Porsche startet mit hohen Zielen und umfangreichen Programmen in die Motorsport-Saison 2022. Im Vordergrund stehen die beiden Werkseinsätze in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft und der FIA Langstrecken-WM WEC. Die Erweiterung der Kundensport-Aktivitäten sowie die intensive Vorbereitung des neuen LMDh-Programms ergänzen die Aktivitäten.

Foto: Porsche AG

„Der Motorsport spielt in der Unternehmensstrategie von Porsche seit jeher eine besondere Rolle. Seit mehr als 70 Jahren nutzen wir die Rennsport-Bühne als Testlabor für neueste Technologien. Wir stehen vor großen Herausforderungen – sportlich wie organisatorisch. Wir werden die Zukunft aktiv weiterentwickeln und dabei unsere Motorsport-DNA behalten“, sagte Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG im Rahmen der digitalen Porsche Night of Champions.

Foto: Porsche AG

„Wir sehen die Themen Nachhaltigkeit und Elektrifizierung auf unserer Prioritätenliste ganz weit oben“, ergänzte Michael Steiner, Mitglied des Vorstands für Forschung und Entwicklung. „Dies spiegelt sich auch im zukünftigen Motorsport wider. Anhand der Entwicklung der eFuels gemeinsam mit unserem Partner ExxonMobil sowie mit unserer Konzeptstudie Mission R werden erste große Schritte in diese Richtung sichtbar.“ Die voll-elektrisch angetriebene Rennfahrzeug-Studie Mission R sorgte unter anderem bei ihrer Vorstellung im Rahmen der IAA MOBILITY 2021 in München für Begeisterung. Der spektakuläre Allrad-Rennwagen ist die Vision eines möglichen Kundensport-Fahrzeuges der Zukunft und leistet bis zu 800 kW (1.088 PS).

TAG Heuer Porsche Formel E Team peilt erste Rennsiege an

Foto: Porsche AG

Die ABB FIA Formel-E-WM geht 2022 in ihre achte Saison. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team setzt sich für die kommenden 16 Weltmeisterschaftsläufe ein hohes Ziel: Der Porsche 99X Electric soll sein großes Potenzial in Erfolge umsetzen. „Dass wir das Zeug zu Rennsiegen haben, steht ganz außer Zweifel. Die Highlights der abgelaufenen Saison haben dies deutlich unterstrichen“, sagt Thomas Laudenbach, der zum 1. Oktober dieses Jahres die Leitung von Porsche Motorsport von Fritz Enzinger übernommen hat. „Unsere Entwicklungsmannschaft in Weissach hat in den vergangenen Monaten an allen Stellschrauben gedreht, die per Reglement bedient werden dürfen. Wir sind fest davon überzeugt, dass der Porsche 99X Electric in der kommenden Saison ganz vorne fahren kann.“ Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team setzt in den beiden Cockpits auf Kontinuität: Die Werksfahrer André Lotterer (#36) und Pascal Wehrlein (#94) starten auch 2022 für das Team. Sollte einer der beiden ausfallen, stehen Simona de Silvestro oder Neel Jani parat. Die neue Saison beginnt am 28./29. Januar 2022 mit zwei Rennen im saudi-arabischen Diriyah.

Erneut zwei Porsche 911 RSR im Werkseinsatz in der FIA WEC

Foto: Porsche AG

In der Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA WEC) setzt Porsche auch in der Saison 2022 werksseitig zwei rund 515 PS starke 911 RSR ein. Die beiden Rennwagen nehmen die bevorstehenden sechs Läufe unter der Federführung des Gesamtprojekt- und Einsatzleiters Alexander Stehlig in Angriff und werden mit einer leicht veränderten Fahrer-Crew antreten. Im Fahrzeug mit der Startnummer 91 wechseln sich erneut der Italiener Gianmaria Bruni und der Österreicher Richard Lietz ab. Im Schwesterauto mit der Nummer 92 wird neben Kévin Estre aus Frankreich der erfahrene Däne Michael Christensen agieren. Das Duo hatte vor drei Jahren gemeinsam einen Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans sowie den Titel 2018/2019 errungen. Das erste Rennen der neuen Saison findet am 18. März in Sebring (USA) statt. Am 11./12. Juni 2022 starten die beiden Porsche 911 RSR bei der 90. Auflage des Langstrecken-Klassikers in Frankreich. Die beiden Fahrer-Crews werden beim Highlight des Jahres durch die Werkspiloten Frédéric Makowiecki aus Frankreich (#91) und den Belgier Laurens Vanthoor (#92) unterstützt.

Vorbereitung auf LMDh-Einsätze: Cameron und Nasr ergänzen den Fahrerkader

Foto: Porsche AG

Dane Cameron und Felipe Nasr ergänzen ab 2022 den Werksfahrerkader von Porsche Motorsport. Der 33-jährige Amerikaner Cameron hat 2016 und 2019 den Titel in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship gewonnen. Der 29-jährige Ex-Formel-1-Pilot Nasr aus Brasilien sicherte sich 2018 und in diesem Jahr die Meisterschaft in der nordamerikanischen Langstrecken-Rennserie.

Foto: Porsche AG

Die beiden Neuzugänge werden intensiv in die weitere Entwicklung der LMDh-Prototypen von Porsche eingebunden. Die Leitung dieser wegweisenden Porsche-Aktivitäten im Bereich Langstrecken-Sport hat der erfahrene Schweizer Urs Kuratle übernommen. Das 500 kW (680 PS) starke Hybrid-Rennfahrzeug absolviert im Verlauf des Jahres 2022 zahlreiche Testfahrten.

Foto: Porsche AG

Ab 2023 wird der LMDh-Prototyp von Porsche Penske Motorsport sowohl in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC als auch in der nordamerikanischen IMSA WeatherTech SportsCar Championship eingesetzt. Erstmals seit rund 30 Jahren ist es dann möglich, mit baugleichen Autos bei den Langstrecken-Klassikern in Le Mans, Sebring und Daytona um Gesamtsiege zu kämpfen. „Wir arbeiten gemeinsam mit unserem Partner Penske konsequent an der Entwicklung des neuen LMDh-Prototypen und sind dabei im ständigen Austausch mit dem Chassis-Hersteller Multimatic“, erklärt Thomas Laudenbach. „Im Januar beginnen wir mit intensiven Testfahrten, um für den Wettbewerb 2023 optimal gerüstet zu sein.“

Kundensport-Programme: Starke Präsenz in USA, DTM und bei den Klassikern

Foto: SSR Performance

Porsche unterstützt auch in der Saison 2022 zahlreiche Kundenmannschaften, die den 911 GT3 R auf weltweiten Bühnen einsetzen. In Deutschland sind dies vor allem Einsätze im ADAC GT Masters und auch erstmals in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Hier werden erfahrene Partner eine volle Saison bestreiten: Das bislang im ADAC GT Masters äußerst erfolgreiche Team SSR Performance setzt zwei Neunelfer ein. Das Team 75 Bernhard schickt ein baugleiches, über 500 PS starkes Fahrzeug nach FIA GT3-Reglement in die wahrscheinlich acht Veranstaltungen des kommenden Jahres. In der Mannschaft des zweimaligen Le-Mans-Gesamtsiegers und Porsche-Markenbotschafters agiert Werksfahrer Thomas Preining (Österreich) hinter dem Steuer. Porsche unterstützt die beiden DTM-Kundenteams nach bewährtem Schema mit Ingenieuren, Ersatzteilservice und Piloten aus dem Kader des Stuttgarter Sportwagen-Herstellers.

Rolex 24 at Daytona, ROAR Porsche 911 GT3 R, Pfaff Motorsports #9, Zacharie Robichon (CDN), Laurens Vanthoor (B), Lars Kern (D), Matt Campbell (AUS)
Foto: Porsche AG

Auch in der nordamerikanischen IMSA-Rennserie werden die Kundenteams nach sechs Titelgewinnen in einem äußerst erfolgreichen Jahr 2021 wieder um Siege kämpfen. In der neuen GTD-Pro-Klasse setzt Pfaff Motorsports einen Porsche 911 GT3 R mit den beiden Werksfahrern Matt Campbell (Australien) und Mathieu Jaminet (Frankreich) ein. Weitere GT3-Fahrzeuge von Kundenteams sind für den Wettbewerb in der GTD-Kategorie geplant. Bei den europäischen Langstrecken-Klassikern am Nürburgring und in Spa-Francorchamps werden die Partner zahlreiche Neunelfer aus Weissach in den Wettbewerb schicken.

Manthey Racing Porsche 911 GT3 R N24h 2021
Foto: L. Rodrigues

Das Team Manthey – Titelverteidiger und Rekordsieger bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring – tritt erneut mit einer äußerst schlagkräftigen Crew an. Die Werksfahrer Kévin Estre, Michael Christensen, Laurens Vanthoor und Frédéric Makowiecki teilen sich das Cockpit des „Grello“ genannten Porsche 911 GT3 R. Der Start von vier weiteren Exemplaren der über 500 PS starken Neunelfer beim Klassiker in der Eifel ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt bestätigt.

Foto: Porsche AG

Die Kundenteams unter anderem in der Intercontinental GT Challenge, der GT World Challenge, der FIA WEC, der European Le Mans Series und der Asian Le Mans Series erhalten die gleiche Unterstützung von Porsche wie im Vorjahr. In den zahlreichen GT4-Rennserien weltweit, unter anderem auch in der deutschen DTM Trophy, geht 2022 erstmals der im November präsentierte Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport an den Start. Das homologierte Rennfahrzeug leistet 368 kW (500 PS) und ist somit deutlich stärker als das Vorgängermodell. Bei der Entwicklung des neuen GT4-Boliden stand zudem die Fahrbarkeit und eine noch effizientere Aerodynamik im Vordergrund.

Quelle: Pressemitteilung Porsche AG

Unterstütze LSR-Freun.de

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Deinen Support.





In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Pressemeldungen aus der Welt des Motorsports. Veröffentlicht für die Leser von LSR-Freun.de. Sie wollen Ihre Pressemeldungen hier veröffentlichen? Senden Sie uns eine Mail an presse@lsr-freun.de.
Kategorie: NewsTags:
Fehler melden Über LSR-Freun.de ethische Standards
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.