Das finale Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft steht bevor. Erneut erwartet die Zuschauer ein starkes GT3-Feld. Insgesamt 22 Fahrzeuge der GT3-Klassifizierung stehen zur technischen Abnahme zum neunten und letzten Lauf am Nürburgring an diesem Wochenende an.

Neben den bereits erwähnten sechs BMW M6 GT3 wird auch Weissach ein starkes Geschwader entsenden. Dabei werden sich fünf Porsche 911 GT3 R am kommenden Samstag im Kampf um den Schinken im Starterfeld einreihen. Ein Fahrzeug – der 911er #911 von Manthey Racing – wird dabei in der Klasse SP-X starten, da es sich hierbei um das 2019er Modell handelt und noch keine GT3-Homologation vorliegt. Ebenfalls von Manthey Racing eingesetzt, wird der Porsche 911 GT3 #12.

Nachdem Falken Motorsports bereits den M6 GT3 ins Starterfeld bringt, wird man zur Verstärkung des Teams dem BMW den 911er #4 zur Seite stellen. Da man bei Falken Motorsports auf Konsistenz setzt, werden am Steuer des M6 wahrscheinlich wieder Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp das Lenkrad tauschen, während den 911er allem Anschein nach Martin Ragginger und Klaus Bachler pilotieren.
Bei Frikadelli Racing setzt man zum finalen Lauf nur noch einen Porsche ein. Nach dem Unfall beim letzten Rennen vermeldet das Team nun den Ausfall des selbigen 911er am kommenden Wochenende. Am Steuer der #30 werden es sich Lance David Arnold und Alex Müller bequem machen. den fünften Weissacher Sportwagen wird Getspeed Performance mit der #2 in den Topf werfen.

Etwas beschämend empfindet unsere Redaktion den Auftritt von Mercedes. Gerade mal die Stammmannschaften von HTP-Motorsport (#47) und Black Falcon (#16) werden jeweils einen Mercedes AMG GT3 einsetzen. Auch haben beide Teams bereits die Besatzung der Daimler verkündet. Neben Patrick Assenheimer, der den letzten VLN-Lauf gewinnen konnte, werden die beiden Werksfahrer Maximilian Götz und Raffaele Marciello den Wagen von HTP-Motorsport steuern. Yelmer Buurman, Hubert Haupt und Luca Stolz treten für Black Falcon beim finalen Lauf der VLN an.

Zwei Fahrzeuge werden auch aus Italien eingesandt. Rinaldi Racing wird erneut beide „Wochenspiegel“-Ferrari 488 GT3 an den Start bringen. Bei der Besetzung wird sich gegenüber den vergangenen Läufen nicht viel ändern. Während Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach das Steuer der Startnummer 22 teilen, werden bei der Nummer 11 wieder Nico und Christian Menzel gemeinsam mit Leonard Weiss die Sitzbank drücken.

Ebenfalls aus Italien wird erneut ein Stier auf die Reise geschickt. Bei Konrad Motorsport versucht man erneut sein Glück und will nach der Krone des Gesamtsieges und dem Schinken greifen. Bei VLN6 konnte man mit dem dritten Gesamtrang Podiumsluft schnuppern. Ob es zum Saisonfinale zu einem Podestplatz reicht, kann nur schwer vorhergesagt werden. Im Verlauf der Saison hatten die Stiere, aufgrund technischer Probleme, nur selten die Möglichkeit, ganz vorne mit zu mischen. Wie bereits in den vergangenen Läufen, nach der Disqualifikation des Kollegen Matias Henkola, werden Michele di Martino und Christopher Brück als Duo antreten. Natürlich wäre es lobenswert, käme Henkola zum Saisonabschluss noch mal wieder.

Nachdem beim letzten Rennen bereits Car-Collection in den Genuss des 2019er Audi R8 LMS kamen, wird an diesem Wochenende Wolfgang Land und seine Montaplast by Land Motorsport Crew sein Glück versuchen. Eingesetzt werden beim Niederdreisbacher Erfolgsteam ein aktuelles GT3-Modell (#29) und eine Evo-Variante des R8 LMS (#32). Car Collection hat seine Besatzung den beiden Audi R8 LMS bereits verkündet. Die #33 wird von Simon Trummer, Kim-Luis Schramm und Pierre Kaffer gefahren. Die Schwester #37 startet mit Klaus Koch, Christopher Haase und Peter Schmidt. Das fünfte Rad am Wagen bildet an diesem Wochenende Phoenix-Racing. Die Meuspather Mannschaft wird erneut den, in der Vergangenheit sehr erfolgreichen, Audi R8 #5 einsetzen. Am Steuer ist hier wieder Frank „Stippi“ Stippler zu erwarten. Wer dem Urgestein zur Seite tritt, wird spätestens morgen Nachmittag in Erfahrung zu bringen sein.

Last but not least, entsendet auch Frankreich einen Boliden. Während sich unsere Nationalmannschaft im Fussball möglicherweise eine herbe Enttäuschung im Nations-Cup gegen den FIFA Weltmeister 2018 einfahren werden, wird sich R-ace GP – die verantwortliche Mannschaft – im Renault R.S.01 das GT3-Feld von hinten anschauen. Denn auch 2018 wird der ehemalige Markenpokal-Bolide weiterhin in der Klasse SPX starten, da man nach wie vor keine GT3-Legimitation erhält. Trotz der Reglementsanpassungen, im Laufe der Saison, kann die Equipe mit Francois Perrodo, Emmanuel Collard und Matthieu Vaxiviere am Steuer, wird der Renault in der SPX startend, nach gleichen Regeln fahren, wie die SP9. Ob und wie die Siegchancen für das Franzosengeschwader wirklich stehen, wollen wir nicht vorhersagen.

Das „Schinkenrennen“, der DMV Münsterlandpokal startet am Samstag in seine dreiundvierzigste Ausgabe. Traditionell erhält der Gesamtsieger des finalen VLN-Laufes vom Veranstalter neben Pokalen einen original westfälischen Schinken als Trophäe. Das Wetter verspricht einen würdigen Ausstand der diesjährigen Saison. Zwar erwartet man am Freitag Nebel über der Vulkaneifel. Für das Rennen am Samstag werden jedoch herbstliche 14°C und Sonne non-stop mit vereinzelten Wolken gemeldet.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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