Das Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) hat sein erstes Rennen der Saison 2019 in der 24h Series powered by Hankook mit den 12 Stunden von Mugello absolviert. Georg Weiss, Jochen Krumbach, Daniel Keilwitz und Hendrik Still beendeten das Rennen im Ferrari 488 GT3 „Luigi“ mit der Startnummer 22 trotz einer unverschuldeten Kollision mit einem überrundeten Fahrzeug auf Position sechs. Aufgrund einer nachträglichen Strafe wurde der von Rinaldi Racing betreute Ferrari 488 GT3 letztlich als Neunter gewertet.

Die Mannschaft aus Monschau ließ beim ersten Einsatz mit zwei Autos in der 24h Series powered by Hankook großes Potenzial aufblitzen: „Luigi“ befand sich mehrmals im Rennen an zweiter Stelle im Gesamtklassement. Die Hoffnung auf einen Podiumsplatz war allerdings dahin, als ein GT4-Fahrzeug in einer Code-60-Zone dem Ferrari ins Heck knallte. Weil sich durch die Kollision der Heckflügel verstellte, drehte sich Georg Weiss in der nächsten Kurve ins Kiesbett. Der Zwischenfall und die anschließende Reparatur kosteten 20 Minuten.

Dennoch gelang es „Luigi“, die Zielflagge auf Position sechs entgegenzunehmen. Aufgrund einer Zeitstrafe für Unterschreiten der Mindeststandzeit in der Boxengasse wurde das Fahrzeug letztlich auf Rang neun gewertet. „Wir haben sicherlich einen guten Job gemacht, müssen aber noch lernen, wie diese Serie funktioniert“, sagt Teambesitzer Georg Weiss. Daniel Keilwitz zeigte mit der viertschnellsten Rennrunde auf, welches Potenzial im Ferrari von WTM Racing steckt.

Viel Pech hatte der Ferrari 488 GT3 „Guido“ mit der Startnummer 21. David Perel, Leonard Weiss, Oliver Kainz und Nico Menzel lagen auf der fünften Gesamtposition, als der Ferrari aus noch ungeklärter Ursache wenige Kurven nach einem Tankvorgang Feuer fing. Nico Menzel steuerte sofort einen Streckenposten mit Feuerlöscher an und half bei den Löscharbeiten. „Er hat sich in dieser Situation äußerst professionell verhalten“, lobt Georg Weiss. „Überhaupt bin ich auf die Leistung beider Junioren – Nico und Leo – sehr stolz. Toller Job.“

Geholfen hat es nicht mehr: Das Feuer hat „Guido“ so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Start des Fahrzeugs bei den 12 Stunden von Spa-Francorchamps, dem nächsten Lauf der 24h Series powered by Hankook, fraglich ist. Dennoch geht das Team mit dem guten Gefühl nach Hause, in der Langstreckenserie des niederländischen Veranstalters Creventic eine neue Heimat gefunden zu haben. „Unglaublich, wie herzlich wir hier empfangen wurden“, so der Eindruck von Georg Weiss. „Aber das fahrerische Niveau ist hier extrem hoch – eine tolle Herausforderung.“

Stimmen nach dem Rennen:

David Perel (Fahrer Ferrari 488 GT3 #21):
„Meine erste Erfahrung mit WTM Racing war hervorragend. Es macht sehr viel Freude, mit diesen Jungs zusammenzuarbeiten. Und einen Ferrari 488 GT3 in Mugello zu fahren, ist ein grandioses Gefühl. Das Feuer war wirklich großes Pech. Ohne dieses hätten wir eine gute Chance auf die Top 5 gehabt. Ich freue mich jetzt bereits auf die nächsten Rennen, die wir zusammen in Angriff nehmen. Ein großes Dankeschön geht an Rinaldi Racing für den hervorragenden Job.“

Leonard Weiss (Fahrer Ferrari 488 GT3 #21):
„Es war eine komplett andere Erfahrung als die Nordschleife. Ich bin die Strecke nur einmal vorher im Simulator gefahren. Deshalb habe ich mich in den Trainings noch etwas schwer getan. Im Rennen ging es deutlich besser. Ich bin sehr zufrieden mit meinem letzten Stint vor dem Ausfall, da war ich schon nahe an dem dran, was ich mir vorgenommen hatte. Da ich noch einmal an der Reihe gewesen wäre, hätte ich mich sicherlich noch weiter steigern können. Dadurch ist der Ausfall natürlich noch einmal extra bitter.“

Oliver Kainz (Fahrer Ferrari 488 GT3 #21):
„Natürlich können wir mit diesem Ausfall nicht zufrieden sein. Das war sehr schade, weil wir auf der Strecke eine wirklich gute Leistung gezeigt haben. Das Fahrzeug war optimal vorbereitet und der Start lief sehr gut. Wir müssen noch ein wenig lernen, die Code-60-Phasen besser auszunutzen. Das kennen wir so aus der VLN nicht. Aber ich bin sicher, dass das Team das hinbekommen wird.“

Nico Menzel (Fahrer Ferrari 488 GT3 #21):
„Da wir keine Testfahrten im Vorfeld hatten, war es gut, mal wieder ein paar Kilometer im Ferrari zu absolvieren. Das Rennen lief gut und wir lagen in einer aussichtsreichen Position. Für mich war es die erste Erfahrung mit einem Feuer. Nach dem Tankstopp hat es in einer Code-60-Zone plötzlich angefangen zu qualmen und dann habe ich die Flammen gesehen. Ich hatte keinerlei Panik. Nachdem ich mittlerweile doch ein wenig Erfahrung habe, war mir klar, was ich zu tun hatte. Aufgrund des Qualms im Auto war es schwierig, etwas zu erkennen, aber eine orange markierte Tasche habe ich noch gesehen. Die Streckenposten standen bereits mit Feuerlöschern parat.“

Georg Weiss (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
„Es war eine tolle Veranstaltung. Der Wettbewerb ist hier sehr stark. 20 GT3-Fahrzeuge, die zum Teil mit Fahrern der FIA-Kategorie ‚Gold‘ besetzt sind, sorgen für ein kompetitives Feld. Rinaldi Racing hat einen hervorragenden Job gemacht. Die hatten hier fünf Autos zu betreuen. Die alle abzufertigen ist eine große Herausforderung. Wir müssen noch lernen, wie diese Serie funktioniert. Das werden wir beim nächsten Mal sicherlich noch alles besser machen. Der Zwischenfall beim Schwesterfahrzeug tut mir sehr leid. Die waren bis dahin hervorragend unterwegs.“

Jochen Krumbach (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
„In diesem Rennen wäre für uns sicher mehr möglich gewesen. Wir müssen uns an diese Serie noch gewöhnen und die Regeln etwas effizienter ausnutzen. Da haben wir noch Luft nach oben. Ansonsten sind wir mit viel Wärme hier aufgenommen worden und ich habe mich sehr wohl gefühlt.“

Hendrik Still (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
„Im Training habe ich noch etwas Zeit gebraucht, um mich auf Auto und Strecke einzuschießen. Aber im Rennen lief es sehr gut und meine Zeiten waren konkurrenzfähig. Wir konnten mit der Spitzengruppe mithalten und hätten ums Podium kämpfen können, bis Georg getroffen wurde. Das hat uns leider ein bisschen aus dem Rennen geworfen, weil es mindestens fünf Runden gekostet hat. Aber es macht Mut. Wir müssen uns jetzt noch ein wenig mit den Eigenheiten dieser Meisterschaft auseinandersetzen, dann können wir vielleicht schon beim nächsten Mal ums Podium kämpfen.“

Daniel Keilwitz (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22):
„Das war natürlich nach dem kurzfristigen Einstieg in diese Serie nicht das einfachste Wochenende. Die Hankook-Reifen waren komplett neu für uns. Wir haben im Rennen einige leichte Schwierigkeiten gehabt, aber wenn wir die ausmerzen, können wir mit Sicherheit ums Podium mitfahren. Jetzt gilt es in erster Linie, die Reifen zu verstehen. Aus diesen können wir sicher noch mehr herausholen. Ansonsten bin ich zufrieden und freue mich, Teil von WTM Racing zu sein. Eine super Truppe.“

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