Der erste Saisonlauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2017 wurde für das TJ-Racing-Team durch einige Probleme an beiden Fahrzeugen überschattet.

Holpriger Start für TJ Racing in die Saison 2017
Foto: Keanu Buschmann

Die Vorfreude war groß, das Team freute sich, dass die Saison endlich startet. Im Fahrerlager angekommen begannen allerdings schon die ersten Probleme. Vor Ort musste noch ein neuer Funk eingebaut werden, dann gab es noch Chaos bei der Klamotten Abnahme, wodurch das Team zwei mal dort hin musste. Ebenfalls mussten am Freitag Abend noch beide Fahrzeuge abgenommen werden, das ist für ein kleines Team auch zusätzlicher Stress. Bei der Abnahme gab es aber keine weiteren Probleme.

Das Hauptziel für das Wochenende war es, die Fahrzeuge das erste mal unter Rennbedingungen zu testen und die letzten Fehler auszumerzen. Darüber hinaus war es wichtig, dass die Piloten ihre Permit für die Nordschleife erfahren.

Mit etwas Verspätung ging die Boxenampel für das Zeittraining grün. Bereits im Training fiel auf, dass der Calibra sehr viel Öl verbraucht. Ansonsten verlief das Zeittraining ohne größere Probleme. Trotz des hohen Ölverbrauchs entschied man, das Rennen mit herunter gedrehter Drehzahl zu starten. Der Plan war, dass man alle paar Runden das Öl kontrolliert.

Foto: Keanu Buschmann
Den Start im Opel Calibra fuhr Thomas Kiefer. Außer dem hohen Ölverbrauch gab es zunächst keine weitere Probleme am Fahrzeug. Um die letzte Rennstunde herum hat es jedoch den zweiten Zylinder zerrissen, sodass der Calibra im Schwedenkreuz ausgeschieden ist. Am Opel Calibra ist also noch viel zu tun. Nicht nur der Motor muss getauscht werden, sondern auch das Fahrwerk muss angepasst werden. Auf der GP-Strecke liegt das Fahrzeug zwar super, aber auf der Nordschleife ist er am Heck noch sehr unruhig.

Heiko Groß war der Startfahrer im Opel Astra. Das Fahrzeug lief zunächst ohne Probleme. Im Laufe des Rennens ist das Auto plötzlich auf der Döttinger Höhe ausgegangen. Der Astra sprang aber wieder an. Nach einer Kontrolle in der Box konnte das Team den Fehler aber nicht finden, sodass man wieder auf die Strecke ging. Im Stint von Daniel Rühl blieb das Fahrzeug im Bereich Schwedenkreuz erneut stehen. Der Zündverteiler war defekt und musste noch vor Ort repariert werden, damit man wenigstens ein Fahrzeug ins Ziel bringen kann. Um gewertet zu werden, muss man mindestens 70% der Renndistanz des Klassensiegers absolvieren. Da das TJ-Racing-Team diese 70% nicht erreicht hat, wurden sie für den ersten Saisonlauf nicht gewertet.

Tobias Jung blickte auf das Wochenende zurück und sagte: „Wir haben uns auf ein geiles Wochenende gefreut, aber es gibt Dinge da steckt man nicht drin. Wir werden jedoch in zwei Wochen gestärkt wieder zurückkommen“.

Bis Sonntag morgen um 2 Uhr schraubte das Team an dem Opel Calibra. Der Ersatzmotor steht bereits bereit, damit das Team in zwei Wochen wieder mit zwei Fahrzeugen an den Start gehen kann. Bis dahin gibt es auf jeden Fall noch viel Arbeit.




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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Mein Name ist Keanu Buschmann. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Leipzig. Geboren bin ich 1996 in Hamburg. Meine Liebe zum Motorsport begann schon sehr früh. Wann genau weiß ich nicht. Zum ersten mal an die Rennstrecke ging es für mich 2003. Es ging zur MotoGP an den Sachsenring. Seitdem wurde ich komplett in den Bann gezogen. Nach einigen Jahren am Sachsenring wurde es 2012 Zeit für etwas neues. Es ging für mich zum ersten mal an die Nürburgring Nordschleife und zur VLN: 2013 war ich dann zum ersten mal beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring. Mittlerweile bin ich über das Jahr verteilt bei verschiedenen Serien an verschiedenen Strecken unterwegs. Meine Leidenschaft zum fotografieren begann ebenso im Jahre 2012. Seitdem ist meine Kamera mein treuester Begleiter an Rennstrecken und auf Reisen.
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