Aus Spaß am Motorsport entstand 2006 das Manheller Racing Team – schon ein Jahr später nahm die Mannschaft an seinem ersten 24h Rennen teil. 2017 hieß es dann P3 in der VLN-Gesamttabelle und fünf Klassensiege in der VLN.

Das Jahr 2017 hätte für das Team Manheller wohl kaum besser laufen können: Siege in den VLN-Klassen V4, SP6 und Cup 4, Meister im MSC Adenau, Meister im ADAC Mittelrhein, Meister in der VLN-Klasse V4. Dabei war es für Fahrer Marcel Manheller die erste Saison in der professionellen Breitensportserie – und für das Team gerade einmal die zehnte. Für 2018 stehen nun alle Zeichen auf Angriff.

Wer das Team Manheller kennt, weiß: die Mannschaft liebt die Herausforderung. Elf Jahre ist das von Stefan Manheller gegründete Rennteam bereits auf dem Nürburgring unterwegs, immer in der Langstrecke und beim 24h Rennen – dort feierten sie vor zwei Jahren ihr 10-jähriges Jubiläum.

Alles begann damals mit einer motorsportinfizierten Truppe rund um den Gründer und einem BMW E36, den man für das 24h Rennen 2007 aufgebaut hatte. Dabei war Manheller schon zuvor ein Name im Rennsport: Auf Ford-Rennfahrzeugen hatte der Teamgründer bereits einige Erfolge im Rallyesport erkämpfen können und so viel Erfahrung gesammelt. Somit war es auch fast selbstverständlich, dass das Team beim 24h Rennen 2007 bereits das Ziel erreichte – ein Anspruch, der bis heute immer erfüllt werden konnte. 2011 dann einer der größten Erfolge der jungen Truppe beim 24h-Klassiker in der Eifel: In der Klasse V6 konnte das Team mit einem BMW Z4M einen dritten Platz von 12 Teilnehmern erreichen.

Marcel Manheller und Hajo Müller
Foto: Ruben Schäfer

Manheller Racing betreut in der VLN mittlerweile bis zu vier Autos, 16 motorsportbegeisterte Helfer, Freunde und Familie sind immer dabei. Die meisten Fahrerplätze sind vermietet, aber auch Teamgründer Stefan und Sohn Marcel Manheller greifen natürlich regelmäßig ins Lenkrad. Parallel zum Engagement in den Langstreckenrennen auf dem Nürburgring ist Stefan Manheller auch weiter erfolgreich in der Rallyeszene weiter unterwegs – der Pokal des zweiten Gesamtplatzes bei der legendären Rallye Köln Ahrweiler im Jahr 2008 steht noch heute im Foyer seiner Werkstatt im Gewerbepark am Nürburgring. Hier ist der Stützpunkt der Manhellers, zwölf Mitarbeiter kümmern sich nicht nur um die eigenen Rennfahrzeuge, sondern betreuen auch zahlreiche weitere Boliden. Seit 1995 betreibt die ganze Familie die KFZ-Werkstatt, im Jahr 2000 zog man in die großen Räumlichkeiten im Industriegebiet.

2017 konnte das Team zeigen, was mit Zusammenhalt, technischem Verständnis und Durchhaltevermögen möglich ist. Fünf Klassensiege in der VLN, ein reibungsloses 24h Rennen, ein gesamt dritter Platz in der VLN-Meisterschaft für Marcel Manheller und der Sieg in der Produktionswagenklasse V4. Auch das betreute Toyota-Cup-Fahrzeug gewann seine Klasse. „Was dieses Team mit verhältnismäßig geringen Mitteln leistet, ist außergewöhnlich“, sagte Ringpapst Olaf Manthey. „Dabei ist Marcel selber ebenfalls ein Phänomen. Er bringt Top-Leistungen ohne dabei große Töne zu spucken. Ich bin davon überzeugt, dass man von ihm auch in Zukunft hören wird.“ Die Zukunft ist nun 2018 – und das Ziel ist klar: „Wir wollen Meister werden“, sagt Manheller, der diese Saison voraussichtlich komplett mich Carsten Knechtges in der V4 fahren wird. Das Team ist bereit, das Fahrzeug nochmal verbessert und erstrahlt bald im neuen Design. Und wieder wird klar: Die Mannschaft liebt die Herausforderung.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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