Die amtierenden Weltmeister Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AU) starten von Platz eins zum achten und vorletzten Lauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Shanghai.

Pole Position für Porsche

WEC: Porsche 919 Hybrid Pole Position in Shanghai

Die aktuellen Tabellenführer Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) nehmen das Sechsstundenrennen am Sonntag von Startplatz sechs in Angriff. Es ist die dritte Poleposition für den Porsche 919 Hybrid in der laufenden Saison, in Spa und in Le Mans war der gut 900 PS starke Rennwagen ebenfalls von Platz eins gestartet. Seit seinem Debüt im Jahr 2014 hat der 919 nun 15 Qualifying-Bestzeiten auf dem Konto; acht davon entfallen auf das Trio Bernhard/Hartley/Webber.

In der WEC zählt der Durchschnitt der jeweils schnellsten Runde von zwei Fahrern für die Startaufstellung. In China waren Hartley/Webber (Startnummer 1, Platz 1, 1.44,462 Minuten) und Jani/Lieb (Startnummer 2, Platz 6, 1.45,051 Minuten) die Qualifying-Fahrer. Für zusätzliche Spannung sorgte der Umstand, dass beiden Fahrern, die zuerst am Steuer waren, die jeweilige Rundenzeit gestrichen wurde. Im Fall von Hartley wegen Überfahrens der Streckenbegrenzung in der letzten Kurve, bei Lieb wegen leichtem Überschreiten des erlaubten Kraftstoffverbrauchs. Beide erhielten für ihre jeweils zweite Runde noch einmal frische Reifen.

Platz 2 geht an Toyota – nur 0,060 sec hinter der Pole

TOYOTA GAZOO Racing errang in einem unglaublich spannenden Qualifying zum Sechs-Stunden-Rennen von Shanghai einen Startplatz in der ersten Reihe der Startaufstellung zum morgigen vorletzten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2016. Der TS050 HYBRID mit der Startnummer fünf, morgen mit Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima am Start, unterlag dem Porsche mit der Startnummer eins um gerade einmal 60 Tausendstel einer Sekunde und qualifizierte sich so für die zweite Startposition. Die ersten sechs Fahrzeuge trennten am Ende nur 589 Tausendstel.




Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi kämpften im TS050 HYBRID #6 ebenfalls mit um die Pole Position und den dafür vergebenen Bonus-WM-Punkt. Das derzeit in der Fahrer-WM zweitplatzierte Trio wird morgen von Startplatz vier aus ins Rennen gehen. Das Qualifying war von der ersten Minute an spannend, als Sébastien und Mike am Steuer ihres jeweiligen TOYOTA das Zeittraining als Mitfavoriten um die Pole Position angingen. Als Kazuki und Stéphane übernahmen, wurde schnell klar, dass die Strecke zunehmend schnellere Zeiten erlaubt, so dass Sébastien und Mike anschließend die Gelegenheit erhielten ihre vorgelegten eigenen Rundenzeiten zu verbessern.

Dies machte deshalb Sinn, weil im Qualifying der Schnitt der besten Rundenzeiten eines jeden Fahrers gilt und die Zeitabstände unter den Schnellsten heute so knapp ausfielen. Die Jagd auf die Pole Position blieb so bis zur letzten Minute spannend. Sébastien fuhr die schnellste Zeit eines TS050 HYBRID und verpasste die Bestzeit um ein Wimpernschlag, nämlich 0,060 Sekunde, was in Wegstrecke umgerechnet auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit drei Meter Rückstand bedeuten. Mike hatte das Pech auf langsamere Fahrzeuge zu treffen und verpasste dadurch die Pole um 348/1000, jedoch blieb die #6 mit einem Startplatz in der zweiten Reihe gut positioniert für die morgige Sechs-Stunden-Schlacht um den Sieg. Zur Erinnerung: Letzten Monat reichte der #6 diese Startposition aus, um auf dem Fuji Speedway zu siegen.

Das Fahrertrio der #6 kämpft um den Fahrertitel und geht morgen vor den Tabellenführenden im Porsche #2, die sich für Startplatz sechs qualifizierten, ins Rennen.

Startreihe zwei und drei für Audi

Audi R18 e-tron 6h Rennen von Shanghai

Auch wenn Audi beim achten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Shanghai von den Plätzen drei und fünf startet, bleibt die Marke mit den Vier Ringen mit bislang fünf Trainingsbestzeiten in diesem Jahr bester Hersteller im Qualifying.

Eine Serie ist gerissen: Nach vier Pole-Positions in Folge musste sich Audi in Shanghai erstmals seit Juni im Kampf um die besten Plätze in der Startaufstellung geschlagen geben. Ausschlaggebend war jedoch nicht nur die reine Leistung, sondern auch fehlendes Glück. „Loïc Duval war gezwungen, an einer ungünstigen Stelle einen Gegner zu überholen. Das hat ihn wertvolle Zeit gekostet“, sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Deshalb sind wir ein wenig enttäuscht. Positiv ist, dass beide Fahrermannschaften mit der Balance ihrer Rennwagen zufrieden sind. Das ist es, was morgen zählt.“




Stefan Dreyer, Leiter LMP von Audi Sport, fasste das Abschlusstraining positiv zusammen: „Die Bestzeit wäre heute möglich gewesen, aber leider hat Loïc Duval keine freie Runde erwischt. Beide Audi R18 liefen in den Trainings am Samstag rund. Nach unseren bisherigen Trainings habe ich ein gutes Gefühl. Wir wissen, dass ein sehr anspruchsvolles Rennen vor uns liegt.“
Der Start zum 6-Stunden-Rennen ist am Sonntag um 11.00 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr MEZ). Eurosport bietet auf seiner deutschen Website einen kostenlosen Video-Livestream für das gesamte Rennen und überträgt die Schlussphase (8.30 bis 10.15 Uhr MEZ) live auf Eurosport 1.

Highlights des Qualifying

Zusammengefasst in einem Video der WEC

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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Ein Kommentar zu “WEC: 6 Stunden von Shanghai – Qualifying

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