Seit nunmehr 8 Jahren treffen sich im November vielen hundert angemeldete Gäste, freiwillige Helfer und Fahrer zum besonderen Jahres-Highlight am Nürburgring.

Eine Veranstaltung, bei der Menschen mit einem geistigen oder körperlichen Handicap, rasante Mitfahrten im Rennfahrzeug über die Grand-Prix-Strecke erleben. Auch der Nürburgring gehört zu den Unterstützern dieses einmaligen Events und stellt die Strecke, Boxenanlage sowie die Streckensicherung kostenfrei zur Verfügung. Zudem ist die Nürburgring Driving Academy mit zwei Fahrzeugen und Fahrern ebenfalls Teil dieser ganz besonderen Taxifahrten.

Daniel Matschull begleitete heute zusammen mit Andy Gülden Saskia Hillen – 26 Jahre jung und von Geburt an Muskelschwund erkrankt. Hier ist ihr Erlebnis:

An diesem Tag, dürfen die gehandicapten Menschen sich von „ehrenamtlichen“ Rennfahrern ein paar Runden über die GPstrecke fahren lassen. Eine von diesen Teilnehmern bin ich, Saskia 26 Jahre alt und von Geburt an Muskelschwund erkrankt. Seit fünf Jahren habe ich jedes Jahr das Vergnügen, mit dem Chef Instructor der Driving Acadamy des Nürburgrings, Andy Gülden mitfahren zu dürfen. Da es mit mir immer sehr zeitaufwendig ist, besorgt Andy immer eine eigene Box und ein schickes schnelles Rennauto für mich.

Heute war es „The Beast“ ein Mercedes AMG GTR von der Driving Acadamy. Auto in der Box geparkt, Helm mit Kabelbinder zum angurten vorbereitet, dann mich aus dem E-Rollstuhl „rausgebastelt“ und ins Biest gepackt, danach wurde ich vergurtet, Helm aufgesetzt und dieser an dem Auto festgeschnallt, damit mein Kopf bei 220km/h nicht durch das Auto „fliegt“. Nachdem alles erledigt war, konnte die wilde Fahrt losgehen. Wer Andy Gülden kennt, weiß dass er gerne flott fährt aber immer angepasst an seine Beifahrer. Nach 6 Runden kamen wir in die Box zurück. Mit einem Grinsen im Gesicht wurde ich wieder aus dem Auto „gebastelt“ und zurück in den Rolli gesetzt.

Andy Gülden, Saskia Hillen, Daniel Matschull (v.l.)Zwischen der ganzen „Arbeit“ war noch Zeit für ein Snapchat-Bild. Trotz des Aufwandes ließen Andy und sein Jungs mich mein Handicap vergessen, da es für sie selbstverständlich war mich wie jeden anderen aus ihrem Team zu behandeln.

Mein Fazit eines jeden Race4friends-Tages ist, für mich lohnt sich eine Woche Muskelkater. Da diese Mega Veranstaltung, trotz meines eigenen Handicaps die einzige Chance ist, so ein tolles Erlebnis auch haben zu können. Doch dieses mal habe ich ein besonderes Fazit, ich musste mit Erschrecken feststellen, dass obwohl ich nur Kleidergröße XS trage, mein Dickschädel mal wieder einen XL-Helm brauchte, den mir Mr. Gülden höchstpersönlich zur Verfügung stellte.

Unterstütze LSR-Freun.de

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Deinen Support.





In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
Kategorie: NewsTags:
Fehler melden Über LSR-Freun.de ethische Standards
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.