Drei der sieben GT3-BMW wurden am vergangenen Samstag wurden durch die Mannschaft von Herny Walkenhorst ins Rennen geschickt. Einer kam nur ins Ziel. Eine blaue Laterne konnte sich keiner verdienen.

Zugegeben: Walkenhorst Motorsport hat bei der Werksunterstützung durch den Hersteller keiner auf der Liste gehabt. In letzter Minute zündete BMW dann doch die Unterstützerrakete und stattete den 102er BMW M6 GT3 der Niedersachsen mit einem hochkarätigen Quartett aus. Ins Steuer des des Sechser griffen Fabian Schiller, Augusto Farfus, Christian Krognes und Markus Palttala. Das Ergebnis ließ aufgrund eines „Feindkontaktes“ zu wünschen übrig. Nach etwas mehr als vier Stunden stellte Markus Paltalla den Boliden an T13 – wenige Meter vor der rettenden Box ab.

Augusto Farfus: „Für mich ist die Arbeit in einer neuen Konstellation aus Fahrern, Fahrzeug und Team eine spannende Herausforderung. Ich hatte heute sehr viel Spaß auf der Strecke. Es ist immer etwas ganz Besonderes, auf der Nordschleife zu fahren. Wir haben am Shell BMW M6 GT3 noch einiges an Abstimmungsarbeit zu erledigen, konnten im Laufe des Qualifikationsrennens aber bereits viele wichtige Erkenntnisse gewinnen. Natürlich ist es schade, dass wir nach dem Unfall das Rennen nicht beenden konnten. Aber insgesamt ist mein Eindruck sehr positiv. Ich habe starke Fahrerkollegen, und die Jungs von Walkenhorst Motorsport machen einen großartigen Job. Ich freue mich schon sehr darauf, zum 24-Stunden-Rennen hierher zurückzukommen.“

Bester BMW im T30-Qualifying

Für eine Überraschung sorgte der in die Jahre gekommene Publikumsliebling der PP-Group. Der Z4 GT3 – pilotiert von den Altmeistern Jörg Müller und Rudi Adams, dem Youngster Alex Lambertz und dem Eigentümer Peter Posavac – wurde von Müller im Top-30 Qualifying am Sonntagmorgen auf dem 4 Platz ins Ziel gewuchtet. Damit stellte Müller im „Alteisen“ die gesamt BMW-M6-Prigade in den Schatten. Denn keiner der Münchner konnte dem Z4 die Position streitig machen. Leider hielt der Erfolg des z4 nur wenige Minuten an.

Bereits in der ersten Runde musste man den BMW einmal komplett abschalten und neustarten und fiel so von P4 auf den 22 Gesamtrang zurück. „Nach der Revision im Winter haben wir ein elektronisches Problem im Auto, welches uns immer wieder zum Neustart des Fahrzeugs zwingt.“ berichtet Posavac gegenüber LSR-Freun.de. „Jahrelang lief der „Zetti“ wie eine Eins. Und auf einmal – zwei Rennen hintereinander mit technischen Problemen am Start“. 70 Minuten vor Schluss dann eine herzzerreißende Szene für die Fans des Z4. Während man im Livestream die Onboard-Fahrt aus einem ROWE-BMW mitverfolgen konnte, tauchte im Kiesbett am Aremberg der schwarze Bolide auf. Rudi Adams, zwischenzeitlich auf Platz 14 vorgefahren, verlor das Fahrzeug im Abschnitt Aremberg mit technischen Problemen ins Kiesbett.

PP Group BMW Z4 GT3 #100 Qualifikationsrennen ADAC Zurich 24h 2018
Foto: M. Brückner

Für den zweiten M6 GT3 #101, bei dem Henry Walkenhorst, Jordan Tresson, Ralf Oeverhaus und Andreas Ziegler am Steuer saßen, sah es ganz gut aus. Dieser schlug sich von Platz 20 im Top-30 Qualifying auf Platz 9 ins Rennen. Die Fahreraufstellung vom M6 GT3 #101 hat Teamgeist und Leistung bewiesen und wird beim 24h Rennen dieselbe sein.

Walkenhorst Motorsport BMW M6 GT3 #101 "Playstation" Qualifikationsrennen ADAC Zurich 24h 2018
Foto: M. Brückner

Ohne Pokal geht keiner heim

Aber auch einen Pokal konnte man mit nach Hause nach Melle nehmen. Der M4 GT4 #74 „Knuffi“ bewies zusammen mit Thomas D. Hetzer, Nicolas Pohler, Raoul Owens und Florian Weber seine vielversprechende Leistung. Für das 24h Rennen in der SP10 schnappte sich der M4 GT4 #74 souverän den 1. Platz und stolzierte mit dem Sieger-Pokal nach Hause. Ein tolles Saison-Highlight für das gesamte Team.

Walkenhorst Motorsport BMW M4 GT4 #74 "Knuffi" Qualifikationsrennen ADAC Zurich 24h 2018
Foto: M. Brückner

Last but not Least! Der M235iR #238 vom Team Walkenhorst. Hier griffen Michael Mohr, Daniel McKay, Jean-Karl Vernay und Gordon Shedden ins Lenkrad. Das 4er-Fahrerteam fuhr den M235iR #238 auf Platz 6 in der CUP 5 Klasse ins Ziel. Eine tolle Leistung bei 14 Startern in der Klasse.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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