Die WEC zeigte in Shanghai ein aggressives und kampfbetontes Rennen. Während Toyota siegt, knallen bei Porsche die Sektkorken.

Sébastien Buemi/Anthony Davidson/Kazuki Nakajima heißen die Sieger der 6h Shanghai. Das Toyota-Trio gewinnt deutlich vor den beiden Porsche 919 von Brendon Hartley/Timo Bernhard/Earl Bamber sowie dem Schwesterwagen von Neel Jani/André Lotterer/Nick Tandy. Doch für Porsche gibt es trotzdem Grund zu feiern: Bereits vor dem Finale in Bahrain sind Hartley/Bernhard/Bamber die neuen Weltmeister in der Topklasse. Zusätzlich gewinnen die Zuffenhausener die Konstrukteurswertung. Für Toyota hätte es einen Doppelsieg werden können. Ca. 40 Minuten vor Schluss führte José María López das Rennen deutlich an, kollidierte aber im Überrundungsverkehr mit dem Porsche 911 RSR von Richard Lietz aus der GTE-Pro und verlor daraufhin 15 Minuten was gleichbedeutend ist mit 7 Runden, da seine Aufhängung am Toyota TS050 getauscht werden musste.

Foto: S. Schneider

In der LMP2 triumphiert die Schweizer Rebellion-Mannschaft. Bruno Senna/Julien Canal/Nicolas Prost überqueren nach 6 Rennstunden als erste in der Klasse, welche im Rennverlauf hart umkämpft war, die Ziellinie. Gustavo Menezes/Nicolas Lapierre/André Negrao werden im zum Alpine umgelabelten Oreca 2., ehe das Podest vom 2. Rebellion von Mathias Beche/David Heinemeier Hansson/Nelson Piquet Jr. komplettiert wird. Piquet Jr. setzte sich erst kurz vor Schluss gegen den Jackie Chan DC Racing Oreca von Ho Pin Tung/Thomas Laurent/Oliver Jarvis durch, welche mit stark abbauenden Reifen zu kämpfen hatte. Die Mannschaft von Hollywood-Star Chan verliert damit auch die Tabellenführung in der LMP2 an die siegreiche Rebellion-Mannschaft.

Foto: S. Schneider

In der GTE-Pro triumphier Ganassi Racing mit dem Ford GT. Die beiden Briten Andy Priaulx/Harry Tincknell setzen sich nach einem hart umkämpften Rennen durch. Doch das Ford-Duo hatte Glück zu siegen. Ca. 40 Minuten vor Rennende holte Richard Lietz im Porsche 911 RSR gewaltig auf und war drauf und dran die Führung zu übersehen, doch dann kollidierte José María López im LMP1 Toyota mit dem Österreicher im Manthey Porsche und kosteten dem Porsche viel Zeit. Der Österreicher Lietz und Frédéric Makowiecki können sich trotzdem noch zum 2. Rang in der Klasse retten. Das Podest wird komplettiert von den Tabellenführern James Calado/Alessandro Pier Guidi im, von AF Corse eingesetzten, Ferrari 488. Während Aston Martin gestern im Qualifying Ton angebend war, konnten die Briten den Speed nicht über die 6h Renndauer mitnehmen. Die Polesetter Nicki Thiim/Marso Sörensen wurden im Vantage nur 5. Kevin Estre/Michael Christensen im 2. Manthey Porsche waren zum Rennbeginn in der Klasse tonangebend und dominant, doch nach nur 65 Runden musste Estre den spektakulären Porsche mit einem Motorschaden abstellen.

Foto: M. Brückner

Während man in der GTE-Pro Probleme hatte, kann Aston Martin zumindest in der GTE-Am den Sieg holen. Paul Dalla Lana/Pedro Lamy/Mathias Lauda triumphieren nach 6 Rennstunden in China und können vor dem Finale in Bahrain die Tabellenführung übernehmen. Ben Barker/Nick Foster/Khalid Al-Qubaisi im Gulf Racing Porsche 911 RSR laufen auf dem 2. Platz in der Klasse ein. Komplettiert wird das Podest von einem deutschen Team – der Dempsey-Proton Racing Porsche 911 RSR von Christian Ried/Marvin Dienst/Matteo Cairoli überquert als 3. in der GTE-Am die Ziellinie.

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Als wandelndes Motorsportlexikon hat Jonas seine Nase überall drinstecken, wo Motorsport drauf steht. Neben seinem Interesse für GT-Fahrzeuge - hier ist sein eigenes Magazin GT-place.com zu empfehlen - hat Jonas vorallem ein Fabel für den Breitensport wie die VLN oder NES500, die WEC oder Tourenwagensport wie die Supercars.
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