Mit der 64. ADAC Westfalenfahrt ist die VLN heute in die neue Saison gestartet.

Foto: L. Rodrigues

Um 12:40 Uhr startete mit der 64. ADAC Westfalenfahrt die VLN Saison 2018 leicht verspätet in die Saison. Während Laurens Vanthoor im Grello seine Pole in eine komfortable Führung umbaute, ging dahinter die Post ab. Ab Rang 4 kämpften die verschiedenen GT3-Boliden sehr hart miteinander. Teilweise zu viert fuhr man nebeneinander! Christian Menzel schwärmte nach seinem Startstint von diesem harten Mehrkampf und kam ins schwärmen von Zweikämpfen die über mehrere Kurven gingen und in leichten Berührungen endeten. Connor de Phillippi begeisterte mit mehreren spektakulären Überholmanövern in einer Runde vorm Schwedenkreuz und am Ausgang Mutkurve – Streckensprecher Olli Martini stellte fest, dass der Kalifornier für diese Manöver „Eier haben muss“. Eine Runde später berührte der ROWE M6 Anfahrt Schwedenkreuz dem Land Audi von Mies/van der Linde/van der Linde leicht – beide Wagen konnten aber weiterfahren. Das präkere an der Situation: de Phillippi fuhr die letzten Jahre für Land Motorsport und ist vor der Saison 2018 zu BMW gewechselt, dazu hat er beim Team in Niederdreisbach gelebt und hat dort viele Freunde.

Geprägt wurde die Anfangsphase allerdings auch von mehreren Unfällen. So verunfallte der Porsche Cayman von Kai Riemer/Claudius Karch/Ivan Jacoma aus der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing schwer am Ausgang der Fuchsröhre. Der Cayman wurde dabei schwer beschädigt, aber Claudius Karch konnte das Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Riemer erklärte danach beim Streckensprecher Lars Gutsche, dass das Fahrzeug frontal in die Leitplanke eingeschlagen ist. Karch wurde danach zum röntgen ins Krankenhaus nach Adenau gebracht, da er sich über schmerzen im Fuß beklagt hat. Somit endete die 64. ADAC Westfalenfahrt für das Trio im Cayman, welches von Schmickler Performance eingesetzt wird, nach etwas weniger als eine Stunde mit einem schwer beschädigten Auto.

[AdsenseMBlinks]Für einen kleineren Aufreger sorgten am Ende des ersten Stints der Phoenix und der Land Audi bei der Einfahrt in die Boxengasse. In einem spektakulären Manöver überholte der Phoenix Audi einen BMW 325 aus der V4-Klasse beim Versuch vor der Box am Land Audi vorbei zu kommen. Beim einscheren in die Box blieb der R8 leicht am BMW hängen uns riss sich einige Flicks am Heck ab.

Auch im weiteren Rennverlauf wurde das Rennen geprägt von harten Kämpfen in der SP9-Klasse der GT3-Fahrzeuge, aber auch in anderen Klassen ging es hart zur Sache – z.B. im Cup 5-Kategorie der BMW M235i Racing Cup, in der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing sowie der SP10-Klasse für GT4-Fahrzeuge hinter dem deutlich führenden Mathol Racing Aston Martin (zur Rennhalbzeit). Kurz darauf war aber Schluss für den Mathol Racing Aston Martin aus der SP10, im Schwalbenschwanz blieb das Fahrzeug von Wolfgang Weber/Thomas Krebs/Daniel Schwerfeld liegen. Man schlug mit rechts-vorne heftig ein.

Zur Rennhalbzeit führte der Manthey Porsche „Grello“ von Estre/Vanthoor/Bamber souverän, aber man hatte beim Überrunden leichten Kontakt, denn beim Boxenstopp wurde im Stream Schleifspuren eines Kontakts im Bereich der Flicks und des Splitters eingeblendet.

Nach eines Fehlverhaltens eines kleineren Autos ca. 80 Minuten vor Schluss in einer Gelbphase (der Pilot verwechselt die gelbe Flagge mit Code 60), waren die ersten 5 Autos direkt hintereinander! Die Top 7 trennten 14 Sekunden. Das versprach für die Schlussphase einen gewaltigen Kampf um den Sieg! Doch Grello konnte sich danach wieder leicht absetzen von der Kampfgruppe. Raus aus dem Kampf um den Sieg wurde der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari 488 von Jochen Krumbach/Oliver Kainz/Georg Weiss nach einem Vergehen unter Code 60 – er musste daraufhin eine 150 Sekunden-Zeitstrafe absitzen. Rund 20 Minuten vor Schluss erlitt der 488 auch noch einen Reifenschaden hinten Rechts – man konnte aber beweisen, dass das Fahrzeug schnell ist und das Tempo der Topteams mitgehen kann. Ausgelöst wurde der Reifenschaden durch eine Kollision mit einem Porsche Cayman beim Überrunden – die Felge wurde dabei ebenfalls beschädigt.

Aus dem Rennen hat sich auch der ROWE Racing BMW M6 von Connor de Phillippi/Alexander Sims/Jesse Krohn verabschiedet – der M6 wurde ca. 50 Minuten vor Rennende abgestellt. Auslöser war ein Reifenschaden – das Team entschied das Fahrzeug daraufhin an der Strecke abzustellen um es nicht stärker zu beschädigen.

Am Ende gewinnt nach 4 Rennstunden Manthey Racing die 64. ADAC Westfalenfahrt. Kevin Estre/Laurens Vanthoor/Earl Bamber gewinnen im Grello das Rennen. Der Mücke Motorsport Audi R8 LMS von Markus Winkelhock/Nico Müller belegt am Ende den 2. Platz und das obwohl man am Anfang der letzten Runde erst den 3. Rang übernommen hat. Auf Rang 3 überquerte ein weiterer Porsche 911 GT3 R die Ziellinie – Sven Müller und Klaus Bachler werden im Falken Motorsports Wagen 3.

Foto: L. Rodrigues

Eine der Szene des Rennens zeigte der amtierende Meister Michael Schrey am Ende des Rennens. Der Bonk Pilot rollte einige Meter vor der Ziellinie aus und schob den M235i über die Ziellinie! Doch die Mühen blieben unbelohnt – Schrey wurde aus der Wertung genommen, da es nicht erlaubt ist, dass Fahrzeuge über die Ziellinie geschoben werden.

Auffallend ist, dass sich viele Unfälle im Rennen ereignet haben – nicht nur in der Startphase. Christian Menzel bestätigt, dass heute sehr aggressiv gefahren wurde und es das komplette Rennen so zuging, wie in der Schlussphase des 24h Rennens auf dem Nürburgring.

Somit unser Kurzrückblick von der 64. ADAC Westfalenfahrt. In den kommenden Tagen werden wir euch das Rennen in Berichten deutlicher aufarbeiten und hinter die Kulissen schauen!

 

 

Unterstütze LSR-Freun.de

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Deinen Support.





In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Pressemeldungen aus der Welt des Motorsports. Veröffentlicht für die Leser von LSR-Freun.de. Sie wollen Ihre Pressemeldungen hier veröffentlichen? Senden Sie uns eine Mail an presse@lsr-freun.de.
Kategorie: NewsTags:
Fehler melden Über LSR-Freun.de ethische Standards
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.