Die beiden Porsche 911 RSR werden aus der ersten Reihe in den fünften Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship starten. Im Qualifying auf dem Virginia International Raceway (USA) markierte der Franzose Frédéric Makowiecki am Steuer der Startnummer 911 die Bestzeit. Sein Werksfahrerkollege Laurens Vanthoor aus Belgien stellte das Schwesterauto mit der Nummer 912 auf den zweiten Rang. Das Porsche GT Team überzeugte bei der Zeitenjagd auf ganzer Linie. Im sonst sehr engen Wettbewerb der Klasse GTLM (GT Le Mans) fuhren die 515 PS starken Rennwagen aus Weissach einen Vorsprung von mehr als einer halben Sekunde auf die starke Konkurrenz heraus. Bei diesem IMSA-Event starten allein die beiden GT-Klassen. Die sonst schnelleren Prototypen sind nicht dabei.

2020 IMSA - VIRginia International Raceway Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (#911), Frederic Makowiecki (F), Nick Tandy (GB)
Foto: Porsche

Die erfahrene Porsche-Werksmannschaft wählte für das Qualifying die optimale Taktik. Zu Beginn der 15-minütigen Session warteten Makowiecki und Vanthoor zunächst eine Minute ab, um bei der anschließenden Attacke über sechs Runden freie Bahn ohne Verkehr zu haben. Im Verlauf des Zeittrainings tasteten sich die beiden Werkspiloten immer mehr an das Limit heran und nutzten das nach starken Regenfällen eher niedrige Grip-Niveau der Strecke optimal aus. In 1:40.389 Sekunden war Makowiecki um rund drei Zehntelsekunden schneller als die Polerunde des Vorjahres von Vanthoor – ein deutliches Zeichen für die Stärke der neuen Generation des 911 RSR.

 Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (#912), Earl Bamber (NZ), Laurens Vanthoor (B) IMSA 2020 Virginia
Foto: Porsche

Im fünften Qualifying der laufenden Saison fuhr Porsche bereits die dritte Pole-Position ein. Im Rennen wechselt sich Makowiecki mit dem Briten Nick Tandy ab, Vanthoor teilt sich die Startnummer 912 mit Earl Bamber aus Neuseeland.

Porsche 911 GT3 R, Wright Motorsports (#16), Patrick Long (USA), Ryan Hardwick (USA) IMSA 2020 Virginia
Foto: Porsche

In der GTD-Klasse erreichte der Amerikaner Ryan Hardwick am Steuer des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 16 den zwölften Rang. Im Rennen über 2:40 Stunden am Samstag (Start um 14:00 Uhr Ortszeit, 20:00 MESZ) teilt sich der ambitionierte Amateurfahrer das Cockpit des über 500 PS starken Fahrzeuges vom Kundenteam Wright Motorsports mit Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA).

Stimmen zum Qualifying

Steffen Höllwarth (Einsatzleiter IMSA Championship): „Es ist ein überragendes Ergebnis. Ich gratuliere unserer gesamten Mannschaft. Es war ein perfekter Job. Durch den starken Regen im zweiten freien Training haben wir nicht so viel fahren können wie erwünscht. Es gibt also bezüglich unseres Renntempos noch ein paar Fragezeichen. Dennoch: Die Ausgangsposition ist optimal, außerdem war Porsche auf dem Virginia International Raceway immer schon besonders stark. Wir sind gespannt auf einen fairen und engen Wettbewerb am Renntag.“

Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #911): „Ich war seit 2016 nicht mehr auf dieser Strecke und musste mich zunächst wieder an das tolle Layout und die besonderen Höhenunterschiede gewöhnen. Es macht einfach nur Spaß! Der Kurs verzeiht keine Fehler. Deshalb habe ich mich vorsichtig an das Limit herangetastet und es auf meiner schnellsten Runde wohl ziemlich genau getroffen. Wir haben nun eine Session im Regen und zwei Trainings auf trockener Strecke absolviert. Wir kennen also alle Bedingungen, die im Rennen auf uns zukommen könnten. Wir sind gut gerüstet.“

IMSA Road America 2020 Porsche 911 RSR Laurens Vantoor
Foto: Porsche

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Für Porsche ist es das perfekte Ergebnis. Ich war mit meiner schnellsten Runde sehr zufrieden und dachte eigentlich, dass es Platz eins sein müsste. Es fühlte sich wirklich perfekt an, aber dann war halt Fred schneller – nicht schlimm. Es mag sein, dass wir an unserem Auto bezüglich des Setups ein wenig zu vorsichtig waren. Ein bisschen aggressiver hätte es durchaus sein dürfen, dann wäre mehr möglich gewesen. Unser Vorsprung im Qualifying war recht groß. Mal sehen, wie sich der Wettbewerb im Rennen darstellen wird.“

Ergebnis GTLM-Klasse

1. Tandy/Makowiecki (GB/F), Porsche 911 RSR #911, 1:40,389 Minuten
2. Vanthoor/Bamber (B/NZ), Porsche 911 RSR #912, + 0,130 Sekunden
3. Spengler/De Phillippi (CDN/USA), BMW M8 GTE #25, + 0,706 Sekunden
4. Garcia/Taylor (E/USA), Chevrolet Corvette C8.R #3, + 0,839 Sekunden
5. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette C8.R #4, + 1,273 Sekunden
6. Krohn/Edwards (FIN/USA), BMW M8 GTE #24, + 1,327 Sekunden

Ergebnis GTD-Klasse

1. Fergus/Holton (USA/USA), McLaren 720S GT3, 1:45,236 Minuten
2. Foley/Auberlen (USA/USA), BMW M6 GT3, + 0,074 Sekunden
3. Montecalvo/Bell (USA/USA), Lexus RC F GT3, + 0,161 Sekunden
12. Long/Hardwick (USA/USA), Porsche 911 GT3 R #16, + 1,223 Sekunden

Alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände unter imsa.alkamelsystems.com.

Quelle: Pressemitteilung Porsche

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