„Nach 13 Jahren Community und zehn Jahren Wirpre- bzw. Simracing Deutschland, werden wir nun –nachdem sich kein neuer Vorstand gefunden hat- die Auflösung des Vereins in die Wege leiten…“ eröffnet der Simracing Deutschland e.V. die Ankündigung der Auflösung am gestrigen Abend auf seiner Facebook-Fanseite.

Die Suche nach einem neuen Vorstand zeigte sich für den deutschlandweit agierenden Verein schwieriger, als erwartet. Die Gründer Günter Wirges und Ralf Pressler riefen vor 13 Jahren den Verein aus und konnten massive Erfolge feiern. Partner, wie AVIA Racing oder Raceunion konnten für dieses Projekt gewonnen werden. Gescheitert ist der Verein vorallem an seiner Ehrenamtlichkeit und der dadurch kaum möglichen Skalierung.

„Aufgrund der sehr erfreulichen Entwicklung in den vergangenen Jahren, stieg auch bei uns die Anzahl der Simracer. Allerdings blieb die Anzahl derer, die sich rund um die Organisation der Serien kümmerten, konstant zu „niedrig“. In der Konsequenz nahm das Hobby für den Einzelnen so viel Zeit in Anspruch, dass es nur noch schwer mit Familie und Freizeit vereinbar war bzw. ist. Wir waren stets bemüht, die einzelnen Grids gleichwertig zu behandeln. Zugleich war damit aber auch eine Skalierbarkeit des Ganzen nicht möglich. Jede Serie, jedes Grid, jedes Vereinsmitglied und jeder Fahrer, verursachte „ehrenamtliche“ Arbeit. Bis zu einem gewissen Maß funktioniert das auch, aber wenn es dann zwei drei Stunden pro Abend werden, stößt auch das Ehrenamtsleben an seine Grenzen… und dann kommt der Punkt wo man für sich selbst entscheidet und sagt „das wars“.“ schreibt man in der Veröffentlichung weiter.

Aber jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Denn das wachsende Interesse großer Motorsportverbände und Automobilclubs am virtuellen Racing sorgt für den Fortbestand der Plattform Simracing Deutschland. „Der ADAC Mittelrhein erkennt seit Jahren unser Engagement im Simracing an und ist insbesondere aufgrund der guten Zusammenarbeit im Rahmen der Simracing Expo ein verlässlicher Partner geworden. Perspektivisch soll beim ADAC Mittelrhein das Simracing weiter ausgebaut werden.“ heißt es in der Veröffentlichung zur Zukunft der Plattform.

Rennkommissar Gunnar Miesen wird entsprechend der Meldung ab dem 02. Januar 2019 hauptberuflich am Projekt beim ADAC Mittelrhein mitarbeiten. Demnach will man beim ADAC die Plattform simracing Deutschland fortführen und wird sich auf die „Zugpferde“ vVLN und DGTM (Deutsche GT Meisterschaft) konzentrieren.

Das Programm für die kommende Saison wollen die Verantwortlichen nun schnellstmöglich stricken und in den nächsten Tagen präsentieren.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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