Am vergangenen Wochenende sind mehr als 120 Fahrzeuge beim legendären 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife angetreten. Eines davon pilotierte Motorsport-Routinier Ioannis Smyrlis aus Maintal und sicherte sich den Sieg in seiner Klasse unter schwierigsten Wetterverhältnissen.

Mathol Racing Porsche Cayman N24h 2021
Foto: L. Rodrigues

“Das war das verrückteste 24-Stunden-Rennen meines Lebens”, sagte Ioannis Smyrlis nach der Zieldurchfahrt. “Umso glücklicher bin ich, dass wir am Ende den Sieg in unserer Klasse feiern können. Das ist eine hervorragende Teamleistung.” Das berühmte Langstreckenrennen auf dem Nürburgring fiel in diesem Jahr erneut den Wetterkapriolen der Eifel zum Opfer, denn die Hatz auf der Berg- und Talbahn war kürzer als gedacht. Ioannis Smyrlis ging erstmals für das Team Mathol Racing an den Start und teilte sich das Cockpit eines Porsche Cayman S mit Wolfgang Weber, Alex Fielenbach und Wolfgang Kaufmann.

Das Quartett platzierte seinen über 300 PS starken Rennwagen in der Klasse V6 auf dem zweiten Startplatz. Kurz nach dem Rennstart am Samstagnachmittag setzte Regen über der Nordschleife ein und Startpilot Fielenbach musste sich auf der teils überfluteten Strecke beweisen. In den frühen Abendstunden und bei abtrocknendem Wetter übernahm Smyrlis das Steuer. “Ich kam gut in das Rennen und habe schnell meinen Rhythmus gefunden, obwohl das Wetter nicht optimal war und es viele Unfälle gab”, berichtete Smyrlis. Eine Stunde lang fuhr er mit seinem Klassenkontrahenten Christian Büllesbach und seinem Freund Christopher Rink, der einen V2T-BMW steuerte, im Dreierpack über den Nürburgring. “Das war fairer Motorsport pur – für mich machen genau solche Kämpfe den Spaß und die Faszination am Rennfahren aus”, so Smyrlis.

Gleichzeitig schob sich der Mathol-Porsche an die Spitze seiner Klasse. Doch plötzlich wurden die Wetterverhältnisse wieder schlechter. Dichter Nebel zog über der Strecke auf und es war schwierig die Strecke zu überblicken.

Ioannis Smyrlis N24h 2021
Foto: Ioannis Smyrlis / Smyrlis Racing

“Im Cockpit fühlte ich mich zu Beginn noch sicher, aber irgendwann verdichtete sich der Nebel und es war schwierig, die Streckenposten und Flaggensignale zu erkennen”, sagte der griechische Rennfahrer als er das Auto am Abend an seinen Teamkollegen Wolfgang Kaufmann übergeben hatte. Zur Sicherheit für alle Teilnehmer unterbrach die Rennleitung kurz danach die Veranstaltung mit der roten Flagge. “Das ist natürlich für alle Piloten und Teams ärgerlich, aber irgendwann wäre das Risiko zu groß geworden.” Die Nordschleife besitzt viele blinde Kurven und schnelle Passagen durch die Eifelwälder – gute Sicht ist dort unerlässlich.

So ruhte das 24-Stunden-Rennen bis zum Sonntagmittag. Der Mathol-Porsche mit Smyrlis, Kaufmann, Weber und Fielenbach nahm die restliche Distanz von Platz eins der Klasse V6 in Angriff und verteidigte die Führung bis in das Ziel. “Das ist ein toller Erfolg. Ich freue mich, dass ich mit meinen Teamkollegen diesen Sieg feiern kann”, so Smyrlis. Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war in seiner 49. Auflage mit rund zehn Stunden Fahrzeit das kürzeste Rennen seiner Geschichte.

Quelle: Pressemitteilung Smyrlis Racing

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