Ein Mercedes-AMG und ein Ferrari bilden die erste Startreihe beim 48. ADAC TOTAL 24h-Rennen: Marco Engel und Luca Ludwig sowie Engels Markenkollege Rafaele Marciello blickten bei der Pole-PK noch einmal auf den anspruchsvollen Fight um die Pole-Position zurück.

Maro Engel (HRT– Mercedes #4)

„Es hat riesigen Spaß gemacht. Die Runde selbst war auf jeden Fall alles was ging. Wechselnde Bedingungen auf der Strecke – mal trocken, mal nass. Da waren die Regenreifen die richtige Wahl! Beim Slick war uns das Risiko einfach zu groß. Vorab haben wir gesehen, dass der Reifen passt und jetzt werden wir mal schauen, wie es im Rennen wird.“

„Wir wussten ja auch alle nicht, wie es draußen aussieht. So haben wir ein paar Teamkollegen an die Strecke geschickt und die haben für uns den Wetterdienst gespielt. Das ist wahrer Teamspirit, dass sie sich bereit erklärt haben, raus zu fahren.“

„Einen sehr großen Dank an Hubert Haupt und das Haupt Racing Team. Das waren sehr harte Wochen und Monate für die Jungs und das gesamte Team. Aber es gab diese eine Gelegenheit, als Black Falcon sich entschieden hat, das GT3-Programm nicht fortzuführen, da hat sich Hubert eine neue Möglichkeit geboten. Da sind viele ehemalige Mitarbeiter mitgekommen und die kannten bereits sowohl das Auto als auch die Prozesse im Hintergrund.“

ADAC TOTAL 24h Nürburgring 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #009 Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GetSpeed: Raffaele Marciello; #004 Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT: Maro Engel; #026 Ferrari 488 GT3, Octane126: Bjoern Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi, Luca Ludwig
Foto: Gruppe C Photography

Luca Ludwig (Octane126 Ferrari #26)

„Zunächst einmal Glückwunsch an Maro – ihn nennt man zurecht »Mister Nordschleife«. Es war unglaublich schwierig, das Auto bei den Bedingungen auf der Strecke zu halten. Deshalb bin ich mit Platz zwei sehr zufrieden, obwohl alles in allem gesehen der Luftdruck nicht ganz optimal war. Wir haben aber gezeigt, dass wir auch bei widrigen Verhältnissen mit der Spitze mithalten können – deshalb vielen Dank an mein Team, aber natürlich auch an unseren Reifenpartner Goodyear. Im Rennen gilt es bei den sicherlich wechselnden Bedingungen ohne Probleme über die Distanz zu kommen und das Auto auf der Strecke zu halten. Leider haben wir wenig Erfahrung mit unseren Regenreifen, deshalb wissen wir auch noch nicht genau, wie der Reifen bei starkem Regen funktionieren wird. Das war auch der Grund, warum wir im Top-Qualifying, obwohl es stellenweise sehr nass war, keine Regenreifen gefahren sind, sondern Intermediates.“

Rafaele Marciello (GetSpeed-Mercedes #9)

„Wir haben – wie Maro – bei den Reifen ebenfalls auf die full-wet-Spezifikation gesetzt, da wir auf Nummer sicher gehen wollten. Das war, wie das Ergebnis zeigt, die richtige Entscheidung. Das Top Qualifying ist dieses Jahr aufgrund der gemeldeten Wetterkapriolen und dem damit verbundenen Reifenpoker sicher nicht so wichtig, wie in den vergangenen Jahren. Aber es ist natürlich trotzdem schön von soweit vorne zu starten. Beim Rennen wird es sicher regnen, so wie es aussieht, morgen mehr als am Sonntag. Aber solches Wetter ist ja Ende September auch völlig normal. Wir können es nicht ändern und es ist ja auch für alle gleich. Wir werden versuchen das Beste daraus zu machen und um den Sieg mitzufahren. Auch die länger Nacht ist für alle gleich. Das heißt: wir müssen einfach unsere Scheinwerfer länger anschalten und im Dunklen fahren.“

Quelle: 24h-media.de

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