Fred Makowiecki, Patrick Pilet und Nick Tandy fehlen nur 3,3 Sekunden zum Sieg / Nach großartiger Teamleistung mit allen drei Porsche 911 GT3 R in den Top-7

ROWE RACING ist zum zweiten Mal in Folge bei den legendären 24 Stunden von Spa auf den zweiten Platz gefahren. Nach einem harten Kampf mit den Gegnern und den Naturgewalten in den belgischen Ardennen fehlten den drei Porsche-Werksfahrern Nick Tandy aus Großbritannien sowie Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet aus Frankreich nach einer emotionalen Achterbahnfahrt und einer großartigen Aufholjagd nur 3,3 Sekunden zum zweiten Sieg der Mannschaft aus St. Ingbert nach 2016. Im Porsche 911 GT3 R mit der #998 machte das Trio aber einen Doppelsieg von Porsche perfekt und war die Speerspitze für einen grandiosen Teamerfolg. Denn die beiden Schwesterautos von ROWE RACING mit den #98 und #99 landeten nach 24 Stunden mit widrigsten Wetterbedingungen und einer knapp sechsstündigen Rennunterbrechung am Sonntagmorgen auf den Plätzen fünf und sieben.

Schon der Start am Samstagnachmittag musste im strömenden Regen hinter dem Safety Car erfolgen. Die #998, die von Startplatz vier ins Rennen gegangen war, mischte früh in der Spitzengruppe mit und lag einige Zeit sogar in Führung, bis es durch eine Durchfahrtstrafe wegen eines Vergehens in einer der zahlreichen Full-Course-Yellow- und Safety-Car-Phasen nach knapp vier Stunden vom ersten auf den 45. Platz zurückgeworfen wurde.

Im Anschluss zeigten Le-Mans-Sieger Tandy und die beiden schnellen Franzosen Makowiecki und Pilet bei ihrer Rennpremiere in den Farben von ROWE RACING eine beeindruckende Aufholjagd. Besonders in der Nacht war die #998 konstant das schnellste Fahrzeug auf der Strecke, obwohl die Wetterbedingungen teilweise extreme Züge angenommen hatten. Nach 180 Runden tauchte die #998 erstmals wieder auf dem ersten Platz auf, wurde dann aber am frühen Sonntagmorgen mit dem gesamten Feld gebremst, als die Strecke durch noch heftigere Regenfälle unbefahrbar geworden war. Nach einer knapp sechststündigen Unterbrechung wurde das Rennen erst am Sonntag um 11.30 Uhr fortgesetzt – und bot weiter spektakuläre Action.

Bis in die allerletzten Minuten sorgten immer wieder neue Zwischenfälle für Full-Course-Yellow- und Safety-Car-Phasen, doch Schlussfahrer Tandy behielt immer die Übersicht. Erst schob er sein Team eine gute Stunde vor dem Ende mit einem spektakulären Überholmanöver während einer Überrundung auf Rang drei und damit einen Podiumsplatz, der er kurz darauf nach einer heftigen Attacke eines Konkurrenten kaltschnäuzig verteidigte. 15 Runden vor Schluss verbesserte er sich auf Platz zwei und versuchte in der nochmals turbulenten Schlussphase alles, um den führenden Porsche-Markenkollegen doch noch abzufangen. Doch auch der zweite Rang, das dritte Podiumsergebnis von ROWE RACING in Spa in den letzten vier Jahren, ist ein großer Erfolg für die Mannschaft aus St. Ingbert, die erstmals überhaupt mit drei Fahrzeugen an den Start gegangen war.

Foto: ROWE RACING

Am Ende kamen die Porsche-Werksfahrer Romain Dumas aus Frankreich und Sven Müller aus Deutschland zusammen mit dem französischen Porsche Young Professional Mathieu Jaminet im Porsche 911 GT3 R mit der #98 noch auf den fünften Rang, nachdem sie bei den Wetterkapriolen zu Beginn des Rennens bereits viel Boden verloren hatten und zwischenzeitlich nur auf Position 61 von 73 gestarteten Fahrzeugen gelegen hatten. Die konstanten und fehlerfreien Leistungen des deutschen Porsche-Werksfahrers Dirk Werner und der beiden Porsche Young Professionals Dennis Olsen aus Norwegen und Matt Campbell aus Australien führten den Porsche 911 GT3 R mit der #99 auf den siebten Platz, der das großartige Mannschaftsergebnis abrundete.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Das ist ein fantastisches Ergebnis für alle, die an diesem Projekt beteiligt waren, von den Fahrern über das Team und alle Partner. Wir wollten uns hier wieder besser präsentieren, dass es aber in dieser Art funktioniert, damit konnte niemand rechnen. Wir haben sowohl in der Breite als auch in der Spitze mit drei Profifahrzeugen, allen Fahrercrews und Mechanikern eine nie dagewesene Leistung gezeigt, auf die ich unheimlich stolz bin. Es war eine riesige Aufgabe für unser Team, bei diesem größten GT-Rennen der Welt bei unserem erst vierten gemeinsamen Start sogar drei unserer neuen Porsche 911 GT3 R einzusetzen. Aber wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir zu den besten Langstrecken-Teams in Europa der letzten fünf Jahre gehören. Dazu haben die Wetterbedingungen, erst die Hitzerekorde und dann das Regenchaos, jedem einzelnen von uns auch körperlich alles abverlangt. Dass wir trotzdem bis ganz zum Schluss des Rennens sogar noch die Chance auf den Sieg hatten, ist ein großartiger Teamerfolg, zu dem jeder Einzelne seinen Beitrag geleistet hat.“

Frédéric Makowiecki, #998 ROWE RACING Porsche 911 GT3 R: „Natürlich ist es immer etwas schwierig, wenn man Zweiter wird, vor allem, wenn es am Ende so knapp ist. Aber es ist großartig, was wir bei unseren ersten gemeinsamen Projekt mit dem Team erreicht haben. Wir müssen jetzt beim nächsten Mal stärker zurückkommen. Vielen Dank an ROWE RACING. Wir sind sehr herzlich aufgenommen worden und es war eine sehr gute Erfahrung.“

Patrick Pilet, #998 ROWE RACING Porsche 911 GT3 R: „Das war heute eine richtige Achterbahnfahrt. Wir hatten ein großartiges Tempo und haben viel investiert, den Sieg dann so knapp zu verpassen, ist schade. Aber wir können stolz darauf sein, was wir geleistet haben, und werden er beim nächsten Mal wieder versuchen.“

Nick Tandy, #998 ROWE RACING Porsche 911 GT3 R: „Was für ein fantastisches Ergebnis, das ist das Ergebnis der harten Arbeit, die alle im Team täglich leisten. Ich bin wirklich happy. Wir haben alles gegeben und hatten eine gute Taktik. Am Ende haben wir nur ganz knapp den Sieg verpasst.“

Mathieu Jaminet, #98 ROWE RACING Porsche 911 GT3 R: „Ich bin stolz auf unsere Teamleistung. Leider haben wir zu Beginn des Rennens einen Fehler gemacht, der uns Zeit gekostet hat. Auch wenn die Aufholjagd gut lief und wir bis auf Platz fünf nach vorn fahren konnten, wäre am Ende vielleicht sogar mehr drin gewesen.“

Matt Campbell, #99 ROWE RACING Porsche 911 GT3 R: „Es war ein verrücktes und sehr hartes Rennen bei den sich ständig verändernden Wetterbedingungen. Leider gab es zum Schluss viele Gelb-Phasen und so konnten wir keinen Boden mehr gut machen. Aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht, hier zu fahren.“

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