Der neunte und finale Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie 2021 wurde am Samstag, den 9. Oktober 2021, ausgetragen. Zum PAGID Racing 45. DMV Münsterlandpokal startete der Rennstall aus Meuspath mit dem BMW 330i #495 und Marcel Manheller (Döttingen), Kurt Strube (Wietmarschen) und Harald Barth (Bonn) in der mit 19 Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse VT2. Wie bei NLS 8 verzögerte sich die Veranstaltung aufgrund des Nebels, nach verkürzter Renndistanz sah Kurt Strube auf dem dreizehnten Rang die Zielflagge. Eine besondere Freude für das Team war der Besuch von Manheller Pilot Martin Owen, der seit Saisonende 2019 die Reise von Großbritannien an den Nürburgring nicht aufnehmen konnte.

Foto: L. Rodrigues

Trotz Herbstsonne am Samstagmorgen verzögerte sich der Beginn des Zeittrainings, da Bodennebel in den Eifeltälern um 8:30 Uhr die Sicht noch sehr einschränkte. Das Qualifying ab 11:15 Uhr mit nur 45 Minuten verlief erwartungsgemäß eng, da alle 118 Teilnehmer eine schnelle Runde liefern mussten. Im dichten Verkehr gab es dann auch schnell wieder Vorfälle mit entsprechenden Doppelgelb oder Code-60 Zonen und die Zeitenjagd war nahezu unmöglich und Startplatz 17 das Maximum für Manheller Racing.

Foto: L. Rodrigues

Die Rennleitung verkürzte die Rennzeit aufgrund der Verzögerungen von vier Stunden auf 3:15 Stunden. Marcel Manheller entschloss sich, das Cockpit den beiden anderen Piloten zu überlassen und verzichtete auf einen Start. Die Hatz durch die herbstlich bunte Grüne Hölle wurde dann um 13:45 Uhr freigegeben und die Meute stürzte sich ins Rennen. Offenbar zu hitzig am Start wurde Harald Barth noch vor dem ersten Umlauf vor der Startampel unverschuldet in einen Unfall mit einem Klassengegner verwickelt, der zu früh nach links zog. Er rettete den beschädigten BMW aber noch bis in die Box. Die resultierende Reparatur eines beschädigten Querlenkers dauerte 25 Minuten und Barth nahm auf dem 17. Klassenrang das Rennen am Ende des Feldes wieder auf.

Nach acht Runden übergab er dann das Steuer an Kurt Strube auf Platz 16. Strube fuhr defensiv und sehr fokussiert bis zum Schluss des Rennens. Schlussendlich war der 13. Platz ein versöhnliches Ergebnis nach einem turbulenten Rennen und einer durchwachsenen Saison.

Foto: L. Rodrigues

Entsprechend fällt auch das Fazit des Teamchefs Stefan Manheller aus: „Von Schnee über Nebel, von technischen Problemen bis zum schweren Unfall, die Saison 2021 war sicherlich nicht unsere! Die Pandemie und die damit verbundenen Komplikationen bei der Fahrersuche waren da nur der Anfang. Dazu noch das kürzeste 24 h-Rennen aller Zeiten, schon wirklich seltsam. Das Team und die Fahrer haben trotzdem ihr Bestes gegeben und die schönen Momente überwogen am Ende. Herzlichen Dank an meine gesamte Mannschaft und an die Piloten, ich bin gespannt, was uns das nächste Jahr bringen wird.“

Foto: L. Rodrigues

Auch Manheller Stammpilot Strube lässt den letzten Lauf und die Saison Revue passieren: „Das Rennen war wie die gesamte Saison: Es war der Wurm drin“, beginnt der Geschäftsmann aus Wietmarschen. Er betont: „Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir hatten viele schöne gemeinsame Stunden, das ist was zählt! Martin Owen endlich wieder in der Eifel begrüßen zu dürfen war wundervoll, er ist dem Team und mir ein sehr guter Freund und fehlte nun schon lange Zeit mit seiner liebenswerten britischen Art.“

Abschließend sagte Strube: „Natürlich waren die Ausfälle, Unfälle und Strafen in nahezu jedem Rennen im Nachhinein immer ärgerlich, dazu noch ein verschneites Rennen und jede Menge Nebel am Ring… Daher machen wir einen Haken an 2021 und freuen uns darum um so mehr auf die kommende Saison, in der wir dann hoffentlich mit einem neuen spannenden Fahrzeug überraschen können! Ich wünsche Allen eine schöne Winterpause, bleibt gesund und munter!“

Foto: L. Rodrigues

„Nachdem das Qualifikationstraining nicht so gut für uns gelaufen war, wollten wir im Rennen eine deutlich bessere Platzierung erreichen. Umso bitterer war es, noch vor der Start-Ziellinie durch ein Ausweichmanöver eines anderen Teilnehmers aus dem Rennen geboxt zu werden. Wir waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und wurden Opfer einer Kettenreaktion im engen Startgetümmel. Anstatt den Weg nach vorne anzutreten, mussten wir mit zwei Runden Rückstand dem Feld hinterherfahren. That’s Racing!“, resümiert Harald Barth das Rennen.

Der Bonner unterstreicht: „Ein großer Dank gilt dem Team Manheller Racing, die es geschafft haben, das beschädigte Auto in kürzester Zeit wieder fahrtüchtig zu bekommen. So konnten wir zum Saisonabschluss noch ein paar schnelle Runden fahren und unser Potenzial zeigen.“

Foto: L. Rodrigues

Der in die Jahre gekommene BMW F30 328i, vom Team auch WWS-BMW genannt, wird den Fuhrpark von Manheller Racing verlassen. Welcher Rennbolide dann im nächsten Jahr im weiß-grünen Kleid von Manheller in der Nürburgring Langstrecken-Serie eingesetzt wird, verrät das Team dann vor Saisonbeginn.

Die Saison 2022 wird dann noch acht Läufe beinhalten, davon als Novum das 12h-Rennen im September, hier werden über zwei Tage jeweils sechs Rennstunden absolviert und mit Punkten belohnt. Das bisherige Punktesystem der Serie wird ebenfalls erneuert und orientiert sich dann nicht mehr nach der Anzahl der Fahrzeuge in der Klasse, damit haben auch dünner belegte Klassen wieder die Möglichkeit, um die Gesamtmeisterschaft mitzukämpfen.

Vorläufige NLS-Termine 2022

25.-26.03.2022 – NLS1
08.-09.04.2022 – NLS2
22.-23.04.2022 – NLS3
24.-25.06.2022 – NLS4
08.-09.07.2022 – NLS5 (6h Rennen)
09.-11.09.2022 – NLS6 (12h Rennen)
07.-08.10.2022 – NLS7
21.-22.10.2022 – NLS8

Quelle: Pressemitteilung Manheller Racing / WWS Strube GmbH

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