Besser hätte die Saison für das Team Eurorepar Nett Motorsport nicht beginnen können. Schon bei den inoffiziellen Testfahrten am Freitag vor dem Saisonauftakt zur neuen Saison der VLN Langstreckenmeisterschaft zeigte sich, dass professioneller Rennsport nicht mit dem Fallen der Zielflagge endet.

Der Truppe um Crew-Chief Christian Erben und Chefmechaniker Lothar Gäb ist es offensichtlich gelungen, aus dem letztjährigen SP2T-Meisterauto, dem Peugeot 308 Racing Cup, noch einiges Potenzial hervor zu kitzeln. Teamchef und Fahrer Jürgen Nett (Mayen-Alzheim): „Es ist Wahnsinn, wie die Jungs das Auto über den Winter vorbereitet haben. Wir hatten letztes Jahr zweifelsohne ein sehr gutes Auto, aber in puncto Handling und Fahrbarkeit haben wir uns nochmals enorm verbessert“. Diese lobenden Worte drückte sein Teamkollege Bradley Philpot (Bedford/England) in Zahlen aus: in 9:17 brannte er die schnellste jemals mit diesem Auto (in SP2T Spezifikation) gefahrene Runde in den frisch asphaltierten Belag des Nürburgrings.

Am Samstag, dem Tag, an dem die Saison mit der 65. ADAC Westfalenfahrt erst offiziell beginnen sollte, war im gesamten Fahrerlager allenthalben Geduld angesagt. Beharrlich weigerte sich der Nebel, die Kombination aus GP-Kurzanbindung und Nordschleife freizugeben. Bei Sichtweiten unter 20 Metern war an sicheren Rennsport nicht zu denken. Erst um 12:30 Uhr, also eine halbe Stunde nach eigentlichem Rennbeginn, wurde die Strecke zum Zeittraining freigegeben, dass von 90 Minuten auf 60 Minuten verkürzt wurde. Aber auch diese eine Stunde reichte dem Team aus der Koblenzer Straße in Mayen um die Bestzeit (9:19.732 min) in der Klasse zu setzen.

Nett Peugeot 308
Foto: L. Rodrigues

Um kurz nach 14 Uhr schickte die Rennleitung dann ein knapp 170 Fahrzeuge umfassendes Starterfeld ins Rennen. Die Renndistanz wurde jedoch auf 2:45 Stunden verkürzt, um nicht gegen die geltenden Lärmschutzauflagen rund um die „Grüne Hölle“ zu verstoßen“. Startfahrer Jürgen Nett kam in der dritten Startgruppe gut weg und reihte sich in der Armada der BMW M240i Racing Cup Fahrzeuge ein. Eben einer jener Cup-Piloten ließ dem 52-jährigen dann jedoch etwas wenig Platz in der Mercedes-Arena und zwang ihn in einen spektakulären Drift, den Nett mit all seiner Routine souverän meisterte. „Die Reifen waren danach jedenfalls warm“, so der VLN-Meister von 1987 mit einem Augenzwinkern. Offensichtlich. Denn Nett verbesserte den teaminternen Rekord auf 9:13 Minuten.

Das restliche Rennen verlief ansonsten wenig aufregend. Jeder Fahrer spulte im schnellen Franzosen sechs Runden ab. Nachdem Bradley Philpot den mittleren Stint gefahren war, kam für die letzten 60 Minuten Achim Nett (Mendig) zum Einsatz, der das schwarzweiß-karierte Tuch als Klassensieger der SP2T glücklich entgegennahm.

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