Bereits vor einer Woche kündigte Georg Weiss den Rückzug seines Wochenspiegel Team Monschau (WTM) aus der VLN an. Nun stellt der Teamchef die Pläne für die kommende Saison vor.

In einer offiziellen Meldung verkündet Georg Weiss am Sonntag den endgültigen Rückzug aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring an und stellt dabei den Fahrplan für 2019 vor.

Nach vielen Jahren verlässt Weiss nun also die Nordschleife und begibt sich in internationale Gewässer. Als Grund gibt er „den Umgang der VLN-Führung mit den neuen Vorgaben des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) und des Automobil-Weltverbands FIA zur Balance of Performance (BoP) an“. Seine langjährigen Kollegen Jochen Krumbach und Oliver Kainz folgen Weiss bei seinen neuen Abenteuern.

„Es ist uns ein Rätsel, wie die VLN-Führung mit diesem Thema umgeht“, sagt Teamchef Georg Weiss. „Statt Transparenz in das Thema zu bringen, ducken sich die Verantwortlichen weg und lassen die Teams ins offene Messer laufen.“ So hat die VLN angekündigt, bei den ersten Läufen erst einmal Daten über die Leistungen der Fahrzeuge in den kleineren Klassen zu sammeln statt diese ebenfalls einzubremsen. „Diese Daten existieren längst aus den letzten Jahren“, so Weiss.

„Man erkennt, dass die VLN nicht gewillt ist, die GT3 als Topklasse zu erhalten. Dabei zeigt die Unfallbilanz deutlich, dass die GT3-Fahrzeuge gar nicht das Problem sind. Die meisten Unfälle gibt es in kleineren Cup-Klassen. Dass nur zwei Wochen vor dem Saisonstart ganze Fahrzeugklassen ohne Kompensation so eingebremst werden, ist ein beispielloser Akt, der an Respektlosigkeit den Teams gegenüber nicht zu überbieten ist.“

WTM Racing wird in der Saison 2019 ein neues Programm fahren. Die zwei Ferrari 488 GT3 werden bei fünf Langstreckenrennen der 24h-Series powered by Hankook an den Start gehen. Darüber hinaus wird ein Fahrzeug zusätzlich zwei Rennen zur Intercontinental GT Challenge (IGTC) bestreiten. Die 24 Stunden von Spa-Francorchamps zählen gleichzeitig zur Blancpain-GT-Serie. In diesen sieben Rennen wird WTM Racing mehr Kilometer zurücklegen als in einer kompletten Saison auf der Nürburgring-Nordschleife.

Die folgenden Termine wird die Kultmannschaft 2019 wahrnehmen:
29./30. März 2019: 12 Stunden von Mugello (24h Series)
19./20. April 2019: 4+8 Stunden von Spa-Francorchamps (24h Series)
24./25. Mai 2019: 12 Stunden von Brünn (24h Series)
5.-7. Juli 2019: 24 Stunden von Portimao (24h Series)
25.-28. Juli 2019: 24 Stunden von Spa-Francorchamps (IGTC, Blancpain GT Series)
30. August – 1. September 2019: 24 Stunden von Barcelona (24h Series)
21.-23. November 2019: 9 Stunden von Kyalami (IGTC)

Als Fahrer kommen bei den fünf Rennen der 24h-Series powered by Hankook auf dem ersten der beiden Ferrari Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Daniel Keilwitz zum Einsatz. Mit einem weiteren Fahrer wird derzeit verhandelt. Das zweite Fahrzeug werden sich Georg Weiss, Leonard Weiss, Nico Menzel und Neuzugang Hendrik Still teilen.

„Wir haben viel Spaß bei unseren bisherigen Rennen der Creventic-Serie gehabt“, sagt Georg Weiss. „Ich denke, wir sind gut aufgestellt. Natürlich wird es nicht so sein, dass wir ankommen und das ganze Feld umkrempeln werden. Denn auch in der Creventic-Serie arbeiten hochprofessionelle Teams. Es wird genauso hart gekämpft wie auch auf der Nordschleife. Nur eben mit der Original-FIA-Einstufung der Fahrzeuge.“

Bei den zwei IGTC-Rennen wird WTM Racing mit einem Fahrzeug in der Kategorie „Am“ an den Start gehen und dort um den Klassensieg kämpfen. Die Fahrer für die Rennen in Spa-Francorchamps und Kyalami werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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