Zweifler kündigten einen Rückgang der Starterzahlen für die neue Saison der RCN Rundstreckenchallenge auf der Nordschleife an. Grund dafür sei die Umstellung auf Einheitsreifen von Hankook.

Optimismus ist in diesen Tagen angebracht am Nürburgring. Während in Luxemburg in diesen Tagen und kommenden Wochen oder gar Monaten über den möglicherweise rechtswidrigen Verkauf des Nürburgrings an die capricorn GmbH verhandelt wird und die VLN mit Widerstand gegen das vorläufige Produktionswagenreglement zu kämpfen hat, versucht sich RCN Serienmanager Willi Hillebrand in bereits genanntem Optimismus:“Es haben sich bereits wieder genauso viele Teilnehmer fest in die Serie eingeschrieben wie in den Vorjahren. Es ist also nicht das eingetreten, was viele Zweifler befürchtete hatten. Die Umstellung auf die Einheitsreifen von Hankook wird die Größe der RCN-Starterfelder nicht wesentlich beeinflussen.“

Ob und wie die Teilnehmerzahlen in den kommenden zwei Monaten noch wachsen werden, darüber kann aktuell nur gemutmaßt werden. Meldezahlen veröffentlicht der Veranstalter hierzu nicht. Wie sich die Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren zwei Monate vor Saisonbeginn entwickelten, lässt der Veranstalter ebenfalls offen.

Optimistisch zeigt sich auch RCN-Rennleiter Hans-Werner Hilger: „Ich freue mich auf die neue Saison. Wir bemühen uns weiterhin die Einsatzkosten in der Breitensportserie auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten. Deshalb war es gut, dass wir die Nenngelder für die nächsten Jahre festschreiben konnten. Auf jeden Fall stimmt unser Konzept weiterhin und das Interesse der Motorsportsportler an der RCN ist ungebrochen.“

Bekannt ist jedoch, dass die Teams lieber höhere Nenngelder in Kauf genommen hätten. Der Zwang zu den Einheitsreifen schmerzt vielen Teilnehmnern mehr im Geldbeutel, als ein erhöhtes Nenngeld. Während sich viele Privatiers und Hobbyrennfahrer über die Saison mit teils gebrauchten Reifen aus der VLN oder auf Fabrikate günstigerer Hersteller setzten, sind eben jene Teams ab der kommenden Saison gezwungen, Reifen des südkoreanischen Fabrikanten zu verwenden.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man den festgeschriebenen Preis des Herstellers zahlen muss. Ob man will, oder nicht. Klar, bietet Hankook den Teams die Reifen zu günstigeren Konditionen an. Dennoch werden diese Preise nicht an die Sparpreise gebrauchter Pneus oder Discountreifen kommen.

In diesem Jahr zählen acht Veranstaltungen zum RCN-Terminkalender. Alle acht Termine – sieben Leistungsprüfungen und das 3h-Rennen zum Abschluss – zählen zur Meisterschaftswertung. Es gibt wieder Startmöglichkeiten in mehr als 30 Klassen. RCN-Titel werden in sieben Kategorien vergeben. Neben den Gesamtsiegern in der Rundstrecken-Challenge werden auch im RCN Gesamtsieger-Cup, in der RCN Junior-Trophy, in der RCN-Teamwertung, bei den RCN Light, in der RCN Ladies-Trophy und im RCN Senioren-Cup Meister gesucht.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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