Für das Team Joos Sportwagentechnik verlief das Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring nicht ganz nach Wunsch. Als Meisterschaftszweite angereist konnten Christian Engelhart und Ayhancan Güven mit den Rängen 5 am Samstag und 14 am Sonntag zwar wichtige Meisterschaftspunkte sammeln, fielen in der Gesamtwertung aber auf Rang drei zurück.

Mit konstant guten Leistungen hat sich das junge Team Joos Sportwagentechnik in den letzten Monaten als Mitfavorit in der Meisterschaft des ADAC GT Masters etabliert. Vor dem Rennwochenende auf dem Nürburgring lag das Fahrerduo Christian Engelhart und Ayhancan Güven auf dem zweiten Meisterschaftsrang, punktgleich mit dem Führenden.

Am Samstag gelang dem türkischen Porsche-Fahrer mit dem dritten Rang im Qualifying ein Glanzstück, da die Sprintstrecke des Nürburgrings dem Porsche nicht unbedingt auf den Leib geschneidert ist. Im Rennen hielt Güven den Kontakt zur Spitze bis zur Rennmitte. Eine Safetycarphase kurz vor dem Boxenstopp brachte viel Unruhe ins Feld. Der Stopp verlief nicht optimal und Christian Engelhart, der von Güven übernommen hatte, verlor viele Plätze. In der Folge kämpfte sich der Porsche-Fahrer mit einer bärenstarken Leistung wieder bis auf den fünften Rang nach vorn.

Foto: L. Rodrigues

Am Sonntag lief es im Qualifying nicht optimal. Obwohl Christian Engelhart alles aus seinem Porsche 911 GT3 R herausholte und eine fehlerfreie Runde auf den Eifel-Asphalt legte, stand am Ende nur der 11. Startplatz zu Buche. Der Rennstart verlief chaotisch. Vor Engelhart wurde während der Startphase gebremst. Dadurch musste der Porsche-Fahrer ebenfalls abbremsen und seine Spur verlassen, um eine Kollision zu vermeiden. In der Folge verlor Engelhart nicht nur viele Plätze, sondern handelte sich auch eine umstrittene Strafe ein, die weitere Zeit kostete. Ayhancan Güven konnte in der Folge nur noch versuchen, Schadensbegrenzung zu betreiben und fuhr nach harten Positionskämpfen als 13. über die Ziellinie.

In zwei Wochen geht die Saison des ADAC GT Masters in die entscheidende Phase. Auf dem Lausitzring findet das fünfte von sieben Rennwochenenden statt. Das Team Joos Sportwagentechnik wird dann wieder voll im Meisterschaftskampf angreifen. Momentan liegen Engelhart und Güven punktgleich auf Rang drei und haben 24 Punkte Rückstand auf den Führenden.

Foto: Axel Weichert

Michael Joos, Teamchef: „Das Wochenende lief nicht nach Wunsch. Am Samstag hat uns die Safetycar-Phase vor dem Boxenstoppfenster eine Top-Position gekostet. Am Sonntag hatte Christian Pech beim Start, der sehr chaotisch ablief. Er hat nur versucht, eine Kollision zu vermeiden und sich dadurch eine in meinen Augen ungerechtfertigte Strafe eingehandelt. Wir geben aber nicht auf und werden in den letzten sechs Rennen weiter voll angreifen!“

Christian Engelhart, Fahrer: „Wir hatten uns sicher mehr erhofft dieses Wochenende. Nach den sehr guten Ergebnissen in den freien Trainings und dem dritten Platz im Samstags-Qualifying waren wir sehr optimistisch. Leider ist im ersten Rennen der Boxenstopp etwas unglücklich verlaufen, was uns einige Plätze gekostet hat. Am Sonntag war es für uns bereits im Qualifying sehr schwierig. Ich habe alles aus unserem Paket herausgeholt, aber mehr als Rang 11 war nicht drin. Der Start war dann extrem chaotisch. Vorn wurde plötzlich gebremst, was uns viele Plätze gekostet hat und wir haben auch eine Strafe bekommen. Das hat uns zu einer Aufholjagd gezwungen. Wir haben viel gekämpft, überholt und am Ende trotzdem nur den 13. Platz errungen. Aber die Saison ist noch lang und am Lausitzring wartet die nächste Chance. Wir werden alles geben!“

Quelle: Pressemitteilung Joos Sportwagentechnik

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