Das Team Octane126 aus der Schweiz überquerte mit hauchdünnem Vorsprung am 12. Juli 2020 beim dritten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie mit dem Ferrari 488 GT3 als Sieger die Ziellinie. Nur wenige Stunden später wurde der Sieg aberkannt und das Fahrzeug disqualifiziert. Grund war ein nicht registrierter Reifen hinten links am Auto. Die Equipe aus Wallisellen sowie der Reifenhersteller Goodyear legten Berufung gegen den Entscheid der Disqualifikation beim DMSB Sportgericht ein.

Octane126 teilte im Nachgang mit: „Nach intensiver Rücksprache und Aufklärung mit unserem Reifenhersteller Goodyear konnte festgestellt werden, dass das Team octane126 an diesem Fall keine Schuld trifft. Dies bestätigte auch der Reifenhersteller und fügte hinzu, dass man durch die Bereitstellung verschiedener Informationen nachweisen und bestätigen kann, dass es sich bei dem eingesetzten Reifen um das Äquivalent zum in Box 1 hinterlegten Reifen handelt. Der Einsatz eines illegalen Reifen wird somit entschieden und strikt von allen Parteien abgewiesen.“

Seitdem ist es still um das Thema geworden, auch beim vierten Lauf war Octane126 nicht am Start. Wir fragten bei dem Team nach dem Stand der Dinge und bekamen dieses Statement:

octane126 Ferrari 488 GT3 NLS 2020
Foto: 1VIER.com

„Vielen Dank für Ihre Nachfrage. Das Ergebnis der Berufung ist noch offen. Ende August werden sich die Parteien zur offiziellen Gerichtsverhandlung treffen. Anschliessend können wir Sie über die nächsten Schritte und Entscheidungen informieren.“

Luca Ludwig, der auch beim dritten Lauf der NLS mit am Steuer saß gab über seinen Facebook Kanal bereits bekannt, dass er beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 29. August 2020 wieder im Cockpit des Ferrari 488 GT3 Platz nehmen wird. Vermutlich wird eine Entscheidung des Gerichts die Tage davor fallen. Bis dahin ist das HRT-Haupt Racing Team mit dem Mercedes-AMG GT3 #16 weiterhin als vorläufiger Sieger des 52. ADAC Barbarossapreis.

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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