Über 90 Youngtimer trafen sich am Samstag, den 17. September 2022 zum ADAC 1000 Kilometer Nürburgring in der herbstlichen Eifel. Kurt Strube aus Wietmarschen, Geschäftsführer der WWS Strube GmbH, teilte sich das Cockpit des Porsche 993 #77 aus dem Jahr 1994 mit dem Fahrzeugeigentümer Arne Bast aus Hamburg. Bei leichtem Regen konnte der „hoRSt“ genannte Porsche sich für die elfte Startposition und Platz vier in der Klasse 55 qualifizieren. Nach Ablauf der Rennzeit, welche aufgrund einer Unterbrechung verkürzt wurde, sah der Porsche 993 #77, betreut von Simon Motorsport, das schwarz-weiß-karierte Tuch auf dem vierten Platz der Klasse und Rang zwölf im gesamten Feld.

Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

Nachdem 2021 das traditionsreiche 1000 Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring wiederbelebt wurde und Arne Bast mit Kurt Strube auf dem achten Gesamtrang ins Ziel kamen, stand für beide schnell fest, dass 2022 an diesen Erfolg angeknüpft werden soll. Der straßenzugelassene und über 300 PS starke Porsche 993 Baujahr 1994 wurde auch in diesem Jahr kompetent von Simon Motorsport betreut, der Rennstall des bekannten Moderators Patrick Simon. Mehr als 90 Rennboliden bis Baujahr 1994 traten an. Bekannte Namen wie Manthey, Stursberg oder Salewsky pilotierten legendäre Fahrzeuge wie einen BMW 635i, den Porsche 911 RSR oder Ford Escort MK1 und ließen Erinnerungen alte Rennsportzeiten wieder aufleben.

Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

Mehrfache Wetterwechsel während des Rennens sorgten für zahlreiche Strategieänderung und würfelten die Platzierungen immer wieder durcheinander. Unbeirrt davon fuhren beide Piloten konstant ihre Runden. Strube lag zeitweise auf dem achten Platz und fuhr die viertbeste Rundenzeit im stark besetzten Feld, bevor in der dritten Rennstunde ein Problem mit dem Motor sie dann auf Platz 18 zurückwarf. Doch der Fehler war rasch behoben und Bast machte in den folgenden Umläufen auf der fast 24,4 Kilometer langen Streckenvariante von Grand-Prix-Sprintkurs und Nordschleife erneut Positionen gut.

Bei einer Restzeit von etwa 2 Stunden und 45 Minuten der ursprünglich 6,5 Stunden, entschied die Rennleitung die rote Flagge zu schwenken und den Marathon zu unterbrechen, da es in einigen Abschnitten heftige Niederschläge mit Hagel gab und auf der Strecke Wasser stand. hoRSt mit der #77 lag zu der Zeit auf dem 14. Gesamtrang mit 19 absolvierten Rennrunden.

Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

Nachdem die Uhr nach der Unterbrechung zuerst weiterlief, sammelten sich die Teilnehmer auf der Start-Ziel-Gerade um in einem zweiten Rennabschnitt über knapp 100 Minuten den restlichen Marathon bis 18:40 Uhr durch die nasse Grüne Hölle aufzunehmen. Kurt Strube stellte sich der Herausforderung das zweite Rennen zu beginnen und nahm Platz im Cockpit. Da die Ergebnisse des ersten Teils nach Ablauf des zweiten Teils hinzuaddiert werden sollten, herrschte bis zur Endabrechnung um 20:30 Uhr keine Gewissheit über die tatsächliche Position im Rennen.

Ohne Vorfälle konnte Strube dann von Position 14 aus den Porsche 993 #77 auf frischen Regenpneus über die Ziellinie pilotieren. Platz neun in der Gesamtwertung und Platz drei in der Klasse 55 stand nach dem zweiten Lauf in der Tabelle. Die Zeitnahme verkündete dann die finale Platzierung: Bast und Strube freuten sich über den zwölften Gesamtrang und Klassenplatz vier nach einem aufregenden Rennen.

Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

Kurt Strube sagte: „Zuallererst möchte ich meinen Dank und meine Wertschätzung den Damen und Herren auf den Streckenposten aussprechen, das waren schon extreme Bedingungen da draußen! Natürlich auch vielen Dank an Arne für das Vertrauen mich ins Cockpit von hoRSt zu lassen, das Auto ist einfach der Wahnsinn und macht unglaublich Spaß, selbst bei dem Wetter.“ Der Geschäftsmann aus Wietmarschen erklärte weiter: „Sicherlich wären wir gerne in den Top 10 angekommen und hätten uns über ein Podium gefreut, doch unter diesen Umständen ist das Resultat nebensächlich und wir haben eine einzigartige Veranstaltung genossen. Etwas schade war, dass es für die Zuhausegebliebenen keinen Livestream gab, ich denke die schönen Bilder hätten großen Anklang gefunden.“

Arne Bast bilanzierte glücklich: „Es war ein intensives Rennen unter spannenden Bedingungen. Nach dem Start von Platz elf machten wir Positionen gut. Die Reifenwahl im ersten Teil war schwierig, unsere Entscheidung auf Slicks zu bleiben war vermutlich die Richtige. Ein Problem mit dem Keilriemen kostete uns etwa fünf Minuten und während wir uns zurückkämpften, kam dann zurecht die Unterbrechung. Sturzbäche liefen über die Straße, da war an ein sicheres Rennen nicht zu denken. Kurt fuhr dann ein starkes zweites Rennen und kam auf Platz neun ins Ziel, hervorragend! Wir dürfen mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein, hatten viel Spaß am Wochenende und freuen uns bereits jetzt auf nächstes Jahr.“

Für Kurt Strube geht es am 8. Oktober mit dem nächsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie im WWS-Hyundai #491 bei Mertens Motorsport weiter. Bast und Strube planen bereits heute im kommenden Jahr gemeinsam mit hoRSt beim nächsten 1000 Kilometer Nürburgring anzutreten welches vom 15. bis 17. September 2023 terminiert ist.

Quelle: Pressemitteilung WWS Strube GmbH

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