Saskia Hillen, seit 27 Jahren aufgrund ihrer Krankheit Muskelschwund an den Rollstuhl gebunden, hat großes vor. Sie möchte 2018 Grid-Girl in der VLN werden. Und dafür sucht sie nun ein Team.

Saskia Hillen
Foto: Daniel Matschull
Die 1,65m große Wuppertalerin setzt sich seit Jahren für Inklusion im Motorsport ein. Seit einigen Jahren verfolgt Saskia daher einen Plan. Sie möchte Grid-Girl werden. Nachdem 2017 alles bereits danach aussah, als könnte Sie ihre Idee umsetzen, folgte kurz vor Realisierung die Absage.

2018 soll sich das ändern. Daher begibt sich die quirlige 27-jährige nun öffentlich auf die Suche nach einem Team, welches sie dabei unterstützt und sie ist dabei für jeden Spass zu haben.
Mit dem Race4Friends Benefiz-Tag am Nürburgring ist bereits ein Anfang gemacht. Hier konnte Hillen im November Eindrücke sammeln, wie sich Rennfahrer auf dem Nürburgring fühlen. Zusammen mit Andi Gülden zähmte sie beim 2017er Lauf des Race4Friends das grüne Biest – den Mercedes AMG GT.

Doch Inklusion im Motorsport bedeutet mehr, als nur ein paar Taxifahrten im November. Und darauf möchte Hillen aufmerksam machen. Dass man Motorsport mit Handicap betreiben kann, zeigte in der Vergangenheit vor allem Gustav Engljähringer und seine Kollegen, die mit einem angepassten BMW 235i in Dubai das 24h-Rennen bestritten. Auch Bonk Motorsport und Kuepperracing haben bereits erste Erfahrungen mit Rennfahrern mit Handicap gesammelt.

Mit markigen Sprüchen, wie „Warum soll ich laufen, wenn ich vier gesunde Räder habe.“ Stellt sie Kritiker inzwischen schnell und zielsicher in den Schatten und zeigt dass sich Inklusion und Motorsport nicht beißen müssen.

Neben Besuchen ihrer Lieblinsgmannschaft – dem BVB Dortmund 09 – im Fussballstadion unternimmt Hillen viele Sachen, die man auch ohne Rollstuhl oder Handicap unternehmen kann. Dazu gehört der regelmäßige Besuch der Langstreckenmeisterschaft und des Eifelklassikers schlecht hin, dem 24h-Rennen. So, wie das jeder andere eben auch tun würde.

Nun will Hillen dem Ganzen aber noch eins draufsetzen. Auf ihrer Facebookseite wirbt studierte Heilpädagogikerin für Ihren Plan, 2018 als Grid-Girl ein Team zu unterstützen. Als Grid-Girl sichert Saskia dem Team, für welches sie antritt vor allem mediale Aufmerksamkeit zu. Ziel ist es, zu zeigen, dass man auch mit einem Rollstuhl im Motorsport alles erreichen kann. Dabei ist sie sich auch für nichts zu schade. „Egal, welche Aufgabe man als Grid-Girl – neben gut aussehen – noch hat, ich bin für alles offen.“, gesteht Hillen gegenüber LSR-Freun.de. „Cool wäre auch eine Nummer am Rolli. Eine Tussi bin ich jedoch nicht. Ich will schon einen Rennanzug als Outfit.“

Bei Interesse an einer Zusammenarbeit mit der quirligen Nordrhein-Westfälin freut sie sich über eine Nachricht auf Ihrer Facebookseite. Aber auch die LSR-Freun.de nehmen jede Anfrage über unser Kontaktformular oder die Kommentarfunktion entgegen und leiten diese dann weiter.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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