Eigentlich sollte der Samstag eine Premiere für S.Pace Racing werden. Doch ein irreparabler Unfall am Pflanzgarten 2 im Freitagstraining sorgte für den ersten Ausfall der Mannschaft aus Nettersheim in der Saison mit dem Astra TCR.

Ein sichtlich geknickter Matthias Wasel entschuldigt sich für den Fehler beim Team und den Fahrerkollegen Ben Bünnagel und Markus Diederich, als er am Freitagnachmittag zurück in die Box kommt – getrennt von seinem Fahrzeug. Das verlor er in einem Highspeed-Unfall am Pflanzgarten 2, nachdem die Hinterräder des Astra TCR noch nicht die entsprechende Betriebstemperatur erreicht hatten.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Da die eigentlichen Test- und Probefahrten am vorangegangenen Samstag dem erneuten Wintereinbruch zum Opfer fielen, wollte die Mannschaft den neuen Astra am Freitag vor dem ersten lauf der Langstreckenmeisterschaft ideal auf den Nürburgring und die angebundene Nordschleife einstellen. Das zunächst installierte Setup „nass“ sollte ideal für einen ersten Lauf auf dem Grand-Prix-Kurs gewählt sein, ehe man bei abtrocknender Strecke später auf „trocken“ umstellte. Der erfahrenste aller Piloten – Matthias Wasel – sollte die ersten Runden im Astra TCR fahren, da er bereits in der vergangenen Saison viele Kilometer in einem anderen Fabrikat der TCR-Klasse fahren konnte.

Nach den ersten Runden wurden kleine Veränderungen am Fahrwerk und am Reifendruck vorgenommen und Matthias konnte den Kurs wieder aufnehmen. Wie er später berichtete, hatten die Änderungen das Fahrverhalten positiv beeinflusst, sodass er sich „richtig wohl gefühlt“ habe. Doch auf Höhe Pflanzgarten 2 verlor der Pilot seinen Astra aufgrund fehlender Temperatur der Hinterräder in die Leitplanke. Das Fahrzeug wurde irreparabel zerstört. Wasel konnte unverletzt aussteigen. Der erste Lauf der Langstreckenmeisterschaft war damit jedoch Geschichte, noch bevor er überhaupt angegangen werden konnte.

Fazit von Teamchef Jochen Schruff:
„Ich bin heilfroh, dass Matthias keine Verletzungen davon getragen hat. Trotzdem, war es für das Team und die Fahrer Partner ärgerlich, hatten wir doch ein Top Auto über den Winter aufgebaut, was sich bei den ersten Testkilometern auch bestätigt hatte. Diese Performance hätten wir auch gerne im Rennen gezeigt. Auf der anderen Seite kann es im Rennsport immer eine böse Überraschung geben. Deshalb gibt es auch keine Vorwürfe an Matthias. Wir spucken jetzt in die Hände und in 2 Wochen stehen wir wieder mit einem ASTRA TCR am Start, versprochen.“

Über S.Pace Racing

S.Pace Racing wechselte zur Saison 2018 vom Audi TT RS auf einen Opel Astra TCR und meldete sich damit nach einem Jahr Abstinenz zurück in der VLN, nachdem man die Saison 2017 ausschließlich in der RCN unterwegs war. Über den Winter konnte ein spektakuläres Gesamtpaket geschnürt werden und man ist begeistert von der Zusammenarbeit mit Kissling Motorsport. Verbindet die beiden Firmen nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch eine langjährige Partnerschaft.

Als Fahrer werden Matthias Wasel, Markus Diederich und Ben Bünnagel ins Lenkrad greifen. Mit dem Bergheimer Unternehmer Matthias Wasel kehrt ein schneller, erfahrener Nordschleifen Pilot zurück ins Team, der mit S.Pace-Racing seine größten Erfolge einfahren konnte. Mit dem Bonner Vater/Sohn Duo Markus Diederich und Ben Bünnagel kommen erfahrene Fahrer, in der VLN aber Neulinge, ins Team. Die Grundschnelligkeit ist bei beiden Fahrern bereits vorhanden. Dies zeigten Diederich und Bünnagel im historischen Motorsport und in einem BMW Z4 und einem Cup-BMW 235i im letzten Jahr in der VLN beeindruckend.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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