaufhängung vorne rechts. Er konnte den Ferrari zwar noch an die Box schleppen, eine Reparatur war aber nicht mehr möglich.

Stimmen nach dem Rennen

Foto: L. Rodrigues

Georg Weiss (Teambesitzer und Fahrer Ferrari 488 GT3 #22): „Ein Langstreckenrennen in der ersten Runde beenden zu müssen, ist immer ärgerlich. Richtig ärgerlich wird es, wenn man selbst dafür nicht viel dafür kann. Einige meinen wohl, das 6-Stunden-Rennen in der ersten Kurve gewinnen zu müssen. Wenig Verständnis habe ich dafür, dass der Vorfall nicht geahndet wurde, wenn man bedenkt, dass wir bei NLS6 für eine weitaus harmlosere Kollision eine Stop-&-Go-Strafe bekommen haben.“

Leonard Weiss (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22): „Leider kann nicht viel zum Rennen sagen, weil ich nicht zum Fahren gekommen bin. Ich finde es allerdings sehr schade, weil ich am Freitag mit dem Auto hervorragend zurechtgekommen bin und Jochen sich ebenfalls sehr wohlgefühlt hat. Schade, dass wir nicht sehen können, wo wir ausgekommen wären. Das muss die schlimmste erste Runde gewesen sein, die wir jemals gehabt haben. Jochen konnte in beiden Fällen nichts dafür. Da scheinen einige in der Situation überfordert gewesen zu sein.“

WTM Racing Ferrari 488 GT3 Evo NLS 6 2021 Jochen Krumbach Leo Weiss
Foto: L. Rodrigues

Jochen Krumbach (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22): „Der Start war ganz okay. Ich habe beim Einlenken in die erste Kurve bereits sehr viel Platz gelassen, weil wir das Auto über die sechs Stunden schonen wollten. Dann habe ich einen vollen Schlag in die Seite bekommen. Dadurch hatte ich einen Reifenschaden vorne rechts. Nach dem Boxenstopp hing ich in der zweiten Startgruppe. Das hat gut funktioniert, bis im Galgenkopf eine Code-60-Phase aufgehoben wurde. Wie es scheint, waren davor noch Fahrzeuge unterwegs, für die die Code 60 noch nicht aufgehoben war. Da ich in einem Zug beschleunigender Fahrzeuge hing, hatte ich leider keine Chance, die langsameren Fahrzeuge zu sehen. Wir müssen uns um die Regeln bei der Aufhebung von Code 60 Gedanken machen.“

Quelle: Pressemitteilung WTM Racing

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