Rinaldi Racing ist aus der Blancpain GT Series nicht mehr wegzudenken. Mit einem Klassensieg in der PRO-AM Wertung und einem dritten Platz in der Amateur-Wertung hat die Mannschaft aus Mendig die Konkurrenz wieder einmal in die Schranken verwiesen.

Besetzt mit namhaften Piloten reiste die Mannschaft in der vergangenen Woche mit großen Zielen an. Auf dem Ferrari 488 GT3 #333 in der ProAm-Klasse starteten Alexander Mattschull, Rinat Salikhov, David Perel und Daniel Keilwitz. Auf dem Schwesterauto mit der Nummer 488 in der Am-Klasse Pierre Ehret, Rick Yoon, Murad Sultanov und Nick Boulle.

Das Qualifying am Donnerstagabend verlief nicht so wie geplant. Am Ende war es für die #333 Startplatz 11 in der ProAm-Klasse und der Gesamtplatz 53. Die #488 qualifizierte sich auf dem neunten Platz in der Am-Klasse und dem Gesamtplatz 55.

Am Samstag pünktlich um 16.30 Uhr starteten die 63 Fahrzeuge bei der 70. Edition der 24 Stunden Spa. Daniel Keilwitz übernahm den Start und konnte schon nach einer Runde zwei Positionen in der Klasse gutmachen. Bis zum ersten Stopp auf Rinat Salikhov konnte sich die #333 auf Platz 5 in der ProAm-Klasse vorarbeiten und den 34. Gesamtplatz rausfahren. Auch Pierre Ehret auf der #488 avancierte gleich beim Start um zwei Plätze in der Am-Klasse. Bis zu seinem ersten Stopp, bei dem Nick Boulle übernahm, rückte man auf den sechsten Platz in der Am-Klasse vor.

Beide Ferrari 488 GT3 liefen ohne Probleme bis in die Nacht hinein. Die Fahrer überzeugten mit guten Rundenzeiten und rückten immer weiter auf. Auf der #333 wechselten sich David Perel und Daniel Keilwitz bei den Nachtstints ab. Kurz nach drei Uhr nachts wurde das Rennen mit der roten Flagge wegen eines schweren Unfalls unterbrochen. Bis dahin hatte sich die #333 auf Platz zwei in der ProAm-Klasse vorgearbeitet und hielt den 21. Gesamtplatz inne. Auch die #488 konnte sich behaupten und schnappte sich den dritten Platz in der Am-Klasse nach einem tollen Überholmanöver. Nach eineinhalb Stunden wurde das Rennen wieder aufgenommen.

Mit einer sehr guten Strategie konnte sich die #333 im letzten Drittel des Rennens die Führung in der ProAm-Klasse sichern. Die #488 konnte den dritten Platz in der Am-Klasse halten. Die letzten zwei Stunden des Rennens fieberte das komplette Rinaldi Racing Team dem Ende entgegen. Der letzte Boxenstopp auf Alexander Mattschull verlief problemlos und nun ging es darum den ersten Platz in der Klasse nach Hause zu fahren. Auch auf der #488 lieferte das Team einen tollen Job beim Stopp ab und wechselte für den Schussstint von Rick Yoon auf Murad Sultanov.

Rinaldi Racing Ferrari 488 GT3 #488 Blancpain-GT-Series Spa 24h 2018
Foto: D. Matschull

Am Ende konnte das Team endlich jubeln. Nach 511 Runden überquerte Mattschull die Ziellinie als Führender in der ProAm-Klasse und dem 15. Gesamtplatz und dies mit zwei Runden Vorsprung auf dem Zweitplatzierten in der ProAm. Die #488 erreichte einen tolles Ergebnis mit dem dritten Platz in der Am-Klasse und dem 34. Gesamtplatz.

Michele Rinaldi: „Was ein Rennen! Das ist ein Traumergebnis für das komplette Team. Die #333 hat eine unglaubliche Aufholjagd hingelegt, wenn man bedenkt, dass wir von so weit hinten gestartet sind. Die Rundenzeiten haben gestimmt, die Strategie war perfekt abgestimmt und am Ende wurden wir mit dem ersten Platz in der ProAm-Klasse belohnt. Auch die #488 zeigte eine grandiose Leistung. Besonders die Fahrer haben eine wirklich tolle Leistung gezeigt. Die Rundenzeiten, die die Fahrer durch das ganze Rennen hinweg hingelegt haben, war mitentscheidend für das Rennergebnis.

Beide Ferrari 488 GT3 liefen problemlos ohne einen einzigen technischen Defekt. Der italienische Bolide ist einfach ein klasse GT3-Fahrzeug. Vielen Dank an Michelotto, der uns als Kundenteam stets unterstützt und dies durch das komplette Rennen hinweg. Und vielen Dank für den hervorragenden Streckensupport der Ingenieure von Kessel Racing.
Auch einen großen Dank an alle Fahrer, ohne die man das Projekt 24 Stunden Spa nicht hätte realisieren können. Die Leistungen, die gezeigt wurden und das ganze 24 Stunden am Stück waren bemerkenswert.

Am Ende waren es dann insgesamt etwas mehr als 50 Boxenstopps, die das Team realisiert hat. Kein einziges Mal haben wir gepatzt und die Mechaniker waren immer hochkonzentriert und motiviert bei der Sache. Eine wirklich ausschlaggebende Leistung. Auch bei den ganzen strategischen Entscheidungen haben alle Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet und dafür keine einzige Minute die Augen zugemacht.

Vielen Dank an alle Sponsoren, Partner, Freunde und Fans, die uns die ganze Woche über unterstützt und angefeuert haben.“

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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