Parallel zur DTM auf dem Red Bull Ring war Schubert Motorsport am vergangenen Wochenende in einer weiteren hochkarätigen GT-Meisterschaft im Einsatz. Auf dem Sachsenring fand für den Rennstall aus Oschersleben die vorletzte Saisonstation im ADAC GT Masters 2022 statt. BMW-Werksfahrer Jesse Krohn eroberte zusammen mit Teamkollege Ben Green hinter dem Steuer des BMW M4 GT3 im Feld der 19 Teilnehmer zwei wertvolle Punkteresultate. In der ADAC GT4 Germany verzeichnete Schubert Motorsport ebenfalls einen Achtungserfolg. Youngster Patrick Steinmetz eroberte im Sonntagsrennen erstmals die schnellste Rennrunde in der hart umkämpften GT4-Serie.

Das Finale in beiden Rennserien steht für die Truppe von Torsten Schubert vom 21. bis 23. Oktober auf dem Hockenheimring an. Im ADAC GT Masters haben Ben Green und Niklas Krütten als Führende der Tabelle gute Chancen, mit dem BMW M4 GT3 den Titel in der Juniorwertung für Schubert Motorsport zu holen. In der Gesamtwertung befindet sich Ben Green nach sechs der sieben Events der Deutschen GT-Meisterschaft zudem in einer guten Position, die Saison in den Top-5 abzuschließen.

ADAC GT Masters
Jesse Krohn/Ben Green – BMW M4 GT3 #10
Qualifying 1: P13 – Rennen 1: P13
Qualifying 2: P12 – Rennen 2: P8

Im ersten Training legten Jesse Krohn und Ben Green am Freitag mit dem achten Platz einen soliden Auftakt ins Wochenende auf dem 3,671 Kilometer langen Sachsenring hin. Letzterer stellte den BMW M4 GT3 mit der Startnummer 10 im ersten Qualifying am Samstagmorgen in die siebte Startreihe. Von dort aus fuhr der 24-jährige Brite im Rennen einen fehlerfreien ersten Stint, bevor er in der 20. Runde zum Fahrerwechsel kam. In der zweiten Hälfte des Laufs über 60 Minuten machte Jesse Krohn eine Position gut und wurde nach 45 Runden als 13. gewertet.

Der 32-jährige Finne musste im Zeittraining am Sonntag wie sein Teamkollege am Vortag bei kühlen Bedingungen auf Zeitenjagd gehen. Mit rund sechs Zehntelsekunden Rückstand auf die Pole Position erreichte er einen Startplatz in Reihe sechs. In der Startrunde des zweiten Rennens macht er zwei Plätze gut und fuhr daraufhin einen langen ersten Stint. Nach dem Boxenstopp in der 25. Runde griff Ben Green als Neunter wieder ins Geschehen ein. Bis zur Zielflagge machte er einen weiteren Platz gut. Zusammen mit dem Ergebnis vom Samstag sprangen für das Fahrerduo am Sachsenring elf Meisterschaftszähler heraus.

Foto: Gruppe C Photography

Jesse Krohn: „Wir waren dieses Wochenende einfach zu weit weg, obwohl das Team mit dem Setup einen sehr guten Job gemacht hat. Das Auto wurde mit jeder Session schneller, aber die Konkurrenzfähgkeit war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Bei so einer hohen Leistungsdichte ist es unter diesen Voraussetzungen schwer, vorne mitzufahren. Wir hatten uns am Sachsenring mehr ausgerechnet, denn die Strecke lag uns in der Vergangenheit immer gut. Auf der anderen Seite hat es großen Spaß gemacht, mit Ben zu arbeiten. Er ist sehr professionell und zeigt maximalen Einsatz. Vielen Dank an das gesamte Team für die unermüdliche Arbeit. Wir werden den Blick auf Hockenheim richten und wollen die Saison dort mit einem starken Resultat beenden.“

Foto: Gruppe C Photography

Ben Green: „Es war ein schwieriges Wochenende am Sachsenring. Ich habe es sehr genossen, die Rennstrecke kennenzulernen und dort zu fahren. Ich hätte mir allerdings bessere Resultate gewünscht. Die Arbeit mit Jesse war super und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch einmal die Möglichkeit dazu bekommen werden. Wir werden weiter pushen, um beim nächsten Rennen noch besser abzuschneiden.“

ADAC GT4 Germany

Patrick Steinmetz/Michael von Zabiensky – BMW M4 GT4 #10
Qualifying 1: P28 – Rennen 1: P19
Qualifying 2: P19 – Rennen 2: DN
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Für die GT4-Youngster von Schubert Motorsport war der Ausflug auf die Traditionsrennstrecke in Hohenstein-Ernstthal eine Achterbahnfahrt. Rookie Patrick Steinmetz und Michael von Zabiensky stellten sich mit dem BMW M4 GT4 zum fünften Mal in dieser Saison dem Rekordstarterfeld der hochkarätigen ADAC GT4 Germany. Im ersten Training gelang ihnen mit Platz zehn ein vielversprechender Start ins Wochenende. Im ersten Qualifying stellte Michael von Zabiensky die 14. Startreihe im Feld der 29 Boliden sicher. Im Rennen erreichten er und sein Teamkollege den 19. Platz.

Foto: Gruppe C Photography

Am Sonntag war die Ausgangslage durch das Zeittraining von Patrick Steinmetz noch besser als am Vortag. Der 21-Jährige erreichte mit seiner Rundenzeit die zehnte Reihe im Grid. Im Rennen arbeitete er sich bis zum Fahrerwechsel bis auf die zehnte Position vor und fuhr dabei die schnellste Runde aller Teilnehmer. Nach dem Boxenstopp kämpfte Michael von Zabiensky entschlossen um die Punkteränge. Im Duell mit einem Rivalen rutschte der 22-Jährige jedoch drei Runden vor dem Ziel von der Strecke.

Patrick Steinmetz: „Es gab am Wochenende sehr viel Positives. Wir haben am Freitag schnell ein gutes Setup für beide Fahrer gefunden und haben das mit unseren Positionen in den Trainings gezeigt. Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, aber leider haben wir das Potential nicht in entsprechende Ergebnisse verwandelt. Die Rennen liefen beide nicht für uns. Am Samstag hatten wir Pech und der Unfall am Sonntag war sehr unglücklich. Das Wichtigste ist, dass Michi nichts passiert ist. Für mich war die schnellste Runde im zweiten Rennen etwas, über das ich mich sehr gefreut habe. Es ist ein gutes Zeichen für Hockenheim.“

Michael von Zabiensky: „Sowohl für mich als auch für Patrick war der Sachsenring komplettes Neuland. Das Team hat uns vom ersten Training an ein super Auto hingestellt und wir kamen gut zurecht. Im ersten Qualifying war ich mit meiner Runde zwar nicht zufrieden, aber im Rennen ging es gut. Leider hat uns bei der Full Course Yellow das Glück gefehlt. Am Sonntag ist Patrick einen mega ersten Stint gefahren. Ich bin dann im Zweikampf kurz vor Schluss auf die dreckige Linie gekommen und habe dort das Auto verloren. Es war letztendlich mein Fehler und es tut mir für Patrick und das Team sehr leid, dass ich das Ergebnis weggeworfen und das Auto beschädigt habe. Ich bin über diesen Ausgang sehr unglücklich.“

Teammanager Marcel Schmidt: „Das Wochenende am Sachsenring war für das Team sehr lehrreich. Im ADAC GT Masters hatten wir uns bessere Resultate ausgerechnet, aber Jesse und Ben haben schlussendlich das Maximum aus den Möglichkeiten gemacht. Wir dürfen nicht vergessen, dass es unser erstes Jahr mit dem BMW M4 GT3 ist. In Anbetracht dessen ist es normal, dass es auf manchen Rennstrecken noch Luft nach oben gibt. In der ADAC GT4 Germany waren wir mit den Fortschritten dafür sehr zufrieden. Die Fahrer lernen mit jeder Session dazu und Patrick hat mit der schnellsten Runde gezeigt, dass viel Potential im BMW M4 GT4 steckt, wenn beim Setup und den Fahrern alles passt.“

Quelle: Pressemitteilung Schubert Motorsport

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