Das Fahrzeug rund um Vater-Sohn-Driftergespann Werner und Moritz Gusenbauer ging gut vorbereitet nach dem Klassensieg beim 7. Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft an den Start. Als zusätzlicher Fahrer im Team NIGRIN Motorsport konnte dem jungen Nordfriesen Niklas Meisenzahl ein Platz angeboten werden.

Niklas ist hauptberuflich Instruktor sportiver Fahrtrainings namhafter Premiumhersteller und verfügt über ausreichend Fronttriebler Erfahrung um den TCR bändigen zu können.
Nach rund zwei Jahren hieß es für Meisenzahl wieder „Vollgas“ in der grünen Hölle!

Aus Aufwands- und Risikogründen wurde auf die Teilnahme bei den Freitagsfahrten verzichtet und weiterhin das Tanksystem optimiert, in welchem unerklärlicherweise Fremdschmutz sämtliche Filter zusetzte und Motoraussetzer zur Folge hatte. Die perfekte Fahrwerkseinstellung und offensichtlich schonende Fahrweise der beiden Stammpiloten Oestreich und Gusenbauer beim letzten Rennen führten dazu, dass die bereits eingesetzten Reifen erfreulicherweise erneut verwendet werden konnten. Somit konnte sehr zuversichtlich bei perfekten Bedingungen das Zeittraining pünktlich aufgenommen werden.

Um „Frischling“ Niklas möglichst viel Fahrzeit zum Eingewöhnen zu ermöglichen, begnügte sich Werner auf das Aufwärmen der Reifen bei seiner Pflichtrunde. Moritz hatte bei seiner Qualirunde leider zwei Code60-Zonen sowie viel Verkehr, sodass die Trainingszeit sehr „moderat“ ausfiel. Niklas gewöhnte sich dennoch sehr rasch an den Kraftzwerg und war sichtlich beeindruckt wie raketenartig sich der TCR Golf GTI aus allen Ecken katapultierte.

Meisenzahl zu seinen ersten Runden im VW Golf GTI TCR: „Intensive Vorbereitungen in Form von Briefings mit den Stammfahrern Werner Gusenbauer und Moritz Oestreich und Auswertungen von Onboard Aufnahmen ließen die Freude auf die ersten Meter im TCR Golf definitiv stetig wachsen, aber nach den ersten beiden Runden war ich umso mehr begeistert von unserem Auto! Knapp 1.200 kg, rund 350 PS und die neue DREXLER Differentialsperre in Kombination mit den Dunlop Rennreifen lassen ein Rennfahrerherz auf jeden Fall höher schlagen!“

Werner übernahm das Lenkrad des Golf nach dem Startstint von Moritz, spulte 9 Runden sauber ab und vergrößerte den Vorsprung mit konstanten Zeiten – trotz vieler Unfälle auf der Strecke und diverser Code60-Phasen. Mit perfekter 2-Stop-Strategie konnte Niklas die Pace seiner Vorgänger fast nahtlos fortsetzen und somit einen überlegenen Sieg in der starterseitig gegenüber der TCR Klasse sogar stärker besetzten SP3T herausfahren. Haarig wurde es in der vorletzten Runde als ein anderer Fahrer Niklas an der Steilstrecke voll in die Hinterachse fuhr, dieser aber extrem flink reagierte und den Golf wieder in die Spur brachte.

In der TCR Klasse hätte es zu P2 gereicht, insgesamt konnte die Mannschaft einen hervorragenden 28. Gesamtrang rausfahren. Startfahrer Moritz übernahm erneut das Steuer und „pflügte“ nach perfektem Start förmlich durch das gesamte Feld, mit atemberaubenden Überholmanövern. Bald hatte der Junior erneut Anschluss an die im Feld vorne liegenden TCR Fahrzeuge. Der junge Ingenieur und Reifenspezialist fuhr bemerkenswert schnelle Zeiten mit gebrauchten Reifen – nur 7 Zehntel über der schnellsten Runde des TCR-Führenden von 8:52,5 Minuten.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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