Vor wenigen Tagen präsentierte mathilda racing Teamchef Michael Paatz zusammen mit dem Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG, Christian Stephani, gemeinsam den neusten TCR-Boliden aus dem Hause Seat. Doch am Samstag den 01. August 2020 ging der Seat Cupra TCR #12 nicht ins Rennen. Grund hierfür war, laut der technischen Kommission die fehlende BoP (Balance of Performance) Einstufung.

Das Team teilte auf seinem Facebook Kanal mit:

Wie ihr im VLN-Stream bereits mitbekommen habt, werden wir das Rennen mit unserem neuen CUPRA nicht starten. Der Konflikt zwischen ADAC, VLN, WSC und DMSB hat heute seinen Höhepunkt erreicht und wurde auf dem Rücken von mathilda racing ausgetragen. In Zeiten von Corona gibt es keine offizielle Abnahme der Fahrzeuge, weswegen jedes Team für die Einhaltung der Bestimmungen und Regularien selbst verantwortlich ist. Fünf Minuten vor Beginn des Trainings wurde Teamchef Michael Paatz zu den Technischen Kommissaren beordert und darüber in Kenntnis gesetzt, dass der neue CUPRA mangels vorliegender „Balance of Performance“ (BoP) nicht eingestuft sei.

Leider hat der kurze Vorlauf nicht mehr gereicht, um das Auto, welches bereits das Training aufgenommen hatte, zu stoppen. Daher wurden wir disqualifiziert, obwohl aktuell nach Querprüfung alle notwendigen Dokumente für einen Start vorliegen. Leider haben sämtliche Diskussionen mit den Offiziellen keine Änderung zugelassen. Aus Sicht von Michael Paatz ist damit der letzte Funke Hoffnung für die TCR Klasse in der VLN erloschen. Wir sind sehr enttäuscht.

Seat Cupra TCR mathilda racing NLS 2020
Foto: L. Rodrigues

Der CUPRA TCR #806 landet nach mehreren Problemen schlussendlich auf dem sechsten Platz in der Klasse SP3T. Der Scirocco, der das Rennen in der teilnehmerstärksten Klasse VT2 bestreitet, fällt kurz vor dem Ende mit einem technischen Defekt aus.

mathilda racing VW Scirocco NLS 2020
Foto: L. Rodrigues

Zum 43. RCM DMV Grenzlandrennen sollten die amtierenden Meister der TCR Klasse, Matthias Wasel und Heiko Hammel antreten. Die TCR Klasse war mit nur vier Fahrzeugen deutlich geringer besetzt als im vergangenen Jahr, viele Rennteams entschieden sich inzwischen die Autos in der SP3T zu melden, da hier ein freieres Reglement für Setup und Reifen ist. Einen ausführlichen Rennbericht will mathilda racing zeitnah veröffentlichen.

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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