Den Titel in der Klasse SP2T hatte sich das Team Eurorepar Nett Motorsport mit seinem Peugeot 308 Racing Cup bereits vorzeitig gesichert (wir berichteten). Dennoch war der letzte Saisonlauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring aus verschiedenen Gesichtspunkten von Bedeutung.

So strebte Fahrer und Teamchef Jürgen Nett den 90. Klassensieg seiner über 30-jährigen Karriere auf der Nordschleife an.

Sein Bruder hatte dagegen Aussicht auf seinen 24. Klassensieg. Mit dieser Anzahl würde er mit seinem 2017 verstorbenen Vater, Ludwig Nett, gleichziehen. „Das wäre eine sehr emotionale Sache. Unser Vater hat das Team 1972 gegründet. Auf gewisse Weise fährt er bei jedem Rennen bei uns mit“, so Achim Nett im Vorfeld des 44. DMV Münsterlandpokals.

Auch der dritte Fahrer im Bunde, Bradley Philpot, wollte einen weiteren Klassensieg einheimsen. „Saisonübergreifend wäre es Nummer 12 in Folge“, so der Brite, der mit einem Augenzwinkern hinzufügt: „Ich habe mir im letzten Jahr den abstrahieren Umriss des Nürburgrings auf den Unterarm tätowieren lassen. Nicht jeder fand die Idee so toll. Diesen Kritikern möchte ich hiermit entgegnen, dass wir seit dem ungeschlagen sind“.

Die Techniker-Crew nutzte das „Schinkenrennen“ – Klassensieger erhalten, sofern eine gewisse Teilnehmerzahl erreicht wird, neben einem Pokal einen original westfälischen Schinken – hingegen als Testfahrt. „Wir haben unter anderem an der Fahrwerks-Abstimmung geschraubt und neue Reifen ausprobiert“, gibt Crew-Chief Christian Erben zu Protokoll.

Die „Grüne Hölle wartete mit einem wahrlich goldenen Oktober-Tag auf. Da die Strecke jedoch anfangs teilweise noch sehr feucht und schmierig war, änderte man im Hause Nett Motorsport kurzfristig die Taktik für das morgendliche Qualifikationstraining. Achim Nett kehrte nach ein paar Installations-Runden auf der GP-Strecke zur Box zurück. Man wartete eine halbe Stunde ab, ehe Philpot insgesamt drei schnelle Runden fuhr und dem Team damit die Pole-Position in der Klasse sicherte. Mit einer Zeit von 9:15.140 Minuten lag man so auf Gesamtrang 62 von insgesamt 165 Startern.

Das Rennen verlief indes wenig spektakulär. Startfahrer Jürgen Nett fuhr gewohnt souverän und machte einige Positionen gut. Nach rund 90 Minuten übernahm Philpot den Peugeot und verbesserte den erst vor zwei Wochen aufgestellten teaminternen Rundenrekord um weitere zwei Sekunden auf 9:06.235 Minuten.
Achim Nett übernahm schließlich das Auto und machte den erneuten Klassensieg perfekt, womit alle oben erwähnten Ziele erreicht wurden. Im Gesamtklassement bedeutete dies einen hervorragenden 45. Rang.

Somit beendete das Team die Saison mit einer perfekten Bilanz. In neun Läufen sprangen acht Siege heraus und auch beim wetterbedingt abgebrochenen zweiten Saisonlauf lag man bis zur roten Flagge souverän in Front.
Teamchef Jürgen Nett bedankte sich bei der Siegerehrung nochmals bei allen Helfern und Sponsoren. Um über Pläne für 2020 zu sprechen, sei es indes noch zu früh, so der 52-Jährige.

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