Am 08. Januar stellte die Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring das vorläufige Reglement der kommenden Saison vor und stieß dabei auf heftige Kritik.

Wie wir bereits im Laufe der Woche berichteten, sorgte das vorläufige Reglement der VLN für die kommende Saison für massive Kritik. Diese ging sogar soweit, dass sich einzelne Teams gezwungen sahen, den Rennbetrieb einzustellen. Am Donnerstag (18.01.2018) trafen sich die Verantwortlichen und das techn. Kommissariat zu einer spontanen Sitzung um auf die Kritik gezielt reagieren zu können.

Was genau bei dieser Sitzung beschlossen wurde und wie das zukünftige Reglement aussehen wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Veranstaltergemeinschaft setzt einen von den Teams bemängelten Paragraphen bis zum dritten Lauf der Langstreckenmeisterschaft aus und verweist auf das 2017 erstellte Bulletin, welches die Unklarheiten des Reglements festlegen sollte. So heißt es in einer eigens an die Teams adressierten Meldung auf den Seiten der VLN: „Den Verantwortlichen der VLN ist bewusst, dass nach der Veröffentlichung des vorläufigen Reglements für die Teams und Teilnehmer nur ein kurzer Zeitraum bis zum Saisonstart gegeben ist. Aus diesem Grund wird unter Punkt 2. Technische Bestimmungen VLN Produktionswagen der Paragraf 2.6.1 erst ab der Veranstaltung VLN 3 bindend. Bis zu diesem Zeitpunkt gelten die Vorgaben gemäß der Bulletins 12 und 13 der Saison 2017. Den Teilnehmern wird dadurch eine sechsmonatige Vorbereitungszeit eingeräumt.“

Doch auch diese Entscheidung wird offensichtlich nicht für den gewünschten Seelenfrieden sorgen. Es entsteht zunehmend der Eindruck, der Veranstalter wolle die Bemerkungen der Teams nicht beachten und versucht an dieser Stelle ein Reglement durchzuboxen, welches vom Großteil der Teilnehmer – die es betrifft – abgelehnt wird. Die Teams hatten neben den eigentlichen technischen Änderungen auch den zeitlichen Rahmen der Umsetzung kritisiert. Während der Veranstalter in den vergangenen Jahren bereits zum Ende der abgelaufenen Saison die Neuerungen für das nächste Jahr aufzeigen konnte, waren die Änderungen im Reglement für die Saison 2018 so massiv, dass man die vorläufige Fassung desselbigen erst Anfang Januar veröffentlichen konnte. Die Zeit bis zum ersten Einsatz der – speziell an die Produktionswagenklassen gerichteten – technischen Anpassungen, wurde als entschieden zu kurz kritisiert.

Aufatmen bedeutet das für die Teams der Produktionswagenklassen jedoch nicht. Für ein Gro der Mannschaften ist zum großen Teil wichtig, dass die Änderungen an sich geprüft werden und nicht nur zeitlich raus geschoben werden. Nicht angesprochen sind auch Änderungen, wie der Einbau eines mechanischen Sperrdifferenzials – auch bei Produktionswagen, bei denen im Serienzustand keins verbaut war. Wie sich diese Maßnahme mit dem Willen nach mehr Seriennähe der Fahrzeuge argumentieren lässt, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt. Auch ist aktuell nicht bekannt, wie sich die Anpassungen mit dem Reglement des 24h-Rennens und der RCN 2018 vertragen sollen.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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