Am 28.10.2020 hat das Finale zur Digitalen Nürburgring Langstrecken Meisterschaft 2020 stattgefunden, welches vor allem in der letzten Runde keinen schönen Verlauf genommen hat. Wie zuvor bei dem 3h Vodafone Race zum Anfang dieses Monats, ist der MSC Alzey eSports mit drei BMW M4 GT4 Fahrzeugen zu diesem Langstrecken-Lauf an den Start gegangen.

Nach einer Beschädigung am Fahrzeug mit der Startnummer 362, hat Dominik Ramb im Verlauf der letzten Rennrunde viel Zeit verloren und letztendlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren – in Folge dessen ist das Fahrzeug im Abschnitt “Bellof-S” von der Strecke abgekommen. Das darauffolgende TCR-Fahrerfeld konnte dem verunglückten Fahrzeug nicht mehr ausweichen – inmitten eines harten Kampfs um den Rennsieg sowie die Meisterschaft. Ebenfalls wurden weitere Fahrzeuge, mitunter das GT3 Team von Heusinkveld, in diese Kollision verwickelt. Auch der MSC Alzey eSports schied nur wenige Kilometer vor der karierten Zielflagge aus dem Rennen aus.

Hierzu möchte sowohl der MSC Alzey eSports als auch der beteiligte Fahrer Dominik Ramb Stellung nehmen und in diesem Statement veröffentlichen.

Dominik Ramb Teamleiter MSC Alzey eSports
Foto: Dominik Ramb Teamleiter MSC Alzey eSports

„Als langjähriger ehemaliger Kartfahrer, erfahrener Motorsportler allgemein, Sim Racer sowie mittlerweile aktiver Rennleiter in verschiedenen deutschen Kartsport-Serien, schäme ich mich für die von mir in der letzten Runde entstandene Situation in Grund und Boden. Im selben Moment möchte ich mich bei jedem in diesem Unfall beteiligten Team aufrichtig entschuldigen. Zu keinem Zeitpunkt meiner DNLS Teilnahme habe ich es beabsichtigt, anderen Mitstreitern, SimRacer Kollegen und Konkurrenten ein Rennen sowie die Meisterschaft durch einen solchen Fehler meinerseits zu zerstören. Umso mehr beabsichtige ich es nun, mich persönlich mit jedem betroffenen Fahrer in Kontakt zu setzen und mich in diesem Rahmen persönlich zu entschuldigen. Auch wenn ich diese Kollision sowie die verursachten Folgen leider nicht rückgängig machen kann, bitte ich bei allen Teams, Fahrern und Zuschauern um Verzeihung. Gerne hätten auch wir das Rennen erfolgreich abgeschlossen, nichts desto trotz tut es mir umso mehr Leid für die unschuldigen Ausfälle. Aus Sicht der Race Control und der Rennleitung, kann ich eine sicherlich folgende Ahndung zu dieser Rennsituation vollkommen nachvollziehen und verstehen. So war ein versuchter Rejoin inakzeptabel, ebenso hätte ich die Notwendigkeit eines Abschleppens in Betracht ziehen müssen. Letztendlich habe ich innerhalb eines Bruchteils von Sekunden die falsche Entscheidung getroffen und ein spannendes und faires Rennende der TCR Klasse nicht ermöglicht. Auch wenn jeder Mensch Fehler machen kann, bin ich über den Vorfall gestern keinesfalls glücklich!“

Auch wenn die Digitale Nürburgring Langstrecken Serie ihre erste Saison nun beendet hat, wird der MSC Alzey eSports in Zukunft an verschiedenen Meisterschaften teilnehmen. Hierzu zählen primär vor allem die Serien des ADAC – wie beispielsweise den ADAC SimRacing Cup oder den ADAC Digital Cup. Um welche weitere Meisterschaften es sich im Weiteren handelt und wie die terminliche Planung hierzu aussieht, ist bisher noch nicht genau bekannt – weitere Informationen folgen über die offizielle Homepage: https://esports.msc-alzey.com

Quelle: esports.msc-alzey.com

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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