In den Ausschreibungsdiskussionen zwischen ILN und VLN kommt Bewegung. In vertraulichen Gesprächen einigte man sich in verschiedenen und wichtigen Punkten, die von der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring angemahnt wurden.

Entsprechend der aktuellen Veröffentlichungen beider Organisationen wird die VLN auf Pflichtwerbeflächen auf den hinteren Radläufen, zur besseren Vermarktung für die Teams, verzichten. Weiterhin wird die Bezeichnung der SP9-Unterkategorien an die internationale Bezeichnung angepasst, sodass private Fahrer und Teams eine bessere Übersicht erhalten und ein Anreiz für eben jene geschaffen wird.

Eine entsprechende Kennzeichnung der SP9-Rennwagen für die Zuschauer am Streckenrand sieht die VLN in diesem Jahr nicht vor, sie wird den Teams aber freigestellt. Weitere Diskussionspunkte, die im konstruktiven Dialog zwischen VLN und ILN vor Beginn der neuen Saison ausgeräumt werden konnten, umfassen zum Beispiel sicherheitsrelevante Prozedere in der Boxengasse. Die VLN sichert hier zu, wie man das bereits nach der Essen Motor Show 2018 schon kommunizierte, dürften 2019 auch weiterhin während des Tankvorgangs unverändert Arbeiten am Fahrzeug durchgeführt werden.

Einig sind sich die beiden Organisationen auch in der Tatsache, dass man sich zukünftig in kürzeren Intervallen zusammensetzen wolle und die Gespräche weiterhin auf konstruktiver Basis führen wolle.

Eine Einigung bezüglich der Nenngelder fand man indes nicht. Die VLN verteidigte die Nenngeldstrategie zur neuen Saison, da sie sich“… einem hohen Maß an Transparenz an den Einsatzkosten der jeweiligen Fahrzeuge orientiert.“

Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter VLN e.V. & Co. oHG, begrüßt den Einsatz der ILN: „Sie vertritt die Interessen eines Großteils der Teams und trägt uns diese in konzentrierter Form vor. Wir erhalten so von einer Partei gezieltes Feedback, das wir als VLN entsprechend bewerten. Natürlich können wir nicht auf jede Anregung eingehen – die Verantwortung für das Reglement trägt weiterhin ausschließlich die VLN. Aber konstruktive Kritik ist stets willkommen.“

„Eine gesunde Rennserie mit attraktivem Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife kann es nur geben, wenn die berechtigten Interessen der teilnehmenden Teams und Fahrer nicht vergessen werden – die der großen ebenso wie die der sogenannten kleinen. Dafür setzt sich die ILN ein“, betont Martin Rosorius, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring. „Im direkten Dialog mit der VLN haben wir unsere Standpunkte im Hinblick auf die Saison 2019 erläutert und gemeinsam für wichtige Fragen Lösungen gefunden – etwa, was den Verzicht auf reservierte Pflichtwerbeflächen auf den Fahrzeugen betrifft. Andere Themen sind noch offen. Es ist sinnvoll, dass die konstruktiven Gespräche fortgesetzt werden, um weitere Verbesserungen zu erreichen, denn wir verfolgen ja das gleiche Ziel. Die ILN sammelt aus dem Kreis der Aktiven ständig Ideen und Vorschläge, um den Rennsport in der Eifel noch attraktiver zu machen – für die Zuschauer ebenso wie für die Teams, die sich ihr Engagement finanziell auch in Zukunft noch leisten können müssen.“

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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