Das lange Warten hat sich gelohnt. Am vergangenen Wochenende trat Schubert Motorsport beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters 2022 erstmals mit dem BMW M4 GT3 in der hochkarätigen GT3-Serie an. Die Heimrennen in der Motorsport Arena Oschersleben waren als erste Standortbestimmung für den neuen Boliden ein voller Erfolg. Auf dem nur wenige hundert Meter vom Hauptquartier des Teams entfernten Kurs verpassten die BMW-Werksfahrer Jesse Krohn und Nicky Catsburg das Podium im Sonntagsrennen nur hauchdünn und wurden Vierte. Diesem starken Resultat war am Vortag ein achter Rang im Feld der insgesamt 22 Teilnehmer vorausgegangen.

Im Schwesterauto zeigten Niklas Krütten und Ben Green eine solide Lernkurve. Am Samstag holten die Rookies mit Platz elf auf Anhieb ihre ersten Punkte in der Liga der Supersportwagen. Im zweiten Rennen bewiesen die Youngster auf der 3,667 Kilometer langen Rennstrecke in der Magdeburger Börde viel Kampfgeist und verpassten ein zählbares Resultat nur knapp. In der ADAC GT4 Germany zeigten Debütant Patrick Steinmetz und Stallgefährte Michael von Zabiensky im BMW M4 GT4 jeweils eine beherzte Aufholjagd und eroberten einen Punkt.

ADAC GT Masters

BMW M4 GT3 #20 (Jesse Krohn/Nicky Catsburg)
Qualifying 1: P10 – Rennen 1: P8
Qualifying 2: P7 – Rennen 2: P4

Foto: Alexander Trienitz

Das BMW-Werksfahrerduo legte mit Platz fünf im zweiten Training am Freitag einen soliden Einstand für den BMW M4 GT3 hin. Im ersten Qualifying war Krohn stark unterwegs, doch eine rote Flagge verhinderte seinen Sprung in die erst Startreihe. Seine persönliche Bestzeit wurde in Folge der Unterbrechung gestrichen, woraufhin er das Samstagsrennen von Platz zehn in Angriff nahm. Der 31-Jährige arbeitete sich in einem entschlossenen ersten Stint auf die siebte Position vor, bevor er das Auto an Catsburg übergab. Der Niederländer behauptete sich nach dem Fahrerwechsel souverän in den Top-10 und überquerte die Ziellinie nach einer Stunde als Achter.

Im zweiten Qualifying eroberte Catsburg als Siebter erneut eine gute Ausgangslage. Beim Start des Sonntagsrennens ließ der 34-Jährige nichts anbrennen und fuhr mit einer spektakulären ersten Runde sogleich auf die vierte Position vor. Im ersten Stint hielt er den Anschluss an die Spitzengruppe, bevor er zur Rennmitte an Krohn übergab. Der Finne machte nach dem Fahrerwechsel massiv Druck nach vorne und lieferte sich einen sehenswerten Kampf um den letzten Platz auf dem Treppchen. Auf der Ziellinie musste er sich nur um eine halbe Sekunde geschlagen geben und stellte Platz vier sicher.

Jesse Krohn: „Insgesamt können wir mit dem Wochenende sehr zufrieden sein. Wir hatten zwei konstante Rennen und haben gute Punkte geholt. Der Samstag lief etwas unglücklich. Es wäre definitiv mehr drin gewesen. Nach dem Pech im Qualifying hatten wir beim Boxenstopp ein kleines Problem, das uns Zeit gekostet hat. Aber wir haben trotz allem das Beste aus der Situation gemacht. Der Sonntag lief reibungslos und Platz vier war eine sehr gute Ausbeute. Die ersten Rennen mit dem BMW M4 GT3 im ADAC GT Masters verliefen unter dem Strich äußert positiv. Ich freue mich schon auf das nächste Event auf dem Red Bull Ring.“

Nicky Catsburg: „Mein erstes Rennwochenende mit Schubert Motorsport lief wirklich gut. Am Samstag wäre sicher noch etwas mehr drin gewesen. Jesse fuhr im Qualifying eine tolle Runde, aber die rote Flagge hat den Ausgang unseres Rennens entschieden. Wir hätten sonst eine andere Ausgangslage gehabt. Am Sonntag lief es besser. Wir hatten nicht ganz die Pace für das Podium, aber ich habe im ersten Stint einige Konkurrenten überholt und wir sind mit Platz vier sehr zufrieden. Das Team hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Wir haben das Auto stetig verbessert und die Rennen fehlerfrei ausgeführt. Es war ein vielversprechender Saisonstart und ich habe mich im Team sehr wohlgefühlt. Ich kann das nächste Rennen kaum erwarten.“

Foto: Alexander Trienitz

BMW M4 GT3 #10 (Niklas Krütten/Ben Green)
Qualifying 1: P15 – Rennen 1: P11
Qualifying 2: P22 – Rennen 2: P16

Die Rookies in den Farben von Schubert Motorsport zeigten an ihrem ersten Wochenende im ADAC GT Masters von Anfang an einen positiven Trend. Nachdem Krütten und Green sich in den Trainings im Einzugsbereich der Top-20 aufgehalten hatten, gelang dem Briten im Zeittraining am Samstag ein spürbarer Sprung. Green qualifizierte die Startnummer 10 auf der 15. Gridposition und legte im Rennen einen fulminanten ersten Stint hin. In der Startrunde machte er fünf Plätze gut. In der Boxenstopp-Phase übergab er an Krütten. Der 19-Jährige verteidigte sich in der zweiten Rennhälfte konsequent gegen die Verfolgergruppe und stellte als Elfter wertvolle Punkt sicher.

Mit Startplatz 22 hatten die Newcomer im zweiten Rennen jede Menge Arbeit vor sich. Krütten machte in der Startphase Boden gut und schob sich auf Position 17 vor. Im dichten Verkehr geriet der Vorwärtsdrang des Nachwuchsfahrers jedoch ins Stocken. Nach der Boxenstopp-Phase griff Green als 19. wieder ins Geschehen ein. Der 24-Jährige arbeitete sich bis zur Zielflagge bis auf die 16. Position vor, konnte den Anschluss an die Top-15 allerdings nicht mehr herstellen. Nach dem Punkteresultat vom Vortag schrammten Green und Krütten hauchdünn an den Punkterängen vorbei.

Niklas Krütten: „Das Wochenende war nicht einfach. Wir haben nach der richtigen Balance für das Auto gesucht und es war eine ziemliche Herausforderung. Ich habe in meinem Qualifying keine gute Runde zusammenbekommen, was das zweite Rennen für uns zu einer schwierigen Aufgabe gemacht hat. In Oschersleben ist das Überholen nicht leicht, aber wir haben das Beste daraus gemacht und einige Positionen geholt. Die Pace war im Rennen deutlich besser und wir freuen uns auf das Wochenende in Spielberg.“

Ben Green: „Ich habe mein Debüt im ADAC GT Masters wirklich genossen. Die Atmosphäre im Team ist fantastisch und ich fühle mich sehr wohl. Die Rennen haben großen Spaß gemacht und es war toll, gleich in beiden Läufen im Mittelfeld mitzumischen. Das hat mir definitiv Lust auf mehr gemacht. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem Red Bull Ring weiter vorne kämpfen können. Wir haben als Team dieses Wochenende sehr viel gelernt und haben jetzt ein stabiles Fundament, um uns weiter zu verbessern.“

ADAC GT4 Germany

Foto: Alexander Trienitz

BMW M4 GT4 #10 (Patrick Steinmetz/Michael von Zabiensky)
Qualifying 1: P23 – Rennen 1: P18
Qualifying 2: P28 – Rennen 2: P15

Für Patrick Steinmetz und Michael von Zabiensky war der Auftakt der ADAC GT4 Germany eine lehrreiche erste Standortbestimmung. Der GT4-Newcomer belegte in der Qualifikation am Samstag den 23. Platz. Im ersten Lauf zeigte er eine beherzte Aufholjagd, sodass von Zabiensky nach dem Fahrerwechsel auf dem 14. Rang lang. Im hart umkämpften zweiten Stint fiel der 21-Jährige auf Position 18 zurück. Der Sonntag hielt einen weiteren arbeitsreichen Nachmittag bereit. In Folge eines schwierigen Qualifyings fuhr von Zabiensky im zweiten Lauf vom 28. Startplatz los. Schon in der ersten Rennhälfte ging es kontinuierlich vorwärts. Nach einer Stunde sah Steinmetz die Zielflagge als 15. und stellte damit einen Punkt für das Duo sicher.

Patrick Steinmetz: „Das Wochenende war eine große Herausforderung. Wir haben uns mit dem Setup schwergetan und das im Qualifying zu spüren bekommen. Die Rennpace war in beiden Läufen da und es ging nach vorne. Das macht uns Mut, aber wir müssen im Zeittraining nachlegen, um von vornherein eine bessere Ausgangslage zu haben. Wenn uns das gelingt, sind konstante Punkteresultate ein realistisches Ziel.“

Michael von Zabiensky: „Beim Test vor zwei Wochen hatten wir ein super Setup gefunden, aber am Rennwochenende fiel es uns plötzlich sehr schwer, die richtige Balance zu finden. Wir hatten viel Untersteuern und die Jungs haben wirklich alles gegeben, um die Abstimmung auszusortieren. Leider haben wir die Qualifyings nicht optimal genutzt. Im zweiten Lauf war sicher mehr drin. Ich hatte einen guten Start, wurde aber von einem Rivalen an der Hinterachse getroffen. Die Balance war dadurch beeinträchtigt, doch wir haben trotzdem gute Fortschritte gemacht. In Zukunft müssen wir einfach weiter vorne starten. Vielen Dank an das gesamte Team für den unermüdlichen Einsatz.“

Teammanager Marcel Schmidt: „Der Saisonstart im ADAC GT Masters ist für uns absolut nach Plan verlaufen. Erstmal ist es natürlich schön, vor der Haustür so gut performt zu haben. Aber es war für uns auch ein wichtiger Test. Wir hatten uns auf das erste Rennen mit dem BMW M4 GT3 optimal vorbereitet und die Resultate haben den Beleg für unsere gute Arbeit geliefert. Nicky und Jesse an diesem Wochenende am Start zu haben war extrem wichtig, um uns mit dem neuen Auto zu orientieren. Die gesamte Crew hat vom Setup bis hin zur Strategie einen ausgezeichneten Job gemacht. Ben und Niklas können auf ihr Ergebnis im Samstagsrennen wirklich stolz sein. Der zweite Lauf war ein kleiner Rückschlag, aber das gehört zum Lernprozess. Insgesamt sind wir mit unserer Leistung sehr zufrieden. Auf dieser Basis können wir aufbauen.“

Kalender des ADAC GT Masters 2022

22.04. – 24.04.2022 – Oschersleben
20.05. – 22.05.2022 – Red Bull Ring
24.06. – 26.06.2022 – Zandvoort
05.08. – 07.08.2022 – Nürburgring
19.08. – 21.08.2022 – Lausitzring*
23.09. – 25.09.2022 – Sachsenring
21.10. – 23.10.2022 – Hockenheimring

*ohne ADAC GT4 Germany

Quelle: Pressemitteilung Schubert Motorsport

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