Mit der Corvette C8.R scheint Corvette Racing ein echtes Meisterwerk gelungen zu sein. Nur in der WEC kann die Sportwagenschmiede noch keinen wirklichen Treffer landen. Das scheint sich jedoch zu ändern.

Wie die Kollegen von sportscar365 am Rande des Roar Before the Rolex 24 am vergangenen Wochenende erfahren haben, bekunden gleich zwei Teams Interesse an dem amerikanischen Sportwagen. Mit MTEK und Keating Motorsports zeigen sich zwei Urgesteine des GT-Motorsports offen gegenüber einem Einsatz der traditionell gelben Flunder.

Während Ernest Knoors – Teamchef der ehemaligen BMW-Werksmannschaft MTEK – sein Interesse noch noch dementiert, zeigt sich Ben Keating – – offen gegenüber Verhandlungen und einem Einsatz.

Auf die Frage von Sportscar365, ob ein Corvette-Programm in Betracht gezogen werden könne, lehnte Knoors eine Stellungnahme zum aktuellen Zeitpunkt ab, obwohl bekannt ist, dass sein Team weiterhin an Optionen für die Rückkehr in die FIA-WEC arbeitet.

„Letztendlich denke ich, dass wir aus dem letzten Programm gelernt haben, dass es richtig gemacht werden muss“, sagte Knoors gegenüber den Kollegen.

„Unter den richtigen Umständen wäre es [ein GTE-Kundenprogramm] etwas, das wir gerne tun würden.“

Keating, der derzeit mit Project1 im Porsche 911 RSR die WEC GTE-Am-Punkte-Wertung anführt, hat ebenfalls Interesse für die Saison 2020/21 gezeigt. „Ich habe immer gesagt, dass ich gerne Rennen fahre…“, wird Keating zitiert. „Ich denke, es wäre unglaublich, mit der neuen C8.R zu fahren. Wenn GM ein Auto in WEC will, würde ich gerne ein Teil davon sein.“ setzt der Amerikaner fort.

„Ich denke, ich würde die Marke sehr gut repräsentieren. Es scheint verrückt zu sein, darüber nachzudenken, aber es wäre großartig.“

Auch Doug Fehan, Programmmanager von Corvette Racing, ist interessiert an Gesprächen mit Kundenteams. Obwohl es zeitlich sehr eng werden könnte.

Der Hersteller verfügt derzeit über drei Corvette C8.R, deren Testchassis voraussichtlich für die Lone Star Le Mans WEC-Runde im kommenden Monat auf dem Circuit of The Americas zum Einsatz kommen wird.

„Wie schnell wir eine bauen könnten? Diese Dinge brauchen Zeit zum Bauen. Es ist nicht so, als hätten wir eine Montagelinie eingerichtet.“, gesteht Fehan.

Fehan bestätigte, dass man in den vergangenen Jahren immer wieder nahe an einem Vollzeit-WEC-Kundenteam war, nachdem Larbre Competition 2016 die Segel strich.

„Wir haben in den letzten vier oder fünf Jahren hart gearbeitet, um jemanden zu finden, der in der WEC fahren könnte. Wir sind ein paar Mal näher gekommen.“, sagte er weiter.

„Wir hatten intensive Gespräche mit Jack [Leconte]. Doch er beschloss eine anderen Weg einzuschlagen.

„Jan [Magnussen] hat sehr hart gearbeitet. Er hatte ein paar Leute angestellt, die uns ziemlich nahe gekommen waren, einen Deal für die letzte Saison zusammenzustellen. Aber es ist nichts zustande gekommen.“

Aber Fehan gibt nicht auf: „Wir haben unseren Kopf nicht in den Sand gesteckt. Wir haben versucht jede Chancen zu nutzen um etwas auf die Beine zu stellen.“

In der Zwischenzeit erklärte Knoors, er müsse sich bis Ende Januar für ein Programm entscheiden, um in die WEC-Saison 2020/21 einzutreten.

Kein Werkseinsatz der C8.R geplant

So hat es Fehan vorerst abgelehnt, ein vollständiges Herstellerprogramm in der WEC zu fahren. Als Grund dafür wird die Finanzierung genannt, die unterschiedlich in dem multinationalen Unternehmens aufgestellt ist.

„Das [IMSA- und Le Mans-Programm] wird von GM Nordamerika finanziert. General Motors auf den anderen Kontinenten sind separate Unternehmen.

„Zwar antworten alle demselben Chef, aber es sind unterschiedliche und eigenständige Unternehmen und haben unterschiedliche Strukturen und Budgets.“

Da das Corvette-Straßenfahrzeug erstmals mit Rechtslenkung angeboten und die Produktion im Werk in Bowling Green (Kentucky/USA) kürzlich erhöht wurde, deutete Fehan an, dass es das Interesse anderer Regionen wecken könnte, ein solches Programm zu unterstützen in der Zukunft.

„Es gibt dort jetzt mehr Potenzial als bisher“, sagte er abschließend.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner
Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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