Beim Gastspiel der FIA WEC im japanischen Fuji vom 4. bis 6. Oktober erlebte das Team Project 1 ein nervenaufreibendes Wochenende. Am Ende feierte die Mannschaft mit Ben Keating, Jeroen Bleekemolen und Felipe Fraga das erste Podium der Saison 2019/20. Das Schwesterauto #56 mit Egidio Perfetti, Matteo Cairoli und David Heinemeier Hansson wurde als Siebter der LMGTE Am-Klasse abgewunken.

Für Keating, Bleekemolen und Fraga hielt das Wochenende in Japan einige Aufs und Abs bereit. Nach schnellen Rundenzeiten in den Trainings sicherte sich die Besatzung der #57 im Qualifying mit einer Zeit von 1:38.733 die Pole-Position in der LMGTE Am-Kategorie. Aufgrund einer Strafe musste das Trio jedoch vom Ende des Feldes starten.

„Dass wir die Pace für Top-3-Platzierungen haben, hatten wir bereits zum Saisonauftakt in Silverstone bewiesen. In Japan konnten wir diese nun sowohl im Qualifying als auch im Rennen in ein gutes Resultat ummünzen. Die Strafe war natürlich bitter, doch wir konnten uns in den sechs Stunden stark zurückkämpfen“, kommentierte Keating das Wochenende auf dem Fuji International Speedway.

Project 1 Fuji 6h 2019Ben Keating, Jeroen Bleekemolen, Felipe Fraga
Foto: Project 1

Im Rennen startete das Trio eine erfolgreiche Aufholjagd und kämpfte sich dank einer fehlerfreien Performance durch das stark besetzte Feld. Am Ende stand Rang drei und damit das erste Podium der Project 1-Mannschaft in der FIA WEC-Saison zu Buche.

„Ben, Jeroen und Felipe haben Konstanz bewiesen und eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt. Dafür sind sie zu Recht mit Platz drei belohnt wurden. Dieses Podest freut mich besonders, da die Enttäuschung nach der Rückversetzung am Tag zuvor groß war. Es wäre schade gewesen, wenn uns eine Strafe wegen eines Teils, das sich nicht auf die Leistung des Fahrzeugs auswirkt, um einen verdienten Podestplatz gebracht hätte“, resümiert Teamchef Axel Funke.

Für das Schwesterfahrzeug rund um Perfetti, Cairoli und Heinemeier Hansson lief das Rennen hingegen weniger zufriedenstellend: Von Platz vier aus in den Lauf gegangen, wurde Startfahrer Perfetti im Porsche 911 RSR #56 bereits zu Rennbeginn in eine Kollision verwickelt. Ein weiterer Dreher im Verlauf des Rennens machte dann alle Hoffnungen auf ein Top-Resultat zunichte. Nach sechs Stunden überquerte Cairoli als Siebter der Klasse die Ziellinie.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass wir momentan noch in einer Lernphase stecken. Der Lauf in Fuji war erst das zweite Rennen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft für uns, bei dem wir mit zwei Fahrzeugen antreten. Einige Abläufe müssen sich noch immer einspielen. Dass wir nun den ersten Podestplatz feiern dürfen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Funke weiter.

Der dritte Saisonlauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft findet vom 8. bis 10. November statt. Dann stehen in China die 4 Stunden von Shanghai an. An das Rennen auf dem Shanghai International Circuit hat Project 1 gute Erinnerungen: Mit Rang zwei eroberte die Mannschaft in ihrer Premierensaison in der FIA WEC die Tabellenführung in der Klasse und legte damit den Grundstein für den späteren Titelgewinn.

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