An dem Ort, an dem vor ziemlich genau einem Jahr für Project 1 das Abenteuer FIA WEC begann, erzielten Egidio Perfetti, Patrick Lindsey und Jörg Bergmeister bei einem vom Wetterchaos geprägten Rennen Rang fünf. Vor dem großen Finale in Le Mans hat das Trio somit 23 Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz zwei.

Mit Rang drei im Qualifying sicherte sich die Mannschaft eine solide Ausgangsposition für das sechsstündige Rennen. Doch dass der Lauf wie geplant über die Bühne geht, war am Samstagmorgen fraglich: Eine Schneeschicht bedeckte die Wiesen und Bäume rund um den Circuit de Spa-Francorchamps. Pünktlich zum Rennstart war die weiße Überraschung wieder verschwunden und die Sonne kam zum Vorschein.

Startfahrer Egidio Perfetti erwischte einen soliden Start und arbeitete sich im Laufe seines Stints bis in die führende Position nach vorn. Nach dem Fahrerwechsel knüpften seine Teamkollegen Patrick Lindsey und Jörg Bergmeister an diese starke Leistung an. Erst ein Dreher in der letzten Rennstunde und der vorzeitige Abbruch aufgrund von erneutem heftigen Schneefall machten das fünfte Podiumsergebnis in Folge zunichte.

„Ich habe schon vieles erlebt bei den verschiedenen Rennen, aber Schnee ist auch für mich etwas Neues gewesen. Trotz widriger Bedingungen haben wir zu jeder Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen. Dass es am Ende dann leider doch nicht zu einem Podium gereicht hat, ist natürlich schade. Aber wir haben es geschafft, bei diesem schwierigen Rennen ohne große Probleme ins Ziel zu kommen und ein solides Ergebnis einzufahren“, resümierte Patrick Lindsey.

Das Wetter war von Anfang an das Thema beim Rennen auf der Ardennenachterbahn. Binnen weniger Minuten wechselte das Wetter von Sonnenschein in Schneesturm. Somit waren Team und Fahrer gefordert, zu jedem Zeitpunkt richtig zu reagieren. Zusätzlich machten verschiedene Full-Course-Yellow-Phasen und Neutralisationen durch das Safety-Car das Rennen zu einer Lotterie.

„Das ist natürlich nicht das Resultat, das wir uns nach der ersten Rennhälfte erhofft haben, aber es gibt keinen Grund, jetzt mit einem schlechten Gefühl das 24-Stunden-Rennen in Angriff zu nehmen“, so Teamchef Axel Funke. „Unser Auto läuft ohne Probleme und wir waren sowohl unter nassen als auch unter trockenen Bedingungen konkurrenzfähig. Egidio war erneut schnellster Bronze-Pilot und unser Werksfahrer Jörg war heute zeitweise schnellster GT-Pilot im Feld. Gemeinsam mit Patrick Lindsey haben wir somit ein sehr gutes Fahrertrio, mit dem wir um die vorderen Positionen kämpfen können.“

Der fünfte Rang bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps bedeutet noch einmal zehn zusätzliche Punkte für das Konto von Project 1. Damit liegt das Team vor dem Finale in Le Mans 23 Zähler vor den Verfolgern. Bei 38 noch zu vergebenden Punkten ist das kein Ruhekissen, aber dennoch ein gutes Polster. Das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem 13,626 Kilometer langen Kurs von Le Mans startet am 15. Juni.

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