Die VLN kehrt mit dem dritten Lauf aus der elf-wöchigen Pause zurück und vermeldet ein fast 170 Teilnehmer starkes Starterfeld. Damit steigt die Zahl gegenüber dem Vorjahr sogar minimal, entgegen aller Unkenrufe aus dem Umfeld. Zudem erstärkt die V-Klassen zu ungeahnter Größe. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet man in der V4 einen Zuwachs um fast 50%.

Zuwachs bekommt zum dritten Lauf der größten Langstreckenmeisterschaft der Welt auch die SP9-Klasse. Insgesamt dreizehn GT3 gehen am kommenden Samstag an den Start. 2017 zählte man in der leistungsstärksten Gruppe des Feldes nur neun gestartete Fahrzeuge. Mit dabei sind die üblichen Verdächtigen. Neben Falken Motorsport, Walkenhorst Motorsport, Frikadelli Racing (jeweils zwei Autos) und Car-Collection geben sich an diesem Wochenende auch Phoenix-Racing, Getspeed Performance, Konrad Motorsport, Autoarena Motorsport und die Urgesteine von Wochenspiegel Team Monschau ein Stelldichein. Letztere konnten im vergangenen Jahr den ersten Gesamtsieg zum dritten Lauf mit nach Hause nehmen. Nicht dabei ist die Meuspather Mannschaft Manthey-Racing.

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Für jeden Fan etwas dabei

Abwechslungsreich ist die VLN an diesem Wochenende, wie eh und je. Fans aller Marken werden auf ihre Kosten kommen. Insgesamt 61 BMW werden an den Start gehen und nur vier davon sind in der SP9 angesiedelt. Aus England zum Beispiel reisen Nick Barrow (GB) und Jamie Morrow (USA) im Saxon Motorsport BMW 150 GTR an. Manheller Racing aus Meuspath hat den BMW M3 GTR 4,4 ebenfalls angemeldet, während das Team Schirmer den BMW M2 ins Starterfeld stellt. Auch Küpperracing (im Namen von Hofor-Racing) wird wieder drei BMW dazu gesellen. Neben dem M3 GTR und dem M3 CSL werden die Dürener auch in der Klasse V4 im BMW E90 antreten. Überhaupt ist die stärkste aller Klassen inzwischen zu einer reinen 325i E90 Parade mutiert. Ausnahme bildet hier Oepen Motorsport im 325 Ci E46. Jürgen Bretschneider wird den einzigen Mini im Feld – gehört ebenfalls zu BMW – den Fans vorführen. Zum ADAC Zurich 24h Rennen fuhr Bretschneider den Nexen Tire Cayman.

Apropo Porsche: Auch die Starterzahl kann sich blicken lassen. Insgesamt werden am Samstag 48 Fahrzeuge aus Zuffenhausen an den Start gehen. Neben zwei 911 GT3 Cup MR – eingesetzt von Black Falcon und Uwe Alzen – wird eine ganze Armada an Cayman S in der Klasse V6 starten. In der VUP3 treffen sich die Cayman GT4 CS-Freunde, während in der Klasse V5 der Cayman 981-Fanclub starten wird. Einen Augenschmaus wird Kremer Racing mitbringen. Mit dem Porsche 911 K3 werden die Kölner ein echtes Einzelstück an den Start bringen.

Lada Vesta TCR Lubner Motorsport
Foto: VLN

Ein gänzlich neues Fahrzeug werden die Motorsportfreunde bei Lubner Motorsport bestaunen dürfen. Die Georgenthaler Mannschaft wird zum 60. ADAC ACAS H&R Cup den ersten und bisher einzigen LADA Vesta TCR in der VLN und damit außerhalb Russlands einsetzen. Zudem bereiten die Thüringer für die Schweizer Equipe rund um Roland Schmid, Roger Vögeli und Frederic Yerly den alleinigen Honda Civic Type R TCR vor.

Etwas mau aber nicht weniger attraktiv stellt sich der KTM X-Bow Cup dar. Mit insgesamt drei Startern werden Schmickler Performance, Teichmann Racing und Aimpoint Racing den Fans am Samstag den X-Bow Cup vorstellen. Schade, dass die Damenmannschaft, mit Laura Kraihamer, Naomi Schiff, Lena Strycek und Rahel Frey an Bord, nur ein kurzes Schauspiel zum 24h-Rennen in diesem Jahr boten. Frauen sollten überhaupt mehr Beachtung und mehr Fahrerplätze in der VLN besetzen.

Mercedes scheint sich so langsam aus der VLN zu verabschieden. Während die Stuttgarter Autobauer in der Klasse SP10 noch drei AMG GT4 Fahrzeuge stellen, wird in der SP9 Autoarena Motorsport den einzig verbliebenen Stern betreiben. Lichtblick bleibt damit der SLK350 von Bertin und Eugen Sing aus Heidenheim. Auch aus Ingolstadt werden an diesem Wochenende nur vier Fahrzeuge entsandt. Neben zwei R8 LMS – eingesetzt von Phoenix Racing und Car Collection – werden in der TCR-Klasse bestenfalls zwei RS3 LMS starten. Neben Møller Bil Motorsport – die die Anreise aus Norwegen auf sich nehmen – wird auch Bonk Motorsport einen der beiden Kleinwagen ins Rennen werfen.

Aus dem Hause Adam Opel AG erwartet man hingegen sechs Fahrzeuge. Nicht dabei dieses Mal sind die Calibras von TJ-Racing. Während der schwarze Calibra „Anna“ für den vierten Lauf der VLN vorbereitet wird, hat „Elsa“ einige schwerere Reperaturen zu ertragen. Der gelbe Calibra der Bonner Motorsportfreunde wurde beim 24h-Rennen dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Besuch auf der Richtbank von Nöten ist. In einer achtstündigen Reperatur hatte die Mannschaft rund um Teamchef Tobias Jung am ersten Maiwochenende aus einem beinahe Totalschaden ein fahrtaugliches Fahrzeug wiederhergestellt, wofür man schon fast einen Ehrenpreis für Kampfgeist stiften sollte. Dafür wird jedoch, neben ein paar Astra TCR und OPC-Cup, der Manta nach dem kapitalen Ausfall zum 24h-Rennen in diesem Jahr wieder in alter Frische auftauchen.

wachsende VT2-Klasse

Neben den V-Klassen wird auch die VT2-Klasse in Zukunft mehr Bedeutung bekommen. Hier treten an diesem Samstag inzwischen sechs Renault Megane RS gegen einen Opel Astra OPC Cup an. Jonas Plümer meint:“Der Wagen ist „recht“ preiswert und schon als Serienfahrzeug sehr sportlich verglichen mit Golf GTI, Astra OPC etc., so das man nicht mehr so viel ändern muss, für eine seriennahe Klasse ist das sicher ein Vorteil.“ Anzutreffen sind hier neben den üblichen Verdächtigen, wie Keeevin Sports and Racing und Rent2Drive Racing, auch ADAC Nordrhein Förderpilot Finn Unteroberdörster, der uns vergangene Woche Rede und Antwort stand.

Corrado meldet sich zurück

VW Corrado "Pioneer" Jürgen Freiburg
Foto: D. Matschull

Zur Freude der Fans der betagten Rennfahrzeuge betritt ein alter Bekannter den Asphalt. Jürgen Freiburg, den wir im Winter während der Aufbauphase des Corrado exklusiv begleiten durften, wird nach dem dramatischen siebten Lauf der Langstreckenmeisterschaft im vergangenen Jahr, zum ersten Mal wieder Rennluft schnuppern. „Der Corrado läuft super stabil. Keine Undichtigkeiten, Warnleuchten oder andere Probleme tauchten auf.“ berichtet der Corrado-Pilot gegenüber LSR-Freun.de nach dem Testlauf in Papenburg am vergangenen Dienstag. „Wir konnten unser Fahrwerksprogramm komplett abspulen und unsere Abstimmung herausfahren. Der „bilstein“-Testfahrer Niklas Steinhaus übernahm die Abstimmarbeit und meinte das Auto mache ihm richtig Spaß und es fährt einwandfrei.“ Freiburg wird das 4-Stunden-Rennen in einem Ein-Mann-Marathon abspulen.

Bereits am Freitag werden die Teams die Nordschleife im Rahmen der Test- und Taxifahrten unter die Lupe nehmen, ehe man am Samstagmorgen um 08:30 Uhr das Zeittraining aufnimmt. Punkt 12 Uhr wird die Meute dann das vierstündige Rennen absolvieren, welches im Livestream des Veranstalters übertragen wird. Wir werden den Stream ebenfalls zur Verfügung stellen. Der neu ausgerufene Renault Alpine Elf Europa Cup wird ebenfalls an diesem Wochenende am Nürburgring gastieren. Am Freitag wird es zwei halbstündige freie Trainings (08:30 und 12:00 Uhr) geben, sowie das erste Zeittraining (14:00 bis 14:30 Uhr) und Rennen (18:30 bis 19:00 Uhr). Die Startplätze für das zweite Rennen am Samstag (17:00 bis 17:30 Uhr) werden zwischen 10:30 und 11:00 Uhr – ebenfalls am Samstag – ausgefahren.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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