Er ist das Kultfahrzeug bei den Fans, der Opel Manta von Olaf Beckmann. Der „Kissling Manta“ mit dem Fuchsschwanz an der Antenne darf bei keinem Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und erstrecht nicht beim 24h Rennen fehlen. Aufgrund eines größeren Problems an der Kupplung ließ Beckmann beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen Ende August das Auto bereits in der Garage, war jedoch optimistisch, dass bis zum Jahreshöhepunkt alles repariert ist.

Noch vor etwa zwei Wochen teilte Beckmann zuversichtlich mit, dass einem Start zum ADAC TOTAL 24h Rennen auf dem Nürburgring vom 24. bis 27. September 2020 nichts im Wege stehe und alle nötigen Ersatzteile da und die Reparaturen erledigt sein sollten.

Peter Hass Olaf Beckmann Lars Gutsche
Foto: L. Rodrigues

Doch bedauerlicherweise kommt es nun anders, wie Olaf im Telefongespräch mit LSR-Freun.de leicht geknickt mitteilte. Der Hamburger erklärte: „Leider haben wir bis zum vergangenen Wochenende nicht alle benötigten Teile bekommen. Eigentlich sollte der Manta nun in dieser Woche fertig werden, auf den Prüfstand und dann rechtzeitig bis zur Anreise in der Eifel alle Tests beendet haben. Allerdings fehlen noch Komponenten der Kupplung und somit ist der Zeitplan nicht mehr zu halten. Daher haben wir schweren Herzens am Sonntag beschlossen unsere Nennung zurückzuziehen und seit über zwanzig Jahren erstmals nach eigener Entscheidung nicht anzutreten.“

Nachtrag: Bei den fehlenden Teilen handelt es sich um Sonderanfertigungen die nicht im Ersatzteil-Regal liegen! Olaf Beckmann betont: „Selbst wenn wir kurzfristig die Teile bekommen können wir diese nicht mehr entsprechend testen. Es wäre fahrlässig mit ungetesteten Teilen in ein 24h-Rennen zu gehen!“

Der Opel Manta war seit 1998 bei jedem 24h-Rennen auf dem Nürburgring dabei, nur im Jahre 2004 bekam er keine Starterlaubnis aufgrund des Baujahres. Bekanntermaßen ist Beckmann ein Kämpfer und gibt immer alles, um das Kultfahrzeug auf der Nordschleife zu bewegen, ein solcher Rückzug erfolgt nicht leichtfertig.

Olaf Beckmann schließt ab: „Es tut mir für die Fans – die eh schon nicht vor Ort sein können – sehr leid, lässt sich jedoch nicht ändern. Meinem ganzen Team und allen die bis zur Entscheidung fleißig geholfen hatten danke ich für ihren Einsatz. Im kommenden Jahr gibt es ein Wiedersehen und der Fuchsschwanz wird durch die Eifelwälder flattern. Bis dahin bleibt alle gesund, genießt das Rennen zuhause. Das werde ich erstmals auch machen.“

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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