Harte und unzählige Strafen hagelte es am Samstag zum sechsstündigen Rennen auf dem Nürburgring, dem fünften Lauf der Langstreckenmeisterschaft. Ingesamt 29 Vergehen vermeldet der Motorsportbund während dem Rennen – darunter drei Entzüge der Nordschleifen-Permit.

Auch prominente Piloten bleiben von den Bestrafungen nicht verschont. Nachdem Jonathan Hirschi (Walkenhorst Motorsport #35) beim vergangenen Rennen bereits seine Permit aufgrund eines Gelbvergehens abgeben musste, trifft es nun auch seinen ehemaligen Kollegen Matias Henkola. Im Lamborghini #7 von Konrad Motorsport missachtete der Finne eine Code-60-Zone und wird nun erstmal kein GT3-Fahrzeug mehr über die Nordschleife steuern.

Zudem erhält die Mannschaft eine 180-Sekunden-Strafe beim nächsten Rennen. Ebenso entzogen wurde die DMSB-Permit Nordschleife den Piloten Peter Ludwig von Black Falcon und Wolfgang Haugg von FEV-Racing. Beide Piloten hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Code-60-Zonen. Das Team der #162 von Black Falcon erhält zudem eine Zeitstrafe von 385 Sekunden. Mit gleicher Zeitstrafe muss sich auch FEV-Racing abfinden.

Prominentestes Opfer der Regelwächter ist an diesem Wochenende Sabine Schmitz. Die Verantwortlichen sahen es als erwiesen an, „dass die Fahrerin durch ihre Fahrweise eine vermeidbare Kollision verursacht“ habe. Entsprechend wird das Team, für welches Schmitz im nächsten Rennen starten wird, in der jeweiligen Startgruppe um fünf Plätze nach hinten versetzt.

Im Rennen verursachte die „Nordschleifenqueen“ einen Unfall am Ende der Start-Ziel-Geraden mit dem Porsche #2 von Steve Jahns. Zwar entschuldigte sich Schmitz umgehend für den Unfall und nahm die Verantwortung auf ihre Kappe. „Der Ausfall ist super ärgerlich. Ich wollte gegen Ende meines ersten Stints die erste Kurve nach Start-und-Ziel anbremsen, aber das Auto hat einfach nicht so verzögert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Es tut mir leid, dass ich Steve Jans getroffen habe, ich war auch gleich zum Entschuldigen bei ihm. An meinem Auto brach die Aufhängung vorne links.“ gab Schmitz nach dem Rennen zu Protokoll.

Neben unzähliger Geschwindigkeitsverstösse in Code-60-Zonen mussten sich die Kommissare auch mit skurrilen Geschichten auseinandersetzen. Das Team Schirmer wird mit einer Geldstrafe in Höhe von 500,00 Euro belegt, wegen handgreiflicher Tätigkeiten gegenüber einem Kontrahenten. Die Verantwortlichen sahen es als erwiesen an, „dass es sich
bei der Tätlichkeit des Fahrzeugverantwortlichen Karl Brod um eine das Ansehen des Motorsports schädigende Handlung handelt.“ Damit verstößt Brod gehen Artikel 7.3.16 der VLN Serienausschreibung, welcher den respektvollen und fairen Umgang der Teams fordert.

In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
Kategorie: NewsTags:
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu.