Das Rennwochenende des ADAC GT Masters in Hockenheim hatte für das Team Schütz Motorsport viele Tiefpunkte, aber auch einige Highlights zu bieten. Während der Mercedes-AMG GT3 mit den Piloten Marvin Dienst und Philipp Frommenwiler im ADAC GT Masters ein schwarzes Wochenende erwischte, konnte die Besatzung des GT4-Porsches in der ADAC GT4 Germany groß aufgeigen und sogar einen Klassensieg einfahren.

Nach den guten Ergebnissen aus den ersten beiden Rennwochenenden des ADAC GT Masters trat die Mannschaft von Schütz Motorsport sehr optimistisch die kurze Reise nach Hockenheim an. Die Heimstrecke des Pfälzer Rennteams sollte dem Mercedes-AMG GT3 eigentlich liegen. Doch bereits am Test-Donnerstag stellte sich heraus, dass dieses Wochenende keinesfalls so problemlos wie gewünscht ablaufen sollte. Das Team ereilte ein technischer Defekt nach dem anderen, so dass man wertvolle Test- und Trainingszeit verlor. Auch am Freitag konnte der rote AMG am ersten freien Training am Freitag wegen Technik-Problemen nicht teilnehmen.

Schütz Motorsport Mercedes-AMG GT3 ADAC GT Masters 2020 Hockenheim
Foto: L. Rodrigues

Mit diesem eklatanten Erfahrungsrückstand ging Marvin Dienst am Samstag in das Qualifying. Erwartungsgemäß konnte Marvin trotz vollem Einsatz nicht an seine Top10-Startplätze aus den ersten beiden Wochenenden anknüpfen und belegte nur den 22. Platz. Die knapp 0,9 Sekunden Rückstand auf die Pole Position zeigten einmal mehr, wie eng das große Feld des ADAC GT Masters beisammen liegt. „Gerade im GT Masters brauchst du eigentlich jede Test-Minute. Wenn dir dann sogar ein und ein halber Tag fehlen, kann man das nicht mehr kompensieren“, zeigte sich Marvin Dienst enttäuscht.

Auch im Rennen war von dieser Startposition nicht mehr viel möglich. Trotz starker kämpferischer Leistung konnten Dienst und sein Partner Philipp Frommenwiler, der den Schütz-AMG zur Rennhalbzeit übernahm, nur noch auf Platz 19 vorfahren. „Wir sind in den Trainings kaum zum Fahren gekommen. Diese Informationen haben uns gefehlt und das hat sich in den Rennen gezeigt“, schilderte Frommenwiler.

Unter diesen Voraussetzungen ging der Schweizer dann am Sonntag in sein Qualifying, wo er den 31. Startplatz belegte. Das anschließende Rennen endete für den Kreuzlinger vorzeitig nach einer Kollision mit einem Konkurrenten. Somit blieb das Team erstmals in dieser Saison bei einem Rennwochenende punktelos. „Unser Ziel ist es eigentlich, immer Punkte einzufahren. Das war in Hockenheim nicht möglich. Für uns bedeutet das jetzt, das Wochenende aufzuarbeiten, um dann in zwei Wochen gestärkt zurückzukommen“, zeigte sich der Kreuzlinger kämpferisch.

GT4-Klassensieg sorgt für Lichtblicke

Schütz Motorsport Porsche Cayman 718 GT4 ADAC GT4 Germany Hockenheim 2020
Foto: L. Rodrigues

Für helle Lichtblicke sorgte die Crew des Porsche Cayman 718 GT4 MR, der von Schütz Motorsport in der ADAC GT4 Germany eingesetzt wird. Tano Neumann (Bulgarien) und der Deutsche Joachim Bölting legten ein blitzsauberes Wochenende hin und errangen am Samstag den Sieg in der Trophy-Wertung. Am Sonntag ließen sie mit dem dritten Klassenrang noch eine weitere Podiumsplatzierung folgen.

Schütz Motorsport Mercedes-AMG GT4 ADAC GT4 Germany Hockenheim 2020
Foto: L. Rodrigues

Für den ebenfalls in der ADAC GT4 Germany angetretenen Mercedes-AMG GT4 mit Marvin Dienst und Marcus Sabo liefen die beiden Rennen wiederum enttäuschend. Während am Samstag ein Feindkontakt das Rennen abrupt beendete, fiel der Mercedes am Sonntag wegen eines technischen Defektes aus. „An diesem Wochenende kam alles zusammen. Nun kann es eigentlich nur noch besser werden“, resümierte Marvin Dienst. „Wir konnten immerhin viele Probleme aussortieren und werden am Sachsenring wieder angreifen!“

Christian Schütz, Teamchef: „Wir kommen mit dem neuen Reifen einfach noch nicht zurecht. Zwar wissen wir, wo wir Zeit verlieren, haben aber noch kein geeignetes Mittel dagegen. In den nächsten Tagen müssen wir die Daten auswerten, grundsätzlich bin ich optimistisch, dass wir die Pace wieder finden werden. Sehr glücklich bin ich über die Entwicklung unserer GT4 Fahrer, die alle einen Superjob gemacht haben und sich stetig weiterentwickeln. Insgesamt ist die Stimmung gut und wir freuen uns auf den Sachsenring“

Quelle: Pressemitteilung Schütz Motorsport

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